03. Mai 2020 / 17:41 Uhr

FC-Bayern-Präsident Hainer bekräftigt Transfer-Pläne: "Jedes Jahr einen internationalen Star holen"

FC-Bayern-Präsident Hainer bekräftigt Transfer-Pläne: "Jedes Jahr einen internationalen Star holen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer sieht seinen Klub trotz der aktuellen Krise gut aufgestellt.
Bayern-Präsident Herbert Hainer sieht seinen Klub trotz der aktuellen Krise gut aufgestellt. © imago images/ActionPictures/Montage
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Bayern-Präsident Herbert Hainer hat die Pläne von Sportdirektor Hasan Salihamidzic bekräftigt, wonach die Münchener im Sommer einen internationalen Star holen wollen. Dies sei fortan jedes Jahr angedacht, sagte er in einem "Kicker"-Interview.

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Ein europäisches Toptalent und einen internationalen Star - so hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Transferpläne des FC Bayern München in diesem Sommer jüngst umrissen. Nun hat Präsident Herbert Hainer Salihamidzics Ankündigung bestärkt. Man wolle nicht nur in diesem Sommer einen großen Namen auf dem Transfermarkt verpflichten, sagte er in einem Kicker-Interview. "Unser Ziel ist, immer eine Mannschaft zu haben, die die Champions League gewinnen kann. Dazu haben wir den Jugendbereich ausgebaut. Zudem werden wir versuchen, Jahr für Jahr einen internationalen Star zu holen. Das werden wir schaffen."

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Hainer betonte in dem Interview, dass der deutsche Rekordmeister trotz der aktuellen Corona-Krise und der daraus resultierenden Zwangspause wirtschaftlich voll leistungsfähig ist: "Jeder Spieler, der hier spielt, sollte sich glücklich schätzen. Wir sind in der Lage, auch in Corona-Zeiten mit unseren Topspielern zu verlängern und den Mitarbeitern das volle Gehalt auszuzahlen." Allerdings wolle der Klub deswegen noch längst nicht auf jede Forderung eingehen. "Schon in der Vergangenheit merkten Berater: Der FC Bayern kann auch einmal Nein sagen, wenn wir meinen, dass gewisse Dinge nicht zu rechtfertigen sind. Wenn etwas zu weit führt, sagen wir Nein", meinte Hainer.

So könnte der Kader des FC Bayern im Jahr 2023 aussehen

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Ex-Bundesliga-Boss Rettig kritisiert FC Bayern für Transfer-Ansage

Andreas Rettig dürfte die Hainer-Aussage über mögliche Top-Transfers gar nicht schmecken. Der ehemalige Bundesliga-Geschäftsführer hatte den FC Bayern schon am Samstag wegen der Salihamidzic-Ankündigung hart kritisiert: "Bei allen Verdiensten des FC Bayern, aber in einer jetzigen Phase von einer Transfer-Offensive zu sprechen, finde ich, ist ein falsches Signal", sagte Rettig bei Sky Sport News. "Ich finde, der FC Bayern sollte lieber über eine Charme-Offensive in Richtung Fans und Mitglieder und Gesellschaft sprechen. Ich glaube, das wäre in diesen Tagen besser", schlug der 57-Jährige angesichts der Corona-Krise und den vielen kritischen Fan-Stimmen wegen des angedachten Bundesliga-Neustarts im Mai vor.

Hainer hat vor seinem Engagement bei den Münchenern als Vorstandsvorsitzender von Sportartikelhersteller Adidas schon die Finanzkrise 2008 und das Platzen der Internetblase 2001 durchlebt. Der 65-Jährige sieht in der aktuellen Krise auch eine Chance für den FCB. Mit Adidas sei er aus den Krisen immer gestärkt hervorgegangen. "Ich bin sicher, ich kann auch hier meinen Beitrag dazu leisten", sagte er nun.


Hainer stößt Debatte um 50+1 erneut an

Zuvor hatte Hainer bereits der Debatte um eine Lockerung der 50+1-Regel neuen Schwung gegeben. Durch die finanziellen Einbußen in der Corona-Krise sollten die Profifußball-Klubs seiner Ansicht nach künftig selbst entscheiden, ob sie Investoren Stimmrechte gewähren oder nicht. "Man muss ja auch mal als Fakt sehen, dass die 50+1-Regel jetzt bestimmten Vereinen nicht geholfen hat. Insofern muss man das natürlich auch überdenken", sagte der 65-Jährige im ZDF. "Ich bin der Meinung, dass man es den Vereinen selber überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen."