17. Juli 2019 / 09:43 Uhr

Robert Lewandowski fordert neue Stars für den FC Bayern: "Sonst wird es schwierig"

Robert Lewandowski fordert neue Stars für den FC Bayern: "Sonst wird es schwierig"

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski wünscht sich neue Mitspieler beim FC Bayern.
Robert Lewandowski wünscht sich neue Mitspieler beim FC Bayern. © imago/Jan Huebner
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Stürmer-Star Robert Lewandowski vom FC Bayern hat von seinem Verein vor der neuen Saison dringend weitere Transfers gefordert. Mit dem aktuellen Kader werde es schwierig, um große Titel mitzuspielen, macht der Pole Druck.

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Es ist ein anderer Robert Lewandowski, der einem dieser Tage in Kalifornien auf der US-Audi-Sommertour des FC Bayern München begegnet. Offen, kommunikativ, noch selbstbewusster, noch selbstsicherer. Von Trainer Niko Kovac wurde er bereits letzte Saison mit Thomas Müller zum Vize-Kapitän hinter Manuel Neuer bestimmt. Nach dem Abschied der Führungsspieler Mats Hummels, Franck Ribéry und Arjen Robben, alle altersmäßig in der Ü30-Liga, stieg sein Stellenwert in der Mannschaftshierarchie. Der Mann hat vor dem Testspiel am Donnerstag gegen den FC Arsenal (5 Uhr/So könnt ihr es sehen!) also gut reden – und gut lachen.

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Dass der Vertrag des Mittelstürmers demnächst über 2021 hinaus um zwei weitere Jahre verlängert werden soll, ist nur noch Formsache. „Wir sind in Gesprächen. Wie lange das dauert, weiß ich nicht“, sagte der Pole vor einer öffentlichen Trainingseinheit im „Dignity Health Sports Park“, der Heimstätte des MLS-Teams LA Galaxy in Carson. Lewandowski betonte ganz entspannt: „Aber wir sind auf einem guten Weg. Ich fühle mich sehr wohl in München. Wir müssen noch ein paar Dinge besprechen, es hängt ja nicht nur von mir ab.“ Kleinigkeiten.

Lewandowski will Planungssicherheit: "Bin bald 31"

Nicht nur. Denn Lewandowski will Planungssicherheit. Nicht, was sein Gehalt und seine eigene Zukunft betrifft – die ist safe. „Ich bin bald 31 Jahre alt, aber ich fühle mich nicht wie 31 – eher ein paar Jahre jünger“, sagte Bayerns Mr Body, über den Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagte: „Sein Körper erinnert mich an den von Arnold Schwarzenegger in dessen besten Zeiten.“ An sein Karriereende will Lewandowski noch nicht denken, eher an die unmittelbare Zukunft: die nächsten knapp sieben Wochen bis zum Ende des Transferfensters, das in Deutschland am 2. September schließt. Lewandowski fordert dringend Verstärkungen.

Diese Zu- und Abgänge stehen beim FC Bayern für 2019/20 schon fest

Benjamin Pavard und Lucas Hernández (v. l.) schließen sich zur neuen Saison dem FC Bayern München an. Mats Hummels wiederum wird den Rekordmeister verlassen.  Zur Galerie
Benjamin Pavard und Lucas Hernández (v. l.) schließen sich zur neuen Saison dem FC Bayern München an. Mats Hummels wiederum wird den Rekordmeister verlassen.  ©
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"Es ist nicht optimal, dass wir so wenige Profis im Kader haben"

„Es ist nicht optimal, dass wir so wenige Profis im Kader haben. Ich denke, dass nicht nur ich, sondern alle Spieler auf die Transfers warten“, betonte der Toptorjäger der Bundesliga am Tag vor dem ersten Testspiel in der Vorbereitung gegen den FC Arsenal. Er richtete einen dringenden Appell an Sport- und Transferdirektor Hasan Salihamidzic plus den Vorstand: „Ich hoffe, dass der Vorstand und die Leute, die daran arbeiten, uns als Mannschaft verstärken. Nicht nur mit jungen Spielern, sondern auch mit Spielern, die uns sofort auf Top-Niveau helfen können. Das ist klar unser Wunsch, und ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen passiert.“ Es sei „wichtig für die Konkurrenz im Training und um die Qualität zu steigern“, so Lewandowski. Auf der US-Tour sind lediglich 18 Profis dabei (Zugang Lucas Hernández absolviert seine Reha in München), plus acht A-Jugendliche.

Auch deshalb macht Lewandowski Druck. „Wenn du auf Topniveau spielen willst und daran denkst, alle Titel zu gewinnen, brauchst du auch Verstärkungen.“ Weitere Stars müssen her, denn „sonst wird es schwierig, um große Titel zu spielen“, so Lewandowski, in dessen Augen die Bayern „in den letzten zwei Jahren keine großen Transfers getätigt haben“. Er schob ein „jetzt schon“ hinterher und meinte die französischen Weltmeister Benjamin Pavard und 80-Millionen-Euro-Mann Hernández.

Lewandowski denkt vor allem an die fehlenden Verstärkungen in der Offensive nach dem Abgang der Flügelhelden Ribéry und Robben. Auch James Rodríguez, der nach zwei Jahren Leihe von Real Madrid nicht fest verpflichtet wurde, dürfte dem 30-Jährigen als Vorlagengeber – zumindest an guten Tagen war er das - fehlen. Auch deshalb schlägt Lewandowski Alarm.

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