24. Juli 2019 / 06:16 Uhr

Bericht: Uli Hoeneß zieht sich beim FC Bayern zurück - noch in diesem Jahr

Bericht: Uli Hoeneß zieht sich beim FC Bayern zurück - noch in diesem Jahr

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß zieht sich noch in diesem Jahr aus der Klubführung des FC Bayern zurück.
Uli Hoeneß zieht sich noch in diesem Jahr aus der Klubführung des FC Bayern zurück. © dpa
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Knaller in der Bundesliga! Nach Informationen der "Bild" wird sich Uli Hoeneß aus der Vereinsführung des FC Bayern München zurückziehen. Geplant ist der unerwartete Schritt bereits für den November 2019.

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Diese Nachricht für die Bundesliga trotz einiger Andeutungen überraschend: Nach Informationen der Bild zieht sich Uli Hoeneß noch in diesem Jahr aus der Klubführung des FC Bayern München zurück. Ein Vereinssprecher wollte sich während der USA-Reise des Deutschen Meisters dazu nicht äußern. "Von unserer Seite gibt es dazu keinen Kommentar", sagte Mediendirektor Stefan Mennerich auf dpa-Nachfrage.

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Der 67-Jährige hat den Klub in den vergangenen Jahren als Spieler, Manager und Präsident wie kein Zweiter geprägt. So sehr, dass viele Fans sich den Klub ohne den oft exzentrischen Bayern-Boss, der schon mit 27 Jahren Manager des FCB wurde, kaum vorstellen können. Und doch: Hoeneß hat im Hintergrund seinen Abschied vorbereitet. Wie die Bild meldet, plant der Präsident, sich bei der Jahreshauptversammlung im November nicht erneut zur Wiederwahl als Präsident zu stellen. Auch sein Amt als Aufsichtsratschef will Hoeneß aufgeben. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nur wenige Stunden zuvor hatte der 63-Jährige bei einer Pressekonferenz die USA-Reise noch als „rundeste, interessanteste und erfolgreichste Tour“ im Sommer gelobt.

Ex-Adidas-Chef Hainer soll Hoeneß-Nachfolger werden

Seinen Nachfolger hat Hoeneß demnach schon gefunden: Herbert Hainer soll den Platz des gebürtigen Ulmers einnehmen, der ehemalige Adidas-Chef ist im Aufsichtsrat des FCB sein Stellvertreter. Hoeneß möchte ihn als neuen Präsidenten und Aufsichtsratschef vorschlagen. Im Kontrollgremium hatte Hoeneß eigentlich ein noch bis 2022 gültiges Mandat. Dennoch hatte Hoeneß in diesem Jahr bereits mit seinem frühzeitigen Abschied kokettiert. „Falls ich aufhören sollte, habe ich den einen oder anderen im Auge, der das vielleicht machen kann“, sagte er im März. Dieser Schritt wird nun offenbar Realität.

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Sein designierter Nachfolger Hainer arbeitete von 2001 bis 2016 als Chef von Bayern-Partner Adidas und ist neben seiner Tätigkeit beim FC Bayern Mitgiled des Kuratoriums der Bundesliga-Stiftung. Pikant: Der 65-Jährige hat einen Bruder, der von 1989 bis 1992 ausgerechnet beim FCB-Stadtrivalen TSV 1860 spielte...

Wird der Plan in die Tat umgesetzt, dann verlässt Hoeneß die FCB-Führung sogar noch vor Karl-Heinz Rummenigge. Dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft Ende 2021 aus, dann soll Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn den ehemaligen Stürmer ersetzen. "Man muss auch bereit sein, irgendwann loszulassen. Ich möchte nicht zum Friedhof der Kuscheltiere gehören", erklärte Rummenigge dazu.

Hoeneß-Rückzug beim FC Bayern: Was sind die Gründe?

Über die Gründe von Hoeneß' Rückzug kann zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden. Hoeneß schweigt bisher. Offenbar haben der starke Gegenwind von der Basis auf der vergangenen Jahreshauptversammlung und die Verwerfungen nach der kontroversen Medienschelte der Münchner Bosse im vergangenen Herbst Hoeneß aber zugesetzt. Damals hatten Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit den Medien abgerechnet und auch zahlreiche TV-Experten nicht verschont.

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Auf der Jahreshauptversammlung gab es von den Fans anschließend Contra für Hoeneß, der den Posten des Präsidenten nach einer Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung Ende 2016 wieder aufgenommen hatte. "Früher wollte ich sein wie Uli Hoeneß, jetzt bin ich mir nicht mir sicher", sagte ein Vereins-Mitglied auf dem Podium,

Hoeneß hörte zu. Das Mitglied zählte die Wortwahl von Hoeneß auf ("Scheißdreck"), warf Hoeneß falschen Umgang mit Ehrenspielführern vor. Vehement kritisierte er Hoeneß für den Umgang mit Paul Breitner, den Hoeneß zuvor scharf attackiert und von der Ehrentribüne der Münchner verbannt hatte. Mit seinem einstigen besten Freund hat Hoeneß längst gebrochen.

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