21. Dezember 2019 / 17:51 Uhr

Bayern brauchen 85 Minuten um VfL Wolfsburg in die Knie zu zwingen

Bayern brauchen 85 Minuten um VfL Wolfsburg in die Knie zu zwingen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 21.12.2019: Maximilian Arnold und Robert Lewandowski im Zweikampf.
21.12.2019: Maximilian Arnold und Robert Lewandowski im Zweikampf. © imago images/MIS
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Schwieriger hätte die Aufgabe kaum sein können: Der VfL Wolfsburg gastierte im letzten Spiel des Jahres beim FC Bayern München. Lange konnten die Wölfe auch Mithalten und hattten sogar ein bis zwei gute Chancen. Am Ende siegte aber die offensive Qualität der Bayern.

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Tor-Youngster Joshua Zirkzee hat den FC Bayern auch zum Jahresabschluss wieder gerettet. Der 18 Jahre alte Niederländer avancierte am Samstag beim 2:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg mit seinem Joker-Tor in der 85. Minute erneut zum Münchner Matchwinner. Erst am Mittwoch hatte der Nachwuchsspieler beim 3:1 in Freiburg in der Nachspielzeit bei seiner ersten Ballberührung zum 2:1 getroffen.

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Herausragender Koen Casteels

Auch da hatte ihn Trainer Hansi Flick kurz vor Schluss für Topstar Philippe Coutinho eingewechselt. Und wie in Freiburg legte Nationalspieler Serge Gnabry anschließend noch ein Tor nach (89.). Der Bayern-Tank schien bis zum späten Doppelschlag leer. Dann aber legte Thomas Müller erst Zirkzee den Ball auf - und kurz danach Robert Lewandowski beim 2:0 Gnabry. Beide Male war auch der bis dahin herausragend haltende Koen Casteels im VfL-Tor machtlos.

Die Wölfe in Noten: So waren die Profis des VfL Wolfsburg bei Bayern München in Form:

Koen Casteels: Der Torhüter erwischte einen Sahnetag, zeichnete sich immer wieder aus, parierte auch schwierige Bälle wie einen Freistoß von David Alaba oder einen Abschluss von Serge Gnabry aus spitzem Winkel. Nach der Pause fischte er einen Coutinho-Schuss bärenstark aus dem Winkel. Bei Abstößen ließ es er sich meist lange Zeit und zog sich damit den Unmut der Bayern-Fans zu. Bei beiden Gegentoren machtlos - Note: 2
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Koen Casteels: Der Torhüter erwischte einen Sahnetag, zeichnete sich immer wieder aus, parierte auch schwierige Bälle wie einen Freistoß von David Alaba oder einen Abschluss von Serge Gnabry aus spitzem Winkel. Nach der Pause fischte er einen Coutinho-Schuss bärenstark aus dem Winkel. Bei Abstößen ließ es er sich meist lange Zeit und zog sich damit den Unmut der Bayern-Fans zu. Bei beiden Gegentoren machtlos - Note: 2 ©

Der deutsche Dauermeister beendete seine schwächste Hinrunde in der Fußball-Bundesliga der Saison 2010/11 mit 33 Punkten, vier Zähler hinter Platz eins. Flick erreichte damit sein Ziel von drei Siegen in der abschließenden englischen Fußball-Woche. Es wird erwartet, dass die Bayern-Bosse an dem 54-Jährigen bis zum Saisonende als Chefcoach festhalten werden. Diese Entscheidung soll zeitnah fallen. Die lange wehrhaften Wolfsburger kassierten beim 23. sieglosen Gastspiel in München die 21. Niederlage.

Bayern größtenteils überlegen

Beide Mannschaften gingen personell ausgezehrt in die letzte Partie des Kalenderjahres. Und es entwickelte sich bei nasskaltem Wetter ein zähes Fußballspiel. Die Bayern entwickelten nie konstant Druck. Wenn es gefährlich wurde, war Wolfsburgs Torwart zur Stelle: Casteels parierte einen Kopfball von Ivan Perisic (12.), einen Freistoß von David Alaba ab (23.) und auch an einen Schuss aus spitzem Winkel von Gnabry (23.). Dazu schoss Coutinho, der dem Münchner Offensivspiel nur sporadisch Impulse geben konnte, nach einem Angriff über Thomas Müller über das VfL-Tor (42.).

Mehrere Großchancen für den VfL Wolfsburg

Die Gäste aus Niedersachsen begannen ohne ihre gesundheitlich angeschlagenen Angreifer Wout Weghorst und Daniel Ginzcek. Das von Trainer Oliver Glasner gut eingestellte VfL-Team kam aber trotzdem zu guten Offensivaktionen. Felix Klaus war dabei ein Aktivposten, auch wenn er bei der größten Chance der ersten Hälfte - freigespielt von Xaver Schlager - an Nationaltorhüter Manuel Neuer scheiterte (16.).

Maximilian Arnold verfehlte das Münchner Tor zudem aus 18 Metern (42.). Der Wolfsburger Mittelfeldspieler bot dann ein Beispiel an Fair Play, als er eine Ecke freiwillig ins Aus schoss. Zuvor hatte sich Bayerns Innenverteidiger Javi Martínez bei einem Laufduell am Oberschenkel verletzt und den Ball über die Torauslinie befördert.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und VfL Wolfsburg am 21.12.2019.

21.12.2019: Münchens Javi Martinez und Benjamin Pavard kämpft mit Wolfsburgs Felix Klaus um den Ball Zur Galerie
21.12.2019: Münchens Javi Martinez und Benjamin Pavard kämpft mit Wolfsburgs Felix Klaus um den Ball ©

Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng - Flicks letzte Profi-Option unter den Ersatzspielern auf der Bayern-Bank - kam für Martínez. Wolfsburgs Joao Victor rutschte gleich nach der Pause vor Neuers Tor knapp an einer flachen Hereingabe vorbei. Spritzigkeit und Leichtigkeit fehlten bei den Bayern - und in den lichten Momenten war Casteels da: Coutinhos Schuss parierte er klasse (53.). Mit großer Moral und dank Joker Zirkzee feierten die Münchner doch noch ein Happy End 2019.