19. April 2019 / 20:23 Uhr

FC Bayern gegen Werder Bremen: Der direkte Vergleich zum doppelten Nord-Süd-Gipfel

FC Bayern gegen Werder Bremen: Der direkte Vergleich zum doppelten Nord-Süd-Gipfel

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werders Maximilian Eggestein wird sich in kürzester Zeit gleich zweimal mit Kingsley Coman messen - sofern beide in Bundesliga und DFB-Pokal zum Einsatz kommen.
Werders Maximilian Eggestein wird sich in kürzester Zeit gleich zweimal mit Kingsley Coman messen - sofern beide in Bundesliga und DFB-Pokal zum Einsatz kommen. © Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Anzeige

Zwei Duelle binnen fünf Tagen: Bei diesem Double kann sich für den FC Bayern München und Werder Bremen die Saison entscheiden. Von den Trainern bis zu den Spielern im Schaufenster: Hier ist der direkte Vergleich zum doppelten Nord-Süd-Gipfel.

Anzeige
Anzeige

Das einzige Team, das in der Rückrunde noch ungeschlagen ist und in jedem Saisonspiel mindestens ein Tor erzielt hat, ist ... Werder Bremen – und nicht wie vermutet der FC Bayern. Die Münchner möchten diese Bremer Serie brechen und sie doppelt innerhalb von fünf Tagen in die Schranken weisen. Am Ostersamstag (15.30 Uhr) geht es am 30. Spieltag in München um Punkte in der Bundesliga, am Mittwoch (20.45 Uhr) im Halbfinale des DFB-Pokals an der Weser um den Einzug ins Endspiel. Für die Bayern ist es der „Double-Pack“, für die Bremer der doppelte Stresstest, die zurückerlangte Stärke zu bestätigen.

Werder, Siebter mit Tuchfühlung zu den Europa-League-Plätzen (sogar die Champions-League-Teilnahme ist mit sechs Punkten Rückstand auf den Vierten Eintracht Frankfurt nicht außer Reichweite), spielt die beste Bundesliga-Saison seit neun Jahren. „Es ist eine besondere Situation, aber wir müssen uns auf das erste Spiel konzentrieren“, sagte Bayern-Coach Niko Kovac, „Bremen ist ein Gegner, der gut in Form ist und den wir sehr ernst nehmen.“ Das Duell im DFB-Pokal lege man, so Kovac, „erst mal zur Seite“.

Das sind die Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars

Goretzka, Lewandowski & Co. - Das sind die Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars! Zur Galerie
Goretzka, Lewandowski & Co. - Das sind die Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars! ©
Anzeige

Auch sein Gegenüber Florian Kohfeldt meinte: „In unserem Kopf ist der Mittwoch nicht. Wir wissen, dass dieses Spiel ansteht, wir sind ja nicht dumm, aber wir konzentrieren uns auf Samstag.“ Einbahnstraßen-Fokus. Das doppelte Nord-Süd-Duell hat für beide Teams im Saisonfinale besondere Bedeutung. Worauf es bei „Servus!“ gegen „Moin!“ ankommt – und um was es geht:

FC Bayern macht Jagd auf das Double, Werder verfolgt das Ziel Europa

Nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool rief Kovac das Double als Ziel der Bayern aus. Was sonst? In der Meisterschaft wäre der siebte Titel in Serie seit 2013 ein besonderer, weil nicht mit Mega-Vorsprung errungen, sondern dank eines Überholmanövers gegen Borussia Dortmund. Neun Punkte Rückstand aus dem Dezember wurden mit dem 5:0 gegen den BVB vor zwei Wochen in einen Zähler (plus besserer Tordifferenz) verwandelt – es wäre seit Langem mal wieder eine emotional gefeierte Schale. Werder hat das Erreichen eines europäischen Startplatzes als Saisonziel formuliert. Mutig und selbstbewusst. „Wir wollen Spiele gewinnen – egal gegen wen, egal wo und egal wann“, betonte Trainer Kohfeldt. Zuletzt war man 2010/2011 international dabei.

Mehr vom SPORTBUZZER

Die Trainer: Kovac vs. Kohfeldt

Druck hier, Chance dort – Kovac erhielt von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge keine Jobgarantie, während ihn Präsident Uli Hoeneß (forcierte dessen Inthronisierung) stützt. Kann Kovac nur das Double retten? Kohfeldt hat seine Chance genutzt, seit er 2017 befördert wurde. Mit Erfolgen gegen Bayern könnte der vom DFB als „Trainer des Jahres 2018“ ausgezeichnete 36-Jährige sich für größere Klubs empfehlen. Er sagt: „Wir treffen auf die stärkste Mannschaft Deutschlands, ohne Frage, das sind sie immer noch. Aber wir haben auch dieses Gefühl für uns: Wir haben auch Waffen, wir müssen nicht nur darauf hoffen, dass alles komplett für uns läuft.“

Die Spieler im Schaufenster

Jérôme Boateng rückt am Samstag für Mats Hummels (Zerrung) in die Innenverteidigung, ersetzt am Mittwoch den im Pokal gesperrten Niklas Süle. Eine Chance, sich zu zeigen. Denn trotz Vertrags bis 2021 stehen die Zeichen auf Abschied. Immerhin hat Bayern für die nächste Saison schon die französischen Verteidiger Lucas Hernández und Benjamin Pavard verpflichtet.

Werder-Kapitän Max Kruse kann ablösefrei wechseln, pokert und sortiert. Kruse: „Ich würde gerne europäisch spielen. Schön, wenn das mit Werder klappen würde.“

Der SPORTBUZZER zeigt euch die aktuellen Vertragslaufzeiten aller Spieler von Werder Bremen. Klickt euch durch!

Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt euch die Vertragslaufzeiten der Spieler von Werder Bremen Zur Galerie
Der SPORTBUZZER zeigt euch die Vertragslaufzeiten der Spieler von Werder Bremen ©

Die Altstars

Franck Ribéry (36), nach Erkältung wieder auf der Bank, und Ex-Bayer Claudio Pizarro (40) sind auf Abschiedstour. Obwohl? Vielleicht bleibt „Pizza“ ja doch noch ein Jahr bei Werder? Ribéry zieht es auf der letzten Karriereschleife wohl nach Katar.

ANZEIGE: 50% auf Trikotsatz + gratis Fußballtasche! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt