12. Mai 2019 / 23:23 Uhr

Nach Hoeneß-Attacke gegen Videobeweis: Jetzt kontert der Schiedsrichter-Boss

Nach Hoeneß-Attacke gegen Videobeweis: Jetzt kontert der Schiedsrichter-Boss

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter-Boss Jochen Drees (r.) hat die Verbalattacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß gekontert.
Schiedsrichter-Boss Jochen Drees (r.) hat die Verbalattacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß gekontert. © Getty / imago images / Martin Hoffmann
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Der FC Bayern München ist nach dem 0:0 gegen Leipzig noch nicht Deutscher Meister. Das lag auch an einer Abseits-Entscheidung, gegen die Präsident Uli Hoeneß nach der Partie heftig wetterte. Nun hat der Chef der deutschen Schiedsrichter, Jochen Drees, die Attacke des FCB-Chefs gekontert.

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Uli Hoeneß polterte, tobte und beklagte sich wütend, weil Schiedsrichter Manuel Gräfe das Tor des FC Bayern München gegen RB Leipzig (0:0) nicht anerkannt hatte. Beim Treffer von Leon Goretzka stand Robert Lewandowski nach Lesart des Videoassistenten im Abseits. Bayerns Präsident hatte trotzdem eine andere Meinung, grollte im Gespräch mit Reportern nach dem Spiel und sagte: "Die Entscheidung war der Witz des Jahres, weil es keine klare Fehlentscheidung war." Die kalibrierte Linie hatte dabei eindeutig bestätigt, dass es sich um eine Abseitsposition handelte.

Diese Entscheidung des Videoschiedsrichters vermieste dem FCB die vorzeitige Meisterfeier, denn bei einem Sieg in Leipzig wäre dem Rekordmeister der 29. Bundesliga-Titel (und der siebte in Serie nicht mehr zu nehmen gewesen. Das schmeckte Hoeneß natürlich gar nicht.

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Hoeneß war nach FCB-Remis in Leipzig in Angriffslaune

Nun muss München am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt punkten - und Hoeneß ob seiner Verbalattacke mit einem Konter leben. Denn der Chef der DFB-Schiedsrichter Hoeneß gibt dem Präsident klar contra. "Ich muss Herrn Hoeneß widersprechen", sagte Jochen Drees der Bild. "Denn bei der Frage 'Abseits oder nicht?' gibt es keinen Ermessensspielraum. Abseits ist faktisch, da gibt es nur Schwarz oder Weiß."

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Im Fall von Lewandowski ist für Drees klar, das der Pole im Abseits stand. Für diese Fälle gebe es nämlich hochauflösende Kameras. "Da alle Kamera synchronisiert sind, lassen sich sowohl genau der Moment des Abspielimpulses in dem einen Bild auch auch das Standbild der Spieler, die der Torlinie am nöchsten sind, in einem anderen Bild parallel festhalten. Abschließend wird nach einem standardisierten Vorgehen die kalibrierte Linie angelegt."

Lachen konnte Hoeneß über den "Witz des Jahres" übrigens nicht. Vor dem abfahrbereiten Mannschaftsbus war Hoeneß in den Katakomben der Leipziger Arena in Angriffslaune. „Ihr wolltet doch alle eine spannende Bundesligasaison, jetzt habt ihr sie“, sagte er zu den Reportern. Das sei doch wunderbar.

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