31. Oktober 2019 / 16:46 Uhr

FC Bayern: Uli Hoeneß verrät Detail über Nachfolger Kahn und Hainer: "... dann hätte ich noch einmal kandidiert"

FC Bayern: Uli Hoeneß verrät Detail über Nachfolger Kahn und Hainer: "... dann hätte ich noch einmal kandidiert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich über Details zu den neuen FCB-Führungskräften Oliver Kahn und Herbert Hainer geäußert.
FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich über Details zu den neuen FCB-Führungskräften Oliver Kahn und Herbert Hainer geäußert. © dpa
Anzeige

Eine Ära beim FC Bayern München endet am 15. November: Uli Hoeneß wird bei der Jahreshauptversammlung des FCB nicht noch einmal als Präsident kandidieren. Im Gespräch mit dem Vereinsmagazin "51" erklärt er, warum er von einer glänzenden Zukunft der Bayern auch ohne ihn in führender Position überzeugt ist.

Uli Hoeneß steht kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Präsident des FC Bayern München. Der 67-Jährige, der 40 Jahre die Machtposition beim FC Bayern inne hatte, wird auf der Mitgliederversammlung des FCB am 15. November nicht mehr als Präsident kandidieren. Zudem möchte er den Vorsitz des Aufsichtsrates anschließend an den langjährigen Adidas-Boss Herbert Hainer (65) abgeben, der auch sein Nachfolger im höchsten Amt des Rekordmeisters werden soll. Ex-Bayern-Kapitän Oliver Kahn ist zudem designierter Vorstands-Boss. Im Abschieds-Interview mit dem Vereinsmagazin 51 hat Hoeneß nun verdeutlicht, wie sehr er von seinen Nachfolgern überzeugt ist.

Anzeige

Die Karriere von Uli Hoeneß beim FC Bayern in Bildern

Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern.
Zur Galerie
Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern. ©

Uli Hoeneß über Amt des Präsidenten beim FC Bayern: Das hätte passieren müssen, damit er erneut kandidiert

Der scheidende Bayern-Präsident Hoeneß verriet gegenüber dem Magazin: "Wenn ich von Hainer und Kahn nicht völlig überzeugt wäre, hätte ich noch einmal kandidiert." Ganz verlassen will der ehemalige Bayern-Manager und Weltklasse-Spieler Hoeneß den Klub aber nicht - und als einfaches Mitglied im Aufsichtsrat bleiben. Bis zum November 2023 gilt sein Mandat.

Mehr vom SPORTBUZZER

Seine auserkorenen Nachfolger Hainer und den designierten Vorstandschef Kahn (nach dem 31. Dezember 2021 voraussichtlich Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge) will Hoeneß zudem nicht als Vertraute zum eigenen Machterhalt verstanden wissen. "Das behaupten nur Menschen, die hinter jedem Busch einen Feind sehen. So ticke ich nicht. Ich habe Leute ausgesucht, denen ich diese Aufgabe zutraue", sagte der Bayern-Boss.

Niko Kovac zu Uli Hoeneß: "Eine Ikone dieses Klubs"

Uli Hoeneß: Klare Vorgabe an Bayern-Nachfolger Kahn und Hainer

Hoeneß gab den kommenden neuen Führungskräften des FCB auch direkt eine Ziel-Vorgabe mit auf den Weg: "Ohne mich sähe dieser FC Bayern anders aus. Wenn meine Nachfolger das ähnlich hinbekommen, könnten doch alle recht glücklich sein." Er selbst sei später als einfaches Aufsichtsratsmitglied "nicht so ehrgeizig, dem Verein jetzt weiter meinen Stempel aufzudrücken". Er wolle mehr Berater sein: "Meine Stärke war immer, dass ich nie von mir dachte, alles besser zu wissen. Sondern dass ich an jeder Hand Leute hatte, die ich um Rat fragen konnte, die mich korrigiert haben, die mir was sagen durften. Und so eine Ratgeberfigur möchte ich jetzt für die anderen werden."

Den FC Bayern sieht Hoeneß schon jetzt gut für die Zukunft aufgestellt. Von Sponsoren höre er immer, "dass es zum FC Bayern keine Alternative gibt". Zudem gebe es "weltweit kaum einen Verein, der so wie wir auf der Geldanlage-Seite geführt wird. Viele Klubs steuern stattdessen darauf zu, einen Schuldenberg jenseits einer Milliarde Euro anzuhäufen. Die wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben".

50 ehemalige Bayern-Spieler und was aus ihnen wurde

Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. Zur Galerie
Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. ©

Uli Hoeneß blickt mit Sorge Richtung deutsche Nationalmannschaft

In die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft blickt Hoeneß, der im September wegen des Torwart-Streits zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen noch mit einem DFB-Boykott gedroht hatte, mit Sorge: "Die Entwicklung der DFB-Auswahl stimmt mich bedenklicher. Da hat man das Gefühl, das Interesse ebbt ab, und da sollten sich einige fragen, ob sie das richtige Konzept haben, ob man da nicht manchmal den Fußball am Menschen vorbei inszeniert", warnte der scheidende Bayern-Boss.


Hier abstimmen: Was denkst du über den Rückzug von Uli Hoeneß beim FC Bayern?

Mehr anzeigen