19. Juli 2020 / 14:15 Uhr

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß: "Die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist"

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß: "Die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß hat sich kritisch über die Ultras in Deutschland geäußert.
Uli Hoeneß hat sich kritisch über die Ultras in Deutschland geäußert. © imago images/Sven Simon
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Uli Hoeneß hat sich mit deutlichen Worten an die Ultras gerichtet und die Fangruppierungen zu mehr Rückhaltung gemahnt. Zudem sprach der Ehrenpräsident des FC Bayern am Sonntag über die etwaige Rückkehr von Zuschauern in die Bundesliga-Stadien.

Nach Karl-Heinz Rummenigge hat auch Uli Hoeneß deutliche Kritik an den Ultra-Gruppierungen in Deutschland geübt. "Es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürften", sagte der einstige Manager und Präsident des FC Bayern in der Sendung "Sonntags-Stammtisch" des BR. Dabei scheint Hoeneß mit Blick auf einzelne Fangruppierungen der Münchner noch immer über die Geschehnisse Ende Februar erzürnt.

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Beim Bundesliga-Gastspiel der Bayern bei der TSG Hoffenheim waren im Fanblock des deutschen Rekordmeisters Banner ausgerollt worden, auf denen TSG-Mäzen Dietmar Hopp beleidigt wurde. Beide Teams stellten daraufhin das Spielen ein und brachten die Partie teilnahmslos zu Ende. "Wenn es Vorfälle gibt wie in Hoffenheim, als Dietmar Hopp aufs Übelste beschimpft wurde, dann brauchen sie (die Ultras, d. Red.) sich nicht wundern, dass der Verein und die Verantwortlichen dagegen Maßnahmen ergreifen", sagte Hoeneß am Sonntag.

Hoeneß richtet deutliche Worte an Ultras

Der ehemalige Klubchef weiter: "Ich bin immer für Kooperationen. Aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist." Hoeneß stärkte seine harten Worte in Richtung der Ultras in der Folge weiter. Als es in der Sendung um Geisterspiel und deren Ablehnung innerhalb einiger Fangruppen ging, sagte der 68-Jährige: "Damit haben sie für mich beweisen, dass es ihnen gar nicht so sehr um den Verein geht, sondern um sich selbst und darum, sich selbst darzustellen. Denn: Die Existenz - nicht die des FC Bayern - aber von kleineren Vereinen hing davon ab, ob die Spiele übertragen werden." Wenn man auf Geisterspiele verzichtet hätte, würde es einige Vereine im Profi-Fußball "nicht mehr geben".

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Unabhängig von derartigen wirtschaftlichen Erwägungen betonte Hoeneß aber auch, dass Partien ohne Zuschauer keine Dauerlösung sein könne. Er wünsche sich, dass die Fans bald auf die Tribünen zurückkehren können. Angesichts der Gefahren durch die Corona-Pandemie stellte der einstige Top-Funktionär aber auch klar: "Die Gesundheit der Bürger ist oberstes Gebot." Man dürfe "kein Risiko" eingehen.

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