24. September 2020 / 10:29 Uhr

FC Eilenburg fegt VFC Plauen vom Platz und will gegen Martinroda nachlegen

FC Eilenburg fegt VFC Plauen vom Platz und will gegen Martinroda nachlegen

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
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Jubel der Eilenburger über ihren ungefährdeten Sieg gegen Plauen. © Thomas Jentzsch
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Tempo, Dynamik und Tore: Der FC Eilenburg hat am Mittwochabend den bisher ungeschlagenen VFC Plauen 4:0 vom Rasen geschickt. Schon am Samstag bestreitet die Knaubel-Elf die nächste Partie und ist im heimischen Ilburg-Stadion gegen den FSV Martinroda gefordert.

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Eilenburg. Was für eine Antwort! Fünf Tage nach der 0:2-Pleite beim VfL Halle hat der FC Eilenburg im Heimspiel gegen die bis dahin ungeschlagene Mannschaft des VFC Plauen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach 90 intensiven Minuten stand ein 4:0-Sieg vor 201 Zuschauern im Ilburg-Stadion auf der Anzeigetafel. Es war genau die Reaktion, die sich Trainer Nico Knaubel erwünscht hatte. „Es war ein sehr schönes Spiel mit viel Tempo, Dynamik und herrlichen Toren“, schwärmte der Eilenburger Coach. Co-Trainer Arvid Schröpfer hatte wie viele Fans „Freude, Amateursport auf diesem Level anzuschauen“.

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Im Vergleich zum Halle-Auftritt hatte das Eilenburger Trainergespann das Team ordentlich durchgewirbelt. In der Innenverteidigung spielten erstmals und auch notgedrungen Alexander Vogel und Alec Nathe. Die beiden ersetzten Toni Majetschak (Muskelverletzung) und Marko Trogrlic (wurde erstmals Papa, Herzlichen Glückwunsch!) und bekamen für einen sehr guten Auftritt Sonderlob. Zudem rückte Alexandros Dimespyra auf die rechte Abwehrseite und Jonas Vetterlein wieder ins defensive Mittelfeld.

DURCHKLICKEN: Bilder zum Sieg der Eilenburger

Der FC Eilenburg fährt zu Hause gegen den VFC Plauen einen sicheren 4:0-Sieg ein. Das ist für den FCE schon der dritte Saisonsieg im vierten Spiel. Zur Galerie
Der FC Eilenburg fährt zu Hause gegen den VFC Plauen einen sicheren 4:0-Sieg ein. Das ist für den FCE schon der dritte Saisonsieg im vierten Spiel. ©

Die Eilenburger starteten schwungvoll und mit zwei Top-Chancen von Adam Fiedler und Philipp Sauer ins Spiel. Die Gäste zeigten jedoch schnell, warum sie noch ungeschlagen sind. So entwickelte sich ein intensives, ausgeglichenes Spiel mit vielen Zweikämpfen und einigen guten Abschlüssen auf beiden Seiten. Ein Geniestreich von Philipp Sauer war kurz nach der Pause schließlich der vielzitierte Dosenöffner. Der Linksverteidiger tanzte sich geschmeidig über das gesamte Spielfeld und lupfte den Ball dann auch noch zur Krönung über den VFC-Keeper zur 1:0-Führung (49.). Danach nahm die Partie so richtig Fahrt auf. Plauen musste jetzt mehr in die Offensive investieren, Eilenburg hatte Raum, Platz und Dennis Kummer. Der wieselflinke Linksbeiner prüfte mit einem Fernschuss erst den VFC-Keeper, und war kurze Zeit später nur per Foul vom Ball zu trennen. Weil sich die Szene im Strafraum abspielte, gab es Elfmeter. Adam Fiedler ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 2:0. Danach wechselte Knaubel und brachte mit Steven Hache und Christoph Bartlog frischen Schwung. Das sollte sich auszahlen! Eilenburg setzte noch eins drauf und wurde immer stärker. Hache fügte sich mit einem glänzenden Pass auf Tim Bunge klasse ein. Der Torjäger ließ sich nicht lumpen und narrte den Keeper ebenfalls mit einem Heber zum 3:0 (80.) Kurz vor dem Abpfiff krönte der Torgauer Neuzugang Hache seinen beherzten Auftritt mit seinem ersten Tor in der Oberliga zum 4:0-Endstand.

Schon am Sonnabend (12 Uhr) geht es für die Eilenburger zu Hause gegen den FSV Martinroda weiter. Die Thüringer haben erst einen Punkt gesammelt, stehen im Tabellenkeller und sind von der Papierform her eine leichte Aufgabe. Spätestens seit dem 0:2 gegen Halle dürfte aber kein Eilenburger mehr von „leicht“ sprechen. Personell blickt Knaubel dem Spiel noch etwas mit Sorge entgegen. Der Einsatz von Majetschak ist extrem ungewiss, zudem nahmen einige Spieler leichte Blessuren aus dem Plauen-Spiel mit.

FCE: Naumann – Dimespyra (87. Danz), Vogel, Nathe, Sauer, Vetterlein, Funken (66. Bartlog), Böttger, Kummer (87. Luis), Bunge (83. Heidel), Fiedler (64. Hache)