08. Juli 2019 / 17:56 Uhr

Kommentar: Darum kommen die großen Namen nicht zum FC Bayern

Kommentar: Darum kommen die großen Namen nicht zum FC Bayern

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eden Hazard, Frenkie de Jong und João Félix gehören zu den absoluten Toptransfers im aktuellen Wechselfenster. 
Eden Hazard, Frenkie de Jong und João Félix gehören zu den absoluten Toptransfers im aktuellen Wechselfenster.  © Getty Images
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In der aktuellen Transferperiode wechselten bereits einige Top-Stars den Klub – keiner davon schloss sich allerdings dem FC Bayern an. SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp erklärt die Gründe.

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Eden Hazard, João Félix, Frenkie de Jong. Julian Brandt, Thorgan Hazard, Mats Hummels. Leroy Sané, Timo Werner, Kai Havertz. Neun Namen, die auf dem internationalen Transfermarkt aufhorchen lassen. Neun Namen, von denen keiner beim FC Bayern spielt. Weder die großen drei, die nach Madrid beziehungsweise zum FC Barcelona wechselten. Noch die drei, die es innerhalb der Bundesliga zum Konkurrenten nach Dortmund zog – darunter mit Hummels sogar einer aus München. Und auch nicht die drei, die Bayern gern hätte, vielleicht noch holen wird – Stand jetzt allerdings nicht in diesem Sommer. Stattdessen besteht das verpflichtete FCB-Trio bislang aus Fiete Arp, Lucas Hernandez und Benjamin Pavard.

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Und genau das ist es, was vielen Fans, aber inzwischen auch vielen Spielern des deutschen Rekordmeisters ernsthafte Sorgen bereitet – Manuel Neuer lässt grüßen. Zwar beteuerte Bayerns Boss Karl-Heinz Rummenigge heute noch mal, dass zunächst ein erster Stein (also Transfer) einen Dominoeffekt auslösen müsse, und dann auch der FCB zuschlagen würde. Es klang allerdings ein wenig nach dem zuletzt schon bekannten Muster: vertrösten, hinhalten, hoffen.

FC Bayern nicht bereit, die nötigen Gehälter zu zahlen?

Es ist so gar nicht Bayern-like, was sich bisher auf dem Transfermarkt abspielt. Aber vielleicht ist es auch einfach eine bittere Erkenntnis, mit der sich die Verantwortlichen aktuell abfinden müssen: Die ganz großen Namen kommen nicht nach München.

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Vielleicht, weil Bayern nicht bereit ist, ähnliche Gehälter zu zahlen, wie es Real, Barça, PSG oder die Engländer tun. Vielleicht, weil der letzte internationale Titel schon sechs Jahre zurückliegt. Möglicherweise auch, weil Niko Kovac kein Pep Guardiola, Zinédine Zidane, Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel ist. Fakt ist: Sie kommen nicht!

FC Bayern in der aktuellen Lage international nicht konkurrenzfähig

Genauso wenig wie die deutschen Toptalente. Vielleicht, weil sie Angst haben, auf der Bank oder der Tribüne zu versauern. Vielleicht, weil es attraktiver ist, Powerfußball vor der gelben Wand zu zelebrieren als pragmatischen Fußball vor Klatschpappen-Publikum. Möglicherweise auch, weil Niko Kovac kein Lucien Favre ist.

So oder so wird es in den nächsten Wochen nicht leichter für die Bayern. Und mit dem aktuellen Kader sind sie auf höchsten internationalem Niveau schlicht nicht konkurrenzfähig.

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