14. April 2021 / 16:26 Uhr

FC Dornbreite plant ohne Jelto Reuter und Veysel Kara

FC Dornbreite plant ohne Jelto Reuter und Veysel Kara

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Torjäger Jelto Focke Reuter (Mitte) verlässt den FC Dornbreite.
Torjäger Jelto Focke Reuter (Mitte) verlässt den FC Dornbreite. © Agentur 54°
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Oberligist FC Dornbreite durchlebt einen ungeplanten Umbruch. 10 Spieler verlassen den Verein, 18 Spieler bleiben.

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Die Kaderplanung beim FC Dornbreite schreitet voran. „Wir sind mit unserer Planung schon sehr weit. Uns war wichtig, frühzeitig Planungssicherheit zu haben“, sagt Sascha Strehlau, Trainer des Fußball-Oberligisten.

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Mit Kapitän Marcel Venzke, Torwart Jan Hecht, Mehmet Aynaci, Sadok Amara, Lukas Görlitz, Börge Kahlert, Mevan Mustafa, David Senghore, Hayri Akcasu, Jannek Stöver, Alexander Lening, Lubecco-Gennaio Behrens, Luca Lübcke und Beytullah Bilgen haben gleich 14 Spieler aus dem aktuellen Kader für ein weiteres Jahr bis 2022 am Steinrader Damm zugesagt. Als Neuzugänge stehen bislang vier Spieler fest: Torwart Jonas Neumeister, Mittelfeldspieler David Bany (beide VfB Lübeck II), Rückkehrer und Stürmer Norman Bierle (TSV Pansdorf) und Innenverteidiger Janek Brandt (SVG Göttingen).

Janek Brandt kommt vom SVG Göttingen zum FC Dornbreite

Mit Torjäger Jelto Focke Reuter (seit 2019, 32 Tore in 21 Spielen) konnte man keine Einigung über eine weitere Zusammenarbeit erzielen. „Wir hatten mehrere Gespräche mit ihm“, erklärt Strehlau, während Abteilungsleiter und Ligaobmann Sebastian Hippel ergänzt: „Jelto hat mehrfach um Bedenkzeit gebeten.“ Dazu nochmal Strehlau: „Wir haben ihm letztlich mitgeteilt, dass wir Planungssicherheit benötigen. Da er uns keine Zusage geben konnte, trennen sich nun leider unsere Wege. Jelto hat fraglos Qualität, hat jedoch in der ersten Saison auch viel von Bastian Henning (jetzt TSV Travemünde, die Red.) als Sturmpartner profitiert.“

Reuter flirtet mit Sereetzer SV

Dem Vernehmen nach steht Reuter vor einem Wechsel zum Sereetzer SV (Landesliga). „Wir wissen von den Gesprächen“, meint Strehlau. Auch der Ex-VfBer Veysel Kara wird den Verein nach einem kurzen Intermezzo wieder verlassen. Nachdem der 21-jährige Rechtsaußen ein Probetraining in der Türkei absolviert hatte, war er im Oktober 2020 zum Steinrader Damm gewechselt. In zwei Spielen vor dem Corona-Lockdown hat er zwei Tore für die Lübecker erzielt – per Doppelpack beim 3:2 gegen Eutin 08. „Es war eine kurze, coole Zeit beim FCD. Ich suche aber eine neue sportliche Herausforderung und befinde mich im Gespräch mit einem Verein, dessen Ziele mich mehr ansprechen“, sagte Kara auf Nachfrage.

Beyer, J. Lening, Ellwart und Heickmann ebenfalls kein Kaderbestandteil mehr

Zudem plant Strehlau künftig ohne die Reservisten Jochen Lening (Ziel unbekannt), Kevin Ellwart („Er macht eine Fußballpause“), Torben Beyer (möchte keinen Fußball mehr spielen und bereitet sich auf einen Triathlon vor) und Bendt Heickmann („Wir können ihm keine Spielzeiten garantieren und trennen uns einvernehmlich. Ihm wird ein Tapetenwechsel gut tun“). Heickmann selbst sagt: „Ich bin derzeit mit zwei bis drei Vereinen im Kontakt und werde dann wohl eine Entscheidung treffen, wenn es absehbarer für den Teamsport und Sachen Corona geworden ist. Im Moment spiele ich auch mit dem Gedanken komplett aufzuhören und mich mehr auf Fitness, den Job und die nebenbei laufende Selbstständigkeit zu fokussieren.“

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Quartett wechselt nach Hamberge

Die vier künftigen Hamberger Niclas Lange, Ole Schließer, Tobias Teuber und Erik Karlberg stehen schon länger als Abgänge fest (wir berichteten). „Auch wenn ein erneuter Umbruch nicht unbedingt geplant war, stellen wir uns dieser Herausforderung“, sagt der Coach. „Die anderen Jungs haben schon gezeigt, was sie können. Wir sind uns sicher, dass sie das Vertrauen zurückzahlen.“ Ganz oben auf der Wunschliste für die neue Saison steht noch ein offensiver Mittelfeldspieler und ein Angreifer. „Wir befinden uns in Gesprächen“, blickt Strehlau optimistisch in die Zukunft.