28. Juli 2020 / 19:30 Uhr

FC Eilenburg muss von Null auf Hochtouren kommen

FC Eilenburg muss von Null auf Hochtouren kommen

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Trainingsauftakt beim FC Eilenburg: Tim Bunge gegen Neuzugang Steven Hache und Dennis Kummer im Kampf um das abgestumpfte Ikosaeder.
Trainingsauftakt beim FC Eilenburg: Tim Bunge gegen Neuzugang Steven Hache und Dennis Kummer im Kampf um das abgestumpfte Ikosaeder. © Susan Stephan
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Der FC Eilenburg hat die Testspiele beim LVB Leipzig 7:0 und VfB Zwenkau 6:1 gewonnen. Jetzt rückt allmählich das Sachsenpokalspiel am 8. August gegen Lok Leipzig in den Fokus. Hermann Winkler, der Präsident des sächsischen Fußballverbandes, hofft, dass das Halbfinale mit Fans über die Bühne gehen kann.

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Eilenburg. Am 8. August könnte es deutschlandweit zum ersten Mal seit dem März wieder Zuschauer bei einem Pflichtspiel geben. Einer der Gastgeber will der FC Eilenburg sein. Im Sachsenpokal empfängt der Oberligist von der Mulde Traditionsclub Lok Leipzig – wenn alles glatt läuft vor 1000 Zuschauern. Die seit 18. Juli gültige sächsische Schutzverordnung lässt genau diese Grenze an Fans zu, allerdings nur bei einem entsprechenden Hygienekonzept. Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes, Hermann Winkler, hofft, dass das Spiel mit Fans über die Bühne gehen kann. „Ich habe Signale, dass die Eilenburger weit sind. Ich glaube auch, dass die das schaffen“, lobte Winkler den FCE kürzlich im MDR.

Sportlich bereiten sich die Kicker von Nico Knaubel mit vermeintlich leichten Testspielgegnern auf den Kracher vor. Inzwischen wurden die Testspiele gegen LVB Leipzig 7:0 und VfB Zwenkau 6:1 gewonnen. Die Generalprobe für das Sachsenpokalspiel steigt am 1. August – zu Gast ist dann die U19 des Halleschen FC. Schon jetzt ist klar, dass Lok Leipzig ein völlig anderes Kaliber wird.

Voller Einsatz verlangt

Lok-Präsident Thomas Löwe hatte nach dem verpassten Aufstieg einen radikalen Umbruch angekündigt. So krass kam es nicht. Neun Abgängen stehen bisher neun Neuzugänge gegenüber. Und die sind keineswegs von Pappe. Lok Leipzig holte etwa Torjäger Tom Nattermann, der zuletzt für Babelsberg stürmte, seine Brötchen auch schon bei Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus verdiente. Von Drittligist Zwickau kam Denis Jäpel und Mike Eglseder verdiente sein Geld beim SV Elversberg. Der Regionalligist kommt also mit einem topbesetzten Profi-Team als klarer Favorit ins Ilburg-Stadion.

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Eilenburgs Trumpf ist die eingespielte Mannschaft, wobei davon bei einem Spiel in den letzten vier Monaten eigentlich auch nicht die Rede sein kann. Für Trainer Nico Knaubel sind die Einheiten und wenigen Testspiele vor dem Kracher besonders wichtig. „Die Zeit ist knapp. Ich verlange von allen in den nächsten Tagen vollen Einsatz. So eine Chance kommt so schnell nicht wieder.“

Im Training mischte zuletzt auch Maximilian Röhrborn wieder mit. Der Lehrer hatte sich wegen seines Referendariats vergangene Saison eine Auszeit genommen, hat jetzt wieder Bock und Zeit für den Fußball. Aktuell ist er zwar kein Thema für Pflichtspiele, das könnte sich aber im Verlauf der Saison ändern. „Was Röhre kann, wenn er fit ist, wissen wir“, so Knaubel über seinen früheren Flügelflitzer.