05. Mai 2021 / 23:56 Uhr

Chelsea-Trainer Tuchel jubelt nach Final-Einzug: "Nie den Hunger verloren" - Werner spricht von "Kindheitstraum"

Chelsea-Trainer Tuchel jubelt nach Final-Einzug: "Nie den Hunger verloren" - Werner spricht von "Kindheitstraum"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Tuchel steht mit dem FC Chelsea im Finale der Champions League.
Thomas Tuchel steht mit dem FC Chelsea im Finale der Champions League. © 2021 Getty Images (Montage)
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Der FC Chelsea hat es geschafft. Nach dem Sieg über Real Madrid stehen die "Blues" im rein englischen Finale der Champions League, treffen dort auf Manchester City. Trainer Thomas Tuchel zeigte sich trotz vieler verpasster Chance entsprechend zufrieden.

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Der FC Chelsea steht im Finale der Champions League. Erstmals seit dem Triumph über den FC Bayern im "Finale Dahoam" 2012 schafften die Londoner durch den Sieg gegen Real Madrid am Mittwochabend (2:0) wieder den Sprung ins Endspiel. Die Stimmung bei den "Blues" war im Anschluss entsprechend gelöst. "Wir haben verdient gewonnen", betonte Trainer Thomas Tuchel gegenüber DAZN. "Jeder Ballgewinn von uns war gefährlich, wir waren gefährlich mit Kontern und haben nie den Hunger verloren".

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Besonders, wie seine Mannschaft nach der Pause aus der Kabine kam, beeindruckte Tuchel. "Es war eine fantastische Leistung von uns im zweiten Durchgang", jubelte der Chelsea-Coach. In der Tat waren die Schützlinge aus der englischen Hauptstadt im zweiten Spielabschnitt klar überlegen, hätten bei konsequenter Chancenauswertung mit durchaus weniger Nervenkitzel für die Entscheidung sorgen können. "Wir hätten so viel früher so viel mehr Tore schießen können, um sicher zu sein", benannte auch Tuchel die mangelnde Kaltschnäuzigkeit seiner Mannschaft, die darauf aber gut reagiert habe. Denn trotz des Chancenwuchers habe sein Team "nie die Konzentration, den Fokus und die positive Energie" verloren.

Zudem wollte der Coach nach dem "fantastischen Erfolg" mit seinen Profis nicht zu hart ins Gericht gehen. "Es ist nicht die Zeit, um Kritik zu üben", so Tuchel. Denn spätestens nach dem Treffer von Mason Mount in der 85. Minute, der nach dem Führungstreffer durch Timo Werner (28.) für klare Verhältnisse sorgte, brach im Chelsea-Lager kollektiver Jubel aus. Zwar hätte sich auch der Torschütze zum 2:0-Endstand angesichts der vielen Gelegenheiten eine frühere Entscheidung gewünscht, in erster Linie überwog aber die Begeisterung über den Sprung ins Finale. "Wir haben hart dafür gearbeitet. Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben."

Werner-Freude über wichtiges Tor

Torschütze Werner sprach nach dem Finaleinzug bei Sky von einem "Kindheitstraum", der durch das Erreichen des Finals in Erfüllung gegangen sei. "Wir sind ein sehr junges Team. Viele haben davon geträumt als sie als Kind vor dem Fernseher gesessen haben, es zu erreichen", so der Ex-Leipziger, der im Hinspiel nach eigener Aussage noch der "Depp" war, als er eine Riesenchance aus fünf Metern vergab. "Heute habe ich es aus fünf Metern noch einfacher bekommen. Ohne Torwart sogar. Wäre schlimm gewesen, wenn ich den auch nicht reingemacht hätte", witzelte der Nationalspieler, der die Bedeutung seines Treffers herausstellte: "Im ganzen Verlauf waren wir mit Abstand die bessere Mannschaft. Das 1:0 war sehr wichtig. Von da aus musste Real offen machen." Und Chelsea konnte mit dem pfeilschnellen Werner kontern.

Im Endspiel kommt es am 29. Mai in Istanbul zu einem reizvollen rein britischen Duell mit dem Premier-League-Rivalen Manchester City und Chefcoach Pep Guardiola. Der frühere Bayern-Trainer hatte sich tags zuvor mit den Citizens gegen Paris Saint-Germain (2:0) durchgesetzt. "Ich freue mich drauf", so Tuchel über das Duell mit dem Liga-Spitzenreiter. "Das ist ein ganz typisches 50-50-Spiel in Istanbul. Es ist nicht damit getan, nur ins Finale zu kommen. Wir werden uns vorbereiten zu gewinnen." Ende Mai kann er nun mit Chelsea den Schritt gehen, den er im Vorjahr mit PSG im Endspiel gegen den FC Bayern (0:1) noch verpasst hatte.