07. Juni 2021 / 09:32 Uhr

FC Eilenburg holt neuen Torwart – Eigengewächs Döbelt geht

FC Eilenburg holt neuen Torwart – Eigengewächs Döbelt geht

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
döbelt
Wechselt im Sommer: Fabian Döbelt. © Susan Stephan
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Aufgrund mangelnder Spielzeit wird Eigengewächs Fabian Döbelt den FC Eilenburg verlassen. Der 23-Jährige wechselt in die Verbandsliga zu Rot-Weiß Thalheim. Derweil verpflichtet der Verein den Torwart Christopher Schulz.

Eilenburg. Am Wochenende 23./24. Juli wird Regionalliga-Neuling FC Eilenburg seine Feuertaufe in der vierten Liga erleben. Nicht mehr dabei sein wird dann Eigengewächs Fabian Döbelt, der den Verein nach zwölf Jahren verlässt.

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Der 23-jährige Angreifer wechselt in die Verbandsliga und spielt künftig bei der SG Rot-Weiß Thalheim. Seine Entscheidung den FCE zu verlassen, reifte schon im letzten Jahr. „In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte in nur wenig Einsatzminuten. Das hat mich frustriert. Ich möchte einfach wieder regelmäßig spielen“, sagt der sympathische Lehramtsstudent (Sport und Deutsch), der seit der D-Jugend in Eilenburg spielt und im Nachwuchs herausragende Leistungen ablieferte.

Der früh großgewachsene Döbelt schoss Tore am Fließband, tat sich beim Sprung in die erste Männermannschaft aber schwer. „Es war extrem schwierig für mich. Im Nachwuchs musste ich körperlich nie an meine Grenzen gehen. Ich hab mir einfach den Ball vorgelegt und bin an meinen Gegenspielern vorbeigerannt. Damals war das schön, bei den Männern ist mir es auf die Füße gefallen. Mir fehlte einfach die körperliche Härte“, reflektiert der Stürmer. In 59 Spielen für den FCE gelangen ihm elf Treffer. Am erfolgreichsten war für Döbelt die Saison 2108/19 mit 20 Einsätzen und sechs Toren.


Döbelt will Spielpraxis sammeln

Zuletzt kam er nur noch sporadisch zum Einsatz. „Ich hatte mit Brandon Stelmark und Tim Bunge auch immer megastarke Konkurrenz, dazu waren wir immer erfolgreich. Der Trainer hatte kaum Grund zu wechseln“, weiß der Angreifer und wird ernster, wenn es um seine Verletzungen geht. Immer wieder wurde er von muskulären Problemen ausgebremst. Die Muskelfaserrisse kann er nicht mehr zählen, auch aktuell laboriert er genau an dieser Verletzung und wird deshalb wohl auch die ersten Einheiten seines neuen Vereins verpassen. Danach will Fabian Döbelt, dessen Vater Karsten sich als Vizepräsident seit vielen Jahren im Vorstand des FC Eilenburg engagiert, angreifen und sich durchsetzen.

„Ich möchte Spielpraxis sammeln und mich so wieder für den FC Eilenburg empfehlen“, nennt Döbelt sein klares Ziel. Der Verein ist für ihn eine Herzenssache. Nicht nur, weil er zwölf Jahre bei der „Macht an der Mulde“ am Ball war. „Die Mannschaft ist geil“, lacht er. Doch nicht nur das. Auch sein Job als Trainer wird ihm fehlen. Er übernahm vor einigen Jahren als Trainer auch eine Nachwuchsmannschaft. Das Traineramt lässt er nun auch erst einmal ruhen, um zu schauen, wie er den Aufwand mit Studium und Fußball verkraftet. „In Eilenburg habe ich immer vor unserem Training die Kinder trainiert. Das hat gepasst“, so Döbelt.

Schulz schon viel rumgekommen

Kein Wunder, dass er fehlen wird. "Es schmerzt schon. Fabi ist seit frühester Jugend mit dem FCE verbunden. Er hat nicht nur seit seiner Zeit im Nachwuchs für uns jede Menge Tore erzielt, sondern zugleich in den letzten Jahren als Trainer in unserem Kleinfeldbereich durch seine engagierte und kompetente Art viele unser jungen Talente für den Verein gewonnen“, sagte FCE-Präsident Steffen Tänzer. Er könne aber voll und ganz nachvollziehen, dass ein junger Spieler sich mehr Einsatzzeiten wünscht. „Natürlich verbinden wir damit die Hoffnung, dass er eines Tages mit den dann gewonnenen Erfahrungen zu „seinem" FCE zurückkehren wird", so Tänzer. Das Kapitel Döbelt und der FCE scheint noch nicht abgeschlossen.

Während Döbelt erstmals wechselt, ist Eilenburgs neuer Torwart Christopher Schulz schon ordentlich herumgekommen. Der gebürtige Schkeuditzer wurde beim Chemnitzer FC ausgebildet, spielte im Herrenbereich für den CFC II, Lok Leipzig, Bayern Hof, Budissa Bautzen, TeBe Berlin und zuletzt bei Union Sandersdorf. Seit dem Frühjahr trainierte der 1,90 Meter große Keeper virtuell beim FC Eilenburg mit, seit ein paar Wochen ist er auch physisch anwesend. “Mit Christopher haben wir die noch offene Torwartstelle mehr als optimal besetzt“, ist sich Teammanager Stephan Hofmann sicher. Auch Nachwuchskeeper Emanuel Pickroth könne von der Professionalität von Andy Naumann und Schulz viel lernen können. „Mit Schulle kommt ein hochengagierter und trotz seiner Jugend sehr erfahrener Spieler, dessen Präsenz man in jedem Training merkt. Schade, dass wir von unseren drei Keepern immer nur einen einsetzen können“, so Hofmann.