06. April 2022 / 23:56 Uhr

FC Bayern trotz "Harakiri"-Auftritt gegen den FC Villarreal nicht beunruhigt: "Da sind wir zu erfahren"

FC Bayern trotz "Harakiri"-Auftritt gegen den FC Villarreal nicht beunruhigt: "Da sind wir zu erfahren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller hat sich nach der Niederlage in Villarreal kämpferisch gegeben.
Thomas Müller hat sich nach der Niederlage in Villarreal kämpferisch gegeben. © IMAGO/kolbert-press
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Nach der überraschenden Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Villarreal, waren die Spieler des FC Bayern bemüht, den Fokus schnell auf das Rückspiel am kommenden Dienstag zu legen. Mit der gezeigten Leistung war dennoch niemand zufrieden. 

Das Beste am Mittwochabend war aus Bayern-Sicht noch die Höhe der Niederlage. "Am Ende des Tages müssen wir so ehrlich sein und sagen, dass wir mit dem 0:1 noch gut bedient sind", resümierte Joshua Kimmich nach der Hinspiel-Niederlage im Viertelfinale der Champions League beim FC Villarreal am DAZN-Mikro und versuchte, den Blick schnell nach vorne zu richten: "Das einzig Gute ist, dass wir noch ein Spiel haben und ich bin mir sicher, dass wir da ein anderes Gesicht zeigen."

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Dem pflichtete Mitspieler Thomas Müller bei, der wegen der Pleite nicht den Teufel an die Wand malen wollte: "Wir sind jetzt nicht hier dazu da um zu lamentieren und unser Spiel zu zerpflücken. Wir wissen das schon einzuschätzen. Das war in allen Belangen heute nicht das, was wir zeigen wollen. Aber da sind wir zu erfahren. Wir haben nächste Woche ein Heimspiel. Wir sind jetzt mit 0:1 in Rückstand, es ist die Hälfte gespielt. Und wir werden uns jetzt aufrappeln, dann werden wir schauen, dass wir am Wochenende das Bundesliga-Spiel gewinnen und dann geht es nächsten Dienstag weiter. Da wissen wir schon, was zu tun ist."

Dennoch gab der am Mittwochabend wirkungslose Offensivspieler (SPORTBUZZER-Note 5) zu: "Man hat gesehen, dass es ist nicht der Gegner ist, über den man so einfach und locker drüber spazieren kann, wie es im Vorfeld in den Medien vielleicht spekuliert wurde." Er und seine Mitspieler haben nicht "das Spiel abliefern können was wir wollten." Bei der Fehleranalyse gab Müller sich selbstkritisch. Die Offensive habe die gewohnte Power vermissen lassen und keine Chancen kreiert. "In der zweiten Halbzeit sind wir mir Wut im Bauch angelaufen, da wurde es aber auch ein bisschen wild. Ich würde sagen, das 1:0 neben wir tatsächlich jetzt so mit. Es hätte auch höher ausgehen können, wenn es blöd läuft. Man muss dem Gegner Respekt zollen."

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Vor allem die Unordnung in der zweiten Halbzeit ärgerte Spieler und Julian Nagelsmann. "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr wenig Power gehabt. In der zweiten Halbzeit war das Spiel total wild, wir haben ein bisschen die Kontrolle aufgegeben, weil wir unbedingt ein Tor schießen wollten, hätten aber auch noch zwei kriegen können. Wir hatten keine hundertprozentige Torchance. Das war heute kein gutes Spiel von uns", meinte der Trainer.

Der Coach lobte den Gegner als "typische spanische Mannschaft, die zocken kann" und zeigte sich ein wenig überrascht von der guten Taktik der Spanier: "Die Idee war schon, dass wir deutlich mehr Ballbesitz haben, dass wir viel mehr über die Flügel anspielen und das Spiel verlagern." Das hat in der ersten Hälfte nachweislich gar nicht funktioniert. "Das wollten wir besser machen in der zweiten", so Nagelsmann, aber "irgendwann wurde es ein bisschen Harakiri, hatten leichte Ballverluste. Einzelne Spieler hatten zu lange Ballhaltezeiten."

Den Bayern war anzumerken, dass man den Mittwochabend möglichst schnell abhaken und den Fokus auf das Rückspiel in der Allianz Arena legen wollte. "Wir haben heute nicht gegen einen übermächtigen Gegner gespielt und trotzdem haben wir sie stark gemacht. Wir konnten unsere Qualität überhaupt nicht zeigen", so Kimmich.