29. Oktober 2019 / 21:52 Uhr

Serge Gnabry und Thomas Müller retten FC Bayern: Pokal-Blamage beim VfL Bochum abgewendet

Serge Gnabry und Thomas Müller retten FC Bayern: Pokal-Blamage beim VfL Bochum abgewendet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nochmal gut gegangen: Torschütze Serge Gnabry und Co. führten den FC Bayern zu einem glücklichen Sieg in Bochum.
Nochmal gut gegangen: Torschütze Serge Gnabry und Co. führten den FC Bayern zu einem glücklichen Sieg in Bochum. © David Inderlied/dpa
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Der FC Bayern hat mit großer Mühe das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der Titelverteidiger brauchte lange, um beim VfL Bochum in die Spur zu finden. Dann trafen Serge Gnabry und Thomas Müller. 

Zwei späte Tore durch Serge Gnabry (83.) und Thomas Müller (89.) haben die FC Bayern vor einem blamablen Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal bewahrt. Der Titelverteidiger, der letztmals vor 19 Jahren nicht mindestens das Viertelfinale des Wettbewerbs erreichte, quälte sich beim Zweitligisten VfL Bochum zu einem 2:1 (0:1). Alle Tore des Spiels erzielten die Münchner selbst - den ersten Treffer allerdings unfreiwillig: Youngster Alphonso Davies lenkte eine scharfe Hereingabe ins eigene Netz (36.). Ein Geschenk, dass die seit fünf Punktspielen sieglosen Platzherren nur zu gern annahmen.

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Erst in den letzten Minuten konnten Thomas Müller und Co. ein Pokal-Aus in Bochum verhindern. Der SPORTBUZZER hat den FC Bayern in der Einzelkritik bewertet. Zur Galerie
Erst in den letzten Minuten konnten Thomas Müller und Co. ein Pokal-Aus in Bochum verhindern. Der SPORTBUZZER hat den FC Bayern in der Einzelkritik bewertet. ©

Bayern-Trainer Niko Kovac hatte bei seiner Aufstellung mächtig gezockt und auf Rotation gesetzt. So blieben in Top-Torjäger Robert Lewandowski sowie Philippe Coutinho und Müller drei Top-Stars zunächst auf der Bank. Ohne das Trio brachte die Münchner im ersten Abschnitt kaum gelungene Offensivaktionen zu Stande. Dies änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nur unwesentlich - bis Gnabry und Müller doch noch für die Erlösung sorgten. Kurz vor dem Siegtreffer hatte der Bochumer Armel Bella Kotchap nach einem Foul an Lewandowski die Rote Karte gesehen (88.).

Kovac hatte Lewandowski, Coutinho und Müller nach der Pause nacheinander in die Partie gebracht und damit am Ende auch den Sieg eingewechselt. Der Weg dorthin war allerdings steinig. Denn: Beim Tabellen-16. der 2. Liga schien die heftige Kabinen-Ansprache von Sport-Geschäftsführer Sebastian Schiendzielorz zwei Tage zuvor gewirkt zu haben. Der VfL zeigte ein völlig anderes Gesicht als bei den mageren Vorstellungen zuletzt gegen Karlsruhe und in Kiel.

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Schon nach wenigen Sekunden hätte Simon Zoller Bochum in Führung schießen können, verzog aber aus gut 13 Metern. Ein Schuss von Danny Blum (5.) war kein Problem für Nationalkeeper Manuel Neuer. Es dauerte erstaunlich lange, bis der Favorit die Partie besser in den Griff bekam und kontrollierte. Doch die Abschlüsse von Kingsley Coman (15.), Tolisso (16.) und Davies (27.) waren zu harmlos.

Stattdessen brach plötzlich Riesenjubel im Ruhrstadion aus, als sich Blum auf der linken Seite gegen Joshua Kimmich durchsetzte und scharf nach innen passte, wo Davies den Ball unbedrängt über die eigene Torlinie lenkte. Der VfL rettete mit großem Einsatz die überraschende 1:0-Führung in die Pause, auch weil Gnabry (43.) frei vor Bochums Schlussmann Manuel Riemann vergab. "Wollen wir nicht drüber reden", kommentierte der scheidende Bayern-Präsident Uli Hoeneß zur Pause.

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Der Berliner AK fegt Hoffenheim im Jahr 2012 mit 4:0 vom Platz, Vestenbergsgreuth besiegt 1994 den deutschen Meister FC Bayern um Torwart Oliver Kahn mit 1:0. Der SPORTBUZZER zeigt die größten Sensationen in der Geschichte des DFB-Pokals. ©

Kovac reagierte und brachte Lewandowski für Ivan Perisic und später Coutinho für Goretzka (57.) und Müller für Tolisso (64.). Am fahrigen und uninspirierten Auftritt der Münchner änderte dies jedoch zunächst wenig. Die Bochumer gingen aggressiv, zweikampfstark und hochmotiviert ihrer Arbeit nach. Lewandowski vergab nach einer Flanke von Coman per Kopf die große Chance zum Ausgleich (69.) - dann schlugen Gnabry und der eingewechselte Müller doch noch zu.