15. April 2020 / 23:01 Uhr

FC Bayern: Dietmar Hamann empfiehlt Transfer von Kai Havertz - und rät von Timo Werner ab

FC Bayern: Dietmar Hamann empfiehlt Transfer von Kai Havertz - und rät von Timo Werner ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Sky-Experte Dietmar Hamann steht fest, dass Leverkusen-Star Kai Havertz besser zum FC Bayern als Leipzig-Profi Timo Werner passt.
Für "Sky"-Experte Dietmar Hamann steht fest, dass Leverkusen-Star Kai Havertz besser zum FC Bayern als Leipzig-Profi Timo Werner passt. © imago images/Laci Perenyi/dpa/Montage
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Der FC Bayern München könnte in diesem Sommer auf dem Transfermarkt für Wirbel sorgen. Zuletzt fielen immer wieder die Namen Leroy Sané, Timo Werner und Kai Havertz, wenn es um mögliche Transfer-Ziele des FCB für die kommende Saison geht. Dietmar Hamann würde einen der drei Spieler unbedingt verpflichten, wie der "Sky"-Experte im "Kicker" schreibt.

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Wer wird der nächste Star-Einkauf des FC Bayern München? Drei mögliche Kandidaten für einen Sommer-Wechsel geistern seit Monaten durch die Medien: Kai Havertz, Leroy Sané und Timo Werner. Die drei Nationalspieler beim FCB? Für Sky-Experte Dietmar Hamann würde nur einer der Profis den Bayern richtig gut zu Gesicht stehen, wie er nun in seiner Kicker-Kolumne schreibt: Um Leverkusens Mittelfeld-Dirigent Havertz könnte der Rekordmeister "die Mannschaft der Zukunft gestalten"

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Ex-Bayern-Spieler Hamann gerät ob des 20-Jährigen regelrecht ins Schwärmen: "Er ist klug, bodenständig und übernimmt schon in jungen Jahren Verantwortung", so der TV-Experte. Er gibt dem FC Bayern eine klare Empfehlung: Es wäre "die beste Lösung, das große Geld in Havertz zu investieren".

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Hamann: Wüsste nicht, wo Werner bei den Bayern spielen sollte

Havertz hat in Leverkusen noch einen Vertrag bis Sommer 2022. Bis zur Corona-Pause der Bundesliga galt ein Wechsel nach dieser Saison eigentlich als sicher. Er fühle sich wohl in Leverkusen, es sei ein toller Verein, sagte Havertz zuletzt der Sport Bild. "Meinen nächsten Schritt in der Karriere will ich aber natürlich irgendwann gehen. Das ist mein Anspruch."

Und das könnte der Wechsel zu den Bayern sein. RB-Leipzig-Torjäger Timo Werner passt laut Hamann dagegen nicht nach München, auch wenn der DFB-Stürmer laut Medienberichten ein Wunschspieler von FCB-Trainer Hansi Flick sein soll. Der ehemalige Nationalspieler wüsste schlicht nicht, wo Werner bei den Bayern spielen sollte.

Leroy Sané will wohl weiter zum FC Bayern

Dem Leipziger fehle "für die Außenbahn die letzte Finesse. Mit Schnelligkeit allein ist es nicht so einfach, sich auf Topniveau zu behaupten", urteilt Hamann und führt aus: "In der Sturmmitte kann ich mir nicht vorstellen, dass Lewandowski mit einem zweiten Angreifer neben sich noch besser zur Geltung käme - und wenn er einen Partner braucht, hat er Müller." Der Sky-Mann weiter: "Deshalb wundert es mich, dass er Werner so gerne haben möchte, während er bei Sané skeptisch sein soll. Grundsätzlich steht für mich fest: Will ein Trainer einen Spieler nicht, darf der Verein diesen Profi nicht holen."

Sané gilt bereits seit Monaten als Bayern-Kandidat. Der Flügelflitzer von Manchester City hat nach Angaben seines neuen Beraters mit einem Wechsel zum FC Bayern noch längst nicht abgeschlossen. Der FCB sei der einzige Klub in Deutschland, "den sich Leroy als nächsten Karriere-Schritt vorstellen kann. Dort sieht er die Voraussetzungen, um sein großes Ziel, die Champions League zu gewinnen, erreichen zu können", zitierte die Sport Bild Damir Smoljan, Geschäftsführer von Sanés neuer Agentur. Wie das Magazin in seiner Ausgabe vom Mittwoch zudem schreibt, stehe die im Januar gegebene Zusage des 24-Jährigen zu einem Wechsel nach München.

Hamann: Bei Sané "überwiegen die Fragezeichen"

Für Hamann aber "überwiegen bei Sané die Fragezeichen", wie er schreibt: "Nach der Erfahrung mit Lucas Hernandez, der vor einem Jahr verletzt geholt wurde, werden die Münchner vorsichtig sein. Es bleibt abzuwarten, wie Sané nach so langer Pause zurückkommt, zumal da gerade er von seiner Explosivität, seiner Physis lebt." Zudem mache Hamann die Haltung von City-Trainer Pep Guardiola gegenüber Sané "nachdenklich": "Wenn dieser Toptrainer einen Spieler nicht mehr haben will und ihn im Champions-League-Viertelfinale 2019 gegen Tottenham in größter Not nur zweimal für addiert knapp zehn Minuten einwechselt, kann mit diesem Profi etwas nicht stimmen", meint Hamann, der Sané aus rein sportlicher Sicht zwar verpflichten würde - "aber eine Ablöse von 70, 80 oder noch mehr Millionen Euro will genau überlegt sein".