15. August 2022 / 06:25 Uhr

"Reife gewinnen": Warum Bayern-Trainer Nagelsmann die torlose zweite Halbzeit gegen Wolfsburg gefallen hat

"Reife gewinnen": Warum Bayern-Trainer Nagelsmann die torlose zweite Halbzeit gegen Wolfsburg gefallen hat

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München wusste beim Sieg gegen den VfL Wolfsburg zu überzeugen.
Der FC Bayern München wusste beim Sieg gegen den VfL Wolfsburg zu überzeugen. © IMAGO/Chai v.d. Laage/Michael Weber (Montage)
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Diesmal kein Spektakel, dafür totale Kontrolle: Der FC Bayern München hat auch dank einer dominanten zweiten Halbzeit locker gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Die Tore fielen zwar im ersten Abschnitt – trotzdem kann Trainer Julian Nagelsmann auch der Bayern-Leistung nach der Pause Positives abgewinnen.

5:3, 6:1 – und jetzt plötzlich 2:0 zum Heim-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg: Der FC Bayern München kann in dieser Saison auch "normalere" Fußballergebnisse einfahren. Für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ist das ein gutes Zeichen, wie er nach dem souveränen Erfolg gegen die Wölfe auf der Pressekonferenz zu Protokoll gab: "Es ist ein guter Schritt, dass wir zu null spielen", hob der Coach die konzentrierte Abwehrleistung seines Teams hervor. Ein "2:0 reicht mir völlig aus", ergänzte Nagelsmann.

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Nach den Torfestivals zum Saisonstart ist der FCB reifer geworden. Anstatt auch in der zweiten Halbzeit Vollgas zu geben, verwaltete der Rekordmeister seinen in Spielabschnitt eins herausgespielten Vorsprung extrem sicher – auf Ansage von Nagelsmann: "In der zweiten Halbzeit ging es viel um Verwalten, viel um Ballbesitz, Kontrolle – was wir letztes Jahr nicht immer gut gemacht haben", hob der 35-Jährige hervor. "In der Phase hatten wir immer viele Konter gekriegt, weil wir unbedingt noch ein Tor und noch ein Tor machen wollten." Und genau diese Anfälligkeiten bei eigener Führung wollte der Trainer nun nicht mehr sehen – und die Bayern-Profis erfüllten seinen Wunsch.

Sehr zur Freude von Nagelsmann: "Ich bin ein großer Freund davon, dass wir da einfach Reife gewinnen", führte der Ex-Leipzig-Coach aus. Es sei auch hinsichtlich der Einwechslungen seines Gegenübers Niko Kovac, der gegen Spielende viele große Spieler für Standardsituationen ins Spiel brachte, nötig gewesen, die Kontrolle über das Spiel zu behalten. "Du siehst im dritten Stock nur noch Köpfe mit grünen Trikots und darunter unsere. Dann ist es nicht so sinnvoll, vielleicht einen Konter nach dem anderen zu kriegen, wo du dann eine Ecke gegen dich kriegst oder einen Freistoß", erklärte der Coach. "Wenn ein Gegner mit einem Standard zurückkommt, steht es auf einmal 2:1 und dann wird so ein Spiel viel viel hektischer als es sein muss."

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Dank einer klaren Ordnung und einer großen Ballsicherheit gelang es den Bayern, alle Wolfsburger Bemühungen im Keim zu ersticken – und sogar noch mehr: "Wir haben noch relativ kontrolliert drei Chancen herausgespielt", lobte Nagelsmann, der von einem "verdienten Sieg" sprach – vor allem auch wegen der taktischen Disziplin seiner Spieler.