27. Mai 2022 / 09:25 Uhr

Süle-Abgang, Gnabry-Poker, Transfers: Leon Goretzka spürt "Veränderungen" beim FC Bayern

Süle-Abgang, Gnabry-Poker, Transfers: Leon Goretzka spürt "Veränderungen" beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leon Goretzka (rechts) spricht über die Personalentwicklung beim FC Bayern.
Leon Goretzka (rechts) spricht über die Personalentwicklung beim FC Bayern. © IMAGO/Revierfoto/Claus Bergmann (Montage)
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Leon Goretzka sieht den FC Bayern mit Blick auf die kommende Saison gefordert. Dabei treiben den Nationalspieler auch die aktuellen Personalfragen bei den Münchnern um. Zudem analysiert er die vergangene Spielzeit mit klaren Worten.

Mit deutlichen Worten hat Leon Goretzka nach der insgesamt enttäuschenden Saison des FC Bayern Bilanz gezogen und besonders das unerwartete Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen den FC Villarreal noch einmal aufgearbeitet. "Wir haben viele Dinge zu verbessern. Wir haben eine ziemlich gute, wenn nicht sogar hervorragende Hinrunde gespielt. Da waren wir im Flow. Das kann man von der Rückrunde nicht behaupten. Wir waren in den wichtigen Spielen nicht auf der Höhe - das war nicht Bayern-like", sagte der Nationalspieler in einem Sky-Interview: "In der Champions League rauszufliegen, ist uns in den vergangenen Jahren bei einem solchen Gegner nicht passiert."

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Er wolle Villarreal nicht "die Qualität absprechen, aber da müssen wir weiterkommen", meinte Goretzka: "Daher war diese Saison insgesamt nicht zufriedenstellend, was jedoch viele im Verein extrem motiviert, es im nächsten Jahr wieder besser zu machen." Die vom Erfolg verwöhnten Münchner schlossen die Spielzeit mit nur einem Titel ab. In der Bundesliga gelang die zehnte Meisterschaft in Serie. Die Klubbosse um Sportvorstand Hasan Salihamidzic arbeiten nun am Kader für die kommende Saison - und das nicht ohne Stör- und Nebengeäusche. Top-Star Robert Lewandowski drängt auf seinen Abschied, die Vertragsverhandlungen mit Goretzkas DFB-Kollegen Serge Gnabry stocken.

Sollte es zu keiner Einigung mit dem Flügelstürmer kommen, könnte Gnabry nach Niklas Süle (ablösefrei zu Borussia Dortmund) der zweite deutsche Nationalspieler werden, der die Bayern in diesem Sommer verlässt. Man spüre bereits jetzt "Veränderungen", bemerkte Goretzka. "Niklas war ein wichtiger Spieler für uns, der den Verein ablösefrei verlassen wird. Das ist nicht schön für uns, aber trotzdem muss man die Wünsche des Spielers akzeptieren. Er wollte nach Dortmund und das ist ok. Wir werden Ersatz finden", sagte der 27-Jährige: "Für mich persönlich ist es schade, weil es ein guter Kumpel ist, den ich kenne, seitdem ich ein Kind bin. Ich habe es sehr genossen, mit ihm zusammenzuspielen."

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Dass er sich auch von Gnabry zeitnah verabschieden muss, glaubt der Mittelfeldspieler jedoch nicht: "Über Serges möglichen Abgang möchte ich jetzt nichts sagen, weil ich davon ausgehe, dass er bei uns bleibt. Aber man merkt, dass Veränderungen da sind. Das heißt aber nicht immer was Schlechtes." Goretzka versicherte, dass er davon überzeugt sei, dass die Klubführung eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison zusammenstellen werde. Einziger Zugang ist bisher Außenverteidiger Noussair Mazraoui, der ablösefrei von Ajax Amsterdam kommt. Die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch (ebenfalls von Ajax) soll derweil kurz bevor stehen. Zudem bemüht sich der FCB um Sadio Mané vom FC Liverpool.