02. Dezember 2018 / 15:08 Uhr

Klaus Allofs zweifelt an Transferoffensive des FC Bayern: Darum reichen 200 Millionen nicht aus

Klaus Allofs zweifelt an Transferoffensive des FC Bayern: Darum reichen 200 Millionen nicht aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Klaus Allofs war bis Dezember 2016 Manager des VfL Wolfsburg
Klaus Allofs war bis Dezember 2016 Manager des VfL Wolfsburg © imago/Christian Schroedter
Anzeige

Für Klaus Allofs führen die angekündigten Transferausgaben des FC Bayern nicht zwangsläufig zum Erfolg. Der frühere Bundesliga-Manager hält das kolportierte Budget für zu gering und zweifelt an der Strahlkraft der Münchner.

Nach Ansicht von Klaus Allofs wird der FC Bayern bei der für den kommenden Sommer angekündigten Transferoffensive ganz tief in die Tasche greifen müssen. "Die Topstars wollen eine echte Chance haben, die Champions League zu gewinnen. Das liegt im Moment in weiter Ferne beim FC Bayern. Ich glaube auch, dass 200 Millionen, die sich nach ganz, ganz viel Geld anhören, nicht genug sind, um sich die ersten Drei aus dem Regal zu nehmen und zu sagen, ich möchte den und den und den", sagte der frühere Manager von Werder Bremen und des VfL Wolfsburg in der Sky-Sendung "Wontorra - der Fußball-Talk".

Anzeige
Mehr zum FC Bayern

In der Tat dürften die Bayern mit dem zuletzt kolportierten Transferbudget von 200 Millionen Euro Probleme bekommen, alle Baustellen zu schließen. Das Problem: Der Markt ist seit Jahren überhitzt. So hatte die Sport Bild zuletzt berichtet, dass sich beispielsweise Ajax Amsterdam durch die Verkäufe der beiden Nationalspieler Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong, die dem Vernehmen nach im Fokus der Münchner stehen, einen Erlös von insgesamt 150 Millionen Euro verspreche. Rechnet man die 35 Millionen für den Stuttgarter Innenverteidiger Benjamin Pavard, der sich mit dem FC Bayern über einen Wechsel einig sein soll, hinzu, wären 200 Millionen beinahe aufgebraucht.

Hoeneß kündigt Transfers an: 'Werden im großen Stil investieren'

Die Schlussfolgerung von Allofs: "Ein gutes Scouting ist gefragt. Man muss jetzt sehr intelligent einkaufen." Bayern-Präsident Uli Hoeneß betonte bei einem Fanclub-Treffen am Sonntag derweil erneut, dass es eine "sehr, sehr, sehr offensive Transferpolitik" geben werde. Die Kassen seien "gut gefüllt". Gleichzeitig deutete Hoeneß an, dass Franck Ribery und Arjen Robben den Verein im Sommer wohl verlassen werden. Damit dürfte der deutsche Rekordmeister auch auf den offensiven Außenbahnen nach neuen Stars suchen.


Kann Bayern im kommenden Sommer Transfercoups landen? Hier abstimmen!