18. Dezember 2019 / 23:43 Uhr

FC Bayern feiert Matchwinner Joshua Zirkzee nach Blitz-Tor in Freiburg - Flick: "Entwicklung ist bemerkenswert"

FC Bayern feiert Matchwinner Joshua Zirkzee nach Blitz-Tor in Freiburg - Flick: "Entwicklung ist bemerkenswert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joshua Zirkzee (kl. Foto) hat den FC Bayern in Freiburg spät zum Sieg geschossen - und wurde anschließend von seinen Teamkollegen fast erdrückt.
Joshua Zirkzee (kl. Foto) hat den FC Bayern in Freiburg spät zum Sieg geschossen - und wurde anschließend von seinen Teamkollegen fast erdrückt. © Getty/dpa
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Nur 104 Sekunden nach seiner Auswechslung schoss der erst 18-jährige Joshua Zirkzee den FC Bayern zum Sieg beim SC Freiburg - als schon die Nachspielzeit lief. Der FCB-Erfolg war glücklich, dem Rekordmeister war es egal. Anschließend half Trainer Hansi Flick bei der Beantwortung einer Frage, die sich viele Fans stellten: Wer ist eigentlich Joshua Zirkzee?

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104 Sekunden stand Joshua Zirkzee auf dem Platz, als ihm ein Zuspiel von Serge Gnabry vor den Fuß fiel. Und der Holländer zögerte nicht, schloss wuchtig per Aufsetzer ab und sicherte dem FC Bayern München in der Nachspielzeit den (schmeichelhaften) Sieg beim SC Freiburg. Drei Minuten später legte Gnabry noch das 3:1 zum Endstand nach. Das verblasste jedoch im Vergleich zu dem ersten Tor im ersten Bundesliga-Spiel des erst 18-jährigen Zirkzee, der beim Torjubel von seinen Teamkollegen kaum einzufangen war und sich nach dem Spiel sofort für ein Selfie in Pose warf.

Keine zwei Minuten vor seinem goldenen Moment war der junge Stürmer von Trainer Hansi Flick eingewechselt worden. Warum? "Ich habe gedacht, wenn noch eine Flanke reinkommt, dann kann er die reinmachen", sagte Flick. Oder aber die Flanken vor dem eigenen Tor wegköpfen - denn die Freiburger waren dem 2:1 in der Schlussphase näher als der FCB. "Wenn man gesehen hat, wie die Angriffe auf unser Tor dann gerollt sind - das haben wir mit Glück überstanden. Das Glück haben wir am Ende auch erzwungen", erklärte Flick den schmeichelhaften Ausgang des Spiels, nach dem der Rekordmeister nun vier Punkte Rückstand auf RB Leipzig hat.

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Der FC Bayern hat sich in der Nachspielzeit drei wichtige Punkte beim SC Freiburg gesichert. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, wie die Münchner Profis in Form waren. Zur Galerie
Der FC Bayern hat sich in der Nachspielzeit drei wichtige Punkte beim SC Freiburg gesichert. Der SPORTBUZZER zeigt, wie die Münchner Profis in Form waren. ©

Joshua Zirkzee hat Einsatz auch FCB-Personalnot zu verdanken

Und das dank Zirkzee - der vor zwei Jahren von Feyenoord Rotterdam kam, eigentlich für die zweite Mannschaft in der 3. Liga spielt und von Flick erst vor drei Wochen zu den Profis geholt wurde. Gegen Tottenham feierte er sein Champions-League-Debüt, nun folgte das erste Spiel in der Bundesliga und nur Augenblicke später sein erstes Tor. "Er ist ein Stürmer, macht es vor dem Tor gut. Seine Entwicklung finde ich bemerkenswert. Es war für uns wichtig, dass wir es auch sehen. Heute hat er das gut gemacht", charakterisiert Flick seinen Quasi-Neuzugang, der seinen emotionalen Einsatz in Freiburg auch und vor allem der großen Personalnot der Münchner zu verdanken hatte.

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Kingsley Coman, Niklas Süle, Corentin Tolisso, Leon Goretzka - die Liste der verletzten Bayern-Stars nimmt fast kein Ende. Also machte Flick aus der Not aus der Tugend - und wechselte Zirkzee kurz vor Schluss für den blassen Philippe Coutinho ein, der gegen Bremen noch Matchwinner war, diese Gala-Leistung aber nicht wiederholen konnte. Auch, weil Freiburg trotz des frühen Rückstands durch Robert Lewandowski bissig mitspielte und über weite Strecken besser war. "Unglaublich, wie es die Mannschaft geschafft hat, 100 Prozent dagegenzuhalten. Nur Punkte haben wir keine", sagte ein enttäuschter SC-Trainer Christian Streich.

Flick über Zirkzee: "Bleiben wir alle schön auf dem Boden"

Flick richtete den Blick noch im Stadion-Innenraum nach vorn. Man müsse vor dem Spiel gegen Wolfsburg am nächsten Samstag gut regenerieren, erklärte der Coach und ordnete unmittelbar nach Schlusspfiff das Auslaufen im Freiburger Stadion an, ehe es mit dem Bus zurück an die Säbener Straße geht. Einen Rat für seinen Matchwinner hatte der frühere Co-Trainer von Joachim Löw auch parat: "Bleiben wir alle schön auf dem Boden, das gilt auch für ihn. Es ist noch viel zu tun."