27. September 2020 / 10:05 Uhr

FC Eilenburg explodiert spät, aber gewaltig: Klarer Heimsieg gegen Martinroda

FC Eilenburg explodiert spät, aber gewaltig: Klarer Heimsieg gegen Martinroda

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Fußball-Oberliga: FC Eilenburg – FSV Martinroda
Freude bei FC Eilenburg: Gegen den FSV Martinroda gab es einen 4:1-Heimerfolg zu bejubeln. © Alexander Prautzsch
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Die Knaubel-Elf springt nach dem 4:1-Sieg gegen den FSV Martinroda auf Platz zwei in der Oberliga-Süd.

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Eilenburg. 8:1-Tore, sechs Punkte: Der FC Eilenburg hat binnen vier Tagen zwei klare Heimsiege gefeiert und sich damit auf den zweiten Platz (Stand Samstag) in der Oberliga-Süd hochgearbeitet. Nach dem 4:0-Erfolg gegen den VFC Plauen legte die Elf von Nico Knaubel gegen den FSV Martinroda nach. Die Erwartungshaltung gegen den Underdog, der bisher einen Punkt errungen hat und als Ziel den Klassenerhalt definiert, war zweifelsfrei eine andere. „Insofern bin ich am Ende mit dem Spiel zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir bei den Bedingungen vieles falsch gemacht. Das konnten wir zum Glück in der Pause noch mal klar ansprechen. Nach der Pause war es ein Spiel auf ein Tor“, analysierte Trainer Nico Knaubel nach dem vierten Saisonsieg.

Im Vergleich zum Plauen-Sieg musste Knaubel auf die Torschützen Philipp Sauer (Bänderdehnung im Knie) und Adam Fiedler (privat) verzichten. Dazu fand sich Jakob Funken zunächst auf der Bank wieder. Dafür begannen Jung-Papa Marko Trogrlic, Christoph Bartlog und Alec Nathe. Im strömenden Dauerregen hatte Tim Bunge nach wenigen Sekunden die ersten hochkarätige Chance, scheiterte aber allein vor dem Keeper. Danach lieferten sich beide Mannschaften eine Regenschlacht inklusive kostenfreier und nicht immer freiwilliger Rutschpartie. Eilenburg hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, versuchte es aber immer wieder mit Kurzpassspiel, „anstatt auf dem Boden einfach mal anzuziehen“ (Knaubel). Lang und weit war dagegen das Motto der Gäste, die damit gut klar kamen und sich nach einem Schuss, den Nathe wohl an die Hand bekam, über einen Elfmeter freuten. Benjamin Hertel verwandelte sich zum überraschenden 0:1 (20.). Eilenburg bemühte sich zwar um den Ausgleich, machte aber leichte Fehler und kam nicht mehr zum Abschluss. In der 45. Minute stand endlich Christoph Bartlog, der zuvor mehrere ungeschickte Aktionen und Freistöße für die Gäste verursachte, goldrichtig und schob zum wichtigen 1:1 ein.

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Der FC Eilenburg hat mit einem klaren 4:1-Heimsieg gegen den FSV Martinroda die Position in der Spitzengruppe der Oberliga gefestigt. Zur Galerie
Der FC Eilenburg hat mit einem klaren 4:1-Heimsieg gegen den FSV Martinroda die Position in der Spitzengruppe der Oberliga gefestigt. ©

In der Pause korrigierte Knaubel einiges, fleischte seinen Jungs Abschlüsse und Fernschüsse ein und sah eine völlig andere Mannschaft. Zumal auch die Wechsel fruchteten. Dabei entpuppt sich der Ex-Torgauer Steven Hache immer mehr zum Edel-Joker. Mit seiner ersten Aktion bereitete der 24-jährige Hache nach einem Flügellauf und scharfer Eingabe das 2:1 von Kapitän Selbastian Heidel (67.) vor. Der ebenfalls eingewechselte Funken sorgte in der 84. Minute mit einem feinen Fernschuss für das 3:1. Den Schlusspunkt setzte 120 Sekunden später Tim Bunge mit seinem vierten Saisontreffer. „Am Ende hätten wir das Spiel sogar noch höher gewinnen können, aber das wäre dann auch des Guten zu viel gewesen“, so Knaubel. Nach der Englischen Woche mit drei Spielen in sieben Tagen reist der FC Eilenburg am kommenden Sonnabend (14 Uhr) zum Ludwigsfelder FC (13.). Spitzenreiter VfB Krieschow ist in der ungeraden Staffel diesmal spielfrei. Heißt: Eilenburg könnte bei einem Sieg auf einen Punkt an den Liga-Primus heranrücken.

FC Eilenburg: Naumann – Nathe (78. Danz), Vogel, Trorglic, Dimespyra, Vetterlein (86. Luis), Heidel, Kummer (78. Funken), Bartlog (65. Hache), Böttger, Bunge

Zum Schmunzeln: Stammplatzgarantie für Trogge

FCE-Abwehrrecke Marko Trogrlic wurde in dieser Woche erstmals Papa. Der Stammhalter hört auf den Namen Niko. Gleiche Aussprache, andere Schreibweise wie Eilenburgs Trainer Nico Knaubel. Der freut sich natürlich für seinen Schützling und den tollen Namen. Etwa benannt nach dem Coach? Nein, aber Zufall. Trogrlic kommt aus Bosnie-Herzegowina. Dort hat es Tradition, Kinder nach Vorfahren zu benennen und "Niko" war an der Reihe. Passt perfekt zum FCE und Familie Trogrlic. Söhnchen und Mama sind übrigens putzmunter und wohlauf. Herzlichen Glückwunsch zum kleinen, großen Glück.