14. November 2019 / 15:51 Uhr

FC Eilenburg gegen Chemie Leipzig: Pokalkampf in luftigem Oval

FC Eilenburg gegen Chemie Leipzig: Pokalkampf in luftigem Oval

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Vergangene Saison noch Gegner in der Oberliga, diese Saison Kontrahenten im Sachsenpokal. Der FCE erhofft sich eine ähnlich unterhaltsame Kulisse wie beim 2:0-Sieg gegen Chemie am 24. November 2018.
Vergangene Saison noch Gegner in der Oberliga, diese Saison Kontrahenten im Sachsenpokal. Der FCE erhofft sich eine ähnlich unterhaltsame Kulisse wie beim 2:0-Sieg gegen Chemie am 24. November 2018. © Alexander Prautzsch
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Die Eilenburger erwarten mit Chemie zugleich mehr Stimmung im Ilburg-Stadion.

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Leipzig. Wenn Chemie Leipzig am Sonnabend zum Sachsenpokalspiel nach Eilenburg fährt, trifft der Regionalligist eigentlich auf einen Dorfverein. Denn die Wurzeln des heutigen FC Eilenburg liegen im nahen Mörtitz. Nachdem sich Chemie Eilenburg nachmals Grün-Weiß Eilenburg nach einem Zwischenhoch (unter Trainer Joachim Fritsche und mit Chemie Leipzigs Idol Hansi Leitzke, der in Eilenburg seine Karriere ausklingen ließ) schließlich mehr oder weniger in Einzelteile zerlegt hatte, fusionierten die Reste 2001 mit dem SV Mörtitz zum Mörtitzer FC (MFC) Eilenburg. Die gut im Futter stehenden Mörtitzer Kicker zogen um, füllten das entstandene Eilenburger Fußball-Vakuum und lehrten die Konkurrenz gar in der Sachsenliga das Fürchten. Unter Trainer Martin Polten stieg der Verein 2004 weiter auf und hielt sich in der Amateur-Oberliga fünf Jahre. Nach acht Jahren Abstinenz kehrten der unterdessen als FC Eilenburg firmierenden Blau-Roten 2017 in die Oberliga zurück und stehen dort momentan auf Rang fünf.

Seit 2015 coacht Nico Knaubel das Team. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist er teils zufrieden, teils nicht. „Wir haben noch Probleme, das Spiel im letzten Drittel aufzuziehen. Dagegen haben wir uns in der Defensive verbessert, sind nicht mehr so anfällig für Konter“, sagt der Ex-Spieler des VfB Leipzig, der nächste Woche 40 wird. „Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und eine gute Adresse für junge Spieler aus dem Umfeld sein.“ Und ja, man denke schon auch mal an den Aufstieg in die Regionalliga. „Auf jeden Fall wollen wir zumindest eine tragende Rolle in der Oberliga spielen.“

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Stärken kaschiert

Ein Einzug ins Sachsenpokal-Viertelfinale wäre auch nicht schlecht, Sonnabend, ab 13 Uhr, werden es Knaubel, Luis, Kummer, Hofmann, und Co. versuchen. Gespielt wird im Ilburg-Stadion, das die Weitläufigkeit einer Pferderennbahn hat, nur nicht den damit meist einhergehenden Charme. Auch Windhundrennen wären hier möglich. Für Fußball ist das luftige Oval indes auch angesichts des bisherigen Zuschauerschnitts von 202 Besuchern pro Spiel eher stimmungshemmend. Da Chemie aber garantiert etliche hundert Fans mitbringt, könnte diesmal in der Hainicher Aue, wo zugleich prächtige Trainingsplätze existieren, tatsächlich Fußball-Atmosphäre aufkommen. So wie es sie einst im Kurt-Bennewitz-Stadion durchaus gab. Die alte Sportstätte wurde wegen Hochwassergefahr aufgegeben, die neue seltsamerweise aber auch in von der Mulde gern mal geflutetes Gelände gebaut. In Grimma verfährt man gerade umgekehrt …

Zurück zum Sportlichen: Knaubel hat die Chemiker am Sonnabend beim 0:2 gegen Meuselwitz beobachtet – mit wohl nur minimalen Erkenntnisgewinn. Denn die Grün-Weißen versteckten dabei Stärken wie Tugenden raffiniert. Und über Schwächen des kommenden Gegners will Knaubel nicht reden. Aber aufdecken würde er sie am Sonnabend sicherlich gern.

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