16. April 2019 / 10:31 Uhr

Uli Hoeneß über Rolle der Bayern-Stars im Nationalteam: "Beim DFB sollten sie Kerzen aufstellen"

Uli Hoeneß über Rolle der Bayern-Stars im Nationalteam: "Beim DFB sollten sie Kerzen aufstellen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß hat sich zur Rolle der Spieler des FC Bayern im DFB-Team geäußert.
Uli Hoeneß hat sich zur Rolle der Spieler des FC Bayern im DFB-Team geäußert.
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Für Uli Hoeneß hängt der Erfolg des DFB-Teams in Zukunft zum großen Teil auch vom Erfolg des FC Bayern ab. Der Klub-Präsident verweist auf die große Anzahl von Spielern des Rekordmeisters im Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Laut Hoeneß spiele der DFB immer dann besonders erfolgeich, "wenn der FC Bayern genügend Spieler liefert".

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Für Uli Hoeneß ist der FC Bayern München der Motor beim Neuaufbau einer wieder titelfähigen Nationalmannschaft. "Beim DFB in Frankfurt sollten sie einige Kerzen aufstellen, dass der FC Bayern für neue Erfolge genug Spieler parat hat", sagt der Vereinspräsident im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Als Beleg für die Bedeutung des deutschen Rekordmeisters für die DFB-Auswahl führt der Weltmeister von 1974 neben früheren WM-Teams den jüngst geglückten Start in die Qualifikation für die EM 2020 an. "Beim tollen 3:2 im Länderspiel in den Niederlanden standen fünf Bayern-Spieler in der Startelf, darunter nur der ältere Manuel Neuer sowie vier Junge: Joshua Kimmich, Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry, alle Jahrgang 1995. Kein anderer Verein stellte mehr als einen Spieler", betont Hoeneß.

Ausgerechnet dem Verein, dem vorgeworfen worden sei, den personellen Umbruch nicht geschafft zu haben, erfreue nach dem WM-Desaster 2018 in Russland am meisten beim Neuaufbau der Nationalmannschaft, hält der 67-Jährige fest. Vor den ersten Länderspielen des Jahres hatte Bundestrainer Joachim Löw zudem die drei langjährigen Bayern-Profis Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller aussortiert.

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Hoeneß: DFB-Team immer dann erfolgreich, wenn der FC Bayern liefert

"Die Nationalmannschaft hat immer dann ihre erfolgreichsten Phasen, wenn der FC Bayern genügend Spieler liefert", meint Hoeneß: "Ich denke an die WM-Titel 1974 und 2014, auch 1990 hatte der Kern eine prägende Vergangenheit bei uns. Wir sind gerade dabei, wieder zu liefern." Als mögliche Zugänge des FC Bayern werden kurz- oder mittelfristig weitere Nationalspieler wie Timo Werner (23) von RB Leipzig oder der Leverkusener Kai Havertz (19) gehandelt.

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Oliver Kahn soll im Januar 2020 loslegen

Um die Zukunft des FC Bayern noch erfolgreicher zu gestalten, soll Ex-Profi Oliver Kahn eine führende Rolle beim Klub übernehmen. "Es ist derzeit vorgesehen, dass es am 1. Januar 2020 losgeht", verrät Hoeneß. "Wir sind in sehr konkreten Gesprächen mit Oliver", ergänzt der 67 Jahre alte Aufsichtsratschef. Der frühere Bayern-Kapitän Kahn (49) ist Hoeneß' Wunschlösung für die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge (63). "Wir sind aber nicht unter Zeitdruck, weil Karl-Heinz seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender bis Ende 2021 verlängert hat", erklärt Hoeneß. Rummenigge will nach dann knapp 20 Jahren an der Spitze des Vorstandes aufhören. Kahn soll zuvor erprobt und von Amtsinhaber Rummenigge eingearbeitet werden.

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Hoeneß hält Kahn für qualifiziert für den anspruchsvollen Job an der Spitze der FC Bayern München AG. "Mir gefällt Olivers Entwicklung nach der Spieler-Karriere. Er hat sich als Experte im Fernsehen fantastisch entwickelt, ein Fernstudium in Betriebswirtschaft gemacht und eine Firma gegründet. Wir haben hier jemanden, der den Fußball als Torwart auf allerhöchstem Niveau erlebt hat und zugleich in der Lage ist, im wirtschaftlichen Bereich seinen Mann zu stehen. Das reizt uns so", begründet der Präsident und langjährige Manager.

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