27. Januar 2022 / 13:12 Uhr

Michael Rummenigge: Nach dem Süle-Abgang sollte sich der FC Bayern um Ajax-Star Noussair Mazraoui bemühen

Michael Rummenigge: Nach dem Süle-Abgang sollte sich der FC Bayern um Ajax-Star Noussair Mazraoui bemühen

Michael Rummenigge
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Als Ersatz für Niklas Süle (links) empfiehlt SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge dem FC Bayern Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam (rechts).
Als Ersatz für Niklas Süle (links) empfiehlt SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge dem FC Bayern Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam (rechts). © IMAGO/Laci Perenyi/Pro Shots (Montage)
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SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge beleuchtet angesichts des angekündigten Abgangs von Niklas Süle die Transfer-Optionen des FC Bayern. Das zuletzt meist gehandelte Quartett überzeugt ihn nicht vollends. Der Ex-Nationalspieler würde auf Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam setzen.

Der Abgang von Niklas Süle im kommenden Sommer ist für den FC Bayern schmerzhaft – zumal der Nationalspieler nach dem noch höher einzuschätzenden David Alaba im vergangenen Jahr schon der zweite defensive Leistungsträger ist, der den Klub ohne Ablöse verlassen und einen Konkurrenten verstärken wird. Doch wie ich die Münchner kenne, werden sie schon jetzt eine adäquate Alternative in petto haben. Die aktuelle Lage auf dem Transfermarkt spielt dem Klub dabei in die Karten. Denn selten war so viel Personal verfügbar, das die Bayern zumindest in Sachen Ablöse keinen Cent kosten würde.

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Bisher wurden dabei als potenzielle Süle-Nachfolger vor allem vier Kandidaten genannt. Andreas Christensen vom FC Chelsea, von dem ich aber nicht wirklich überzeugt bin. Dessen Londoner Klubkollege Antonio Rüdiger, den ich mir schon eher im FCB-Trikot vorstellen könnte. Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach, der meiner Meinung nach kein Spieler für das Niveau der Bayern ist. Und Denis Zakaria. Der Schweizer Nationalspieler, ebenfalls noch bis Sommer in Gladbach unter Vertrag, wäre meiner Einschätzung nach aber nicht mehr als ein Ergänzungsspieler. Zumal ich ihn eher im zentralen Mittelfeld sehe. Und hier würde ich den Bayern eher dazu raten, mit Corentin Tolisso zu verlängern, als Zakaria zu holen.

Was wäre also mein Vorschlag? Schon lange begeistert mich ein Profi von Ajax Amsterdam: Noussair Mazraoui. Der Marokkaner ist zwar auf dem rechten defensiven Flügel zu Hause, würde aber trotzdem ins Beuteschema der Bayern passen. Benjamin Pavard könnte dann von der Außenbahn ins Zentrum wechseln und Süles Platz im Kader übernehmen. Mazraoui hat nicht zuletzt in den Champions-League-Spielen gegen Borussia Dortmund bewiesen, was er kann. Zudem ist er erst 24 Jahre alt – und nach der Saison ablösefrei: So jemanden muss man holen. Das werden sich aber sicher auch einige Vereine aus der Premier League denken.

Lewandowski sollte seine Karriere beim FC Bayern beenden

Wie auch immer sich die Bayern entscheiden: Ich sehe sie in jedem Fall gut aufgestellt. Solange Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski in München spielen, wird es meiner Meinung nach keinen anderen deutschen Meister geben. Neuer und Müller werden ihre 2023 auslaufenden Verträge wohl bald verlängern. Und bei Lewandowski hoffe ich auf Ähnliches. Ich würde den neben Gerd Müller besten Bundesliga-Stürmer aller Zeiten noch einmal mit einem neuen Vertrag bis 2025 ausstatten. Dann ist er 36 und kann seine Karriere bei den Bayern beenden. Und ich glaube: Lewandowski und der Klub können bis dahin noch einmal die Champions League gewinnen.