25. Juni 2022 / 22:47 Uhr

"Arrogante Idioten": BVB-Boss Watzke verteidigt Mané-Wechsel zum FC Bayern in die Bundesliga

"Arrogante Idioten": BVB-Boss Watzke verteidigt Mané-Wechsel zum FC Bayern in die Bundesliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verteidigt in seiner Position als DFL-Aufsichtsratsvorsitzender den Transfer von Sadio Mané zum FC Bayern.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verteidigt in seiner Position als DFL-Aufsichtsratsvorsitzender den Transfer von Sadio Mané zum FC Bayern. © IMAGO/Kirchner-Media/Lackovic (Montage)
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Mit Sadio Mané wechselt ein Weltstar vom FC Liverpool zum FC Bayern München. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Konkurrent Borussia Dortmund und DFL-Aufsichtsratschef, hat dem FCB nun zum Transfer gratuliert – und gegen einen Kritiker heftig ausgeholt.

Der FC Bayern München hat einen weiteren Weltstar in die Bundesliga geholt: Seit dieser Woche ist es offiziell, dass Sadio Mané ab sofort für den deutschen Rekordmeister auf Torejagd gehen wird. Der Transfer des 30-Jährigen vom FC Liverpool fand weltweite Beachtung – und nötigt sogar Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Bayern-Rivalen Borussia Dortmund, Respekt ab: "Sadio Mané ist ein sehr guter Transfer, zu dem ich den Bayern ausdrücklich gratuliere", lobte Watzke in der Bild am Sonntag, schränkte aber ein, dass er diese Aussage ausschließlich als DFL-Aufsichtsratsvorsitzender tätige, weil Spieler wie Mané der Liga guttun würden. Gleichzeitig kanzelte der 63-Jährige Kritiker des Mané-Wechsels ab.

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So hatte Ex-Liverpool-Profi Dean Saunders nach den Gerüchten über einen Bayern-Wechsel Manés scharf gegen die Bundesliga geschossen. "Ich kann nicht glauben, dass er Liverpool verlässt", erklärte Saunders in der vergangenen Woche gegenüber Talksport. Für den ehemaligen Stürmer der "Reds" ist der Weg aus der Premier League in die Bundesliga gleichbedeutend mit einem Rückschritt. Er äußerte klare Bedenken hinsichtlich der Leistungsdichte in der deutschen Eliteklasse: "Die Liga ist bei Weitem keine Herausforderung für Mané", kritisierte der Ex-Profi. Mané werde sich "in seinen Sessel setzen, sich eine Zigarre anzünden und im dritten Gang für die Bayern spielen. Er wird zwei Jahre ausrollen und die besten zwei Jahre seines Fußballer-Lebens ruinieren", so die klare Meinung des 75-maligen walisischen Nationalspielers.

Aussagen, die Watzke als wichtiges Mitglied der DFL so nicht stehen lassen will: "Es gibt immer irgendwelche arroganten Idioten wie in diesem Fall", schoss der BVB-Boss wüst zurück. "Ich weiß als Vorstand von Europas Klub-Verband ECA, dass der deutsche Fußball nach wie vor eine hohe Reputation hat." Zudem merkte Watzke an: "Die Engländer haben in der abgelaufenen Saison keinen der drei Europapokal-Titel gewonnen – auch wenn ich es Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool in der Champions League sehr gegönnt hätte."

Die Attraktivität der Bundesliga ist dem DFL-Aufsichtsratsvorsitzenden ein großes Anliegen. So freue ihn in dieser Position der Wiederaufstieg von Werder Bremen und sogar der von BVB-Erzrivale Schalke 04: "Auf das Revierderby freuen nicht nur wir uns, sondern die ganze Bundesliga, weil das die Mutter aller Derbys ist", sagte Watzke. "Das ist wichtig, denn nächstes Jahr werden bereits viele Voraussetzungen im Hinblick auf den Neuverkauf der TV-Rechte im Jahr 2025 geschaffen, und wenn die Bundesliga diese Saison boomt, wird uns das bei der Vermarktung sehr helfen." Gleichzeitig mahnte der BVB-Chef, sich nicht auf Transfers wie denen von Mané zum FC Bayern und WM-Held Mario Götze zu Eintracht Frankfurt zu verlassen: "Die Bundesliga muss Stars wie Mané und Götze holen, aber auch wieder selbst Stars kreieren", mahnte Watzke.

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