25. Oktober 2020 / 09:18 Uhr

FC Eilenburg: Nur 2:2 gegen Schlusslicht Wacker Nordhausen

FC Eilenburg: Nur 2:2 gegen Schlusslicht Wacker Nordhausen

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
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Gegen das Schlusslicht Wacker Nordhausen kam der FC Eilenburg nicht über ein 2:2 hinaus. © Thomas Jentzsch
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Zum Spitzenteam fehlt ein ganzes Stück: Der FC Eilenburg kommt gegen das Schlusslicht aus dem Südharz nicht über ein Untentschieden hinaus. Die Tabellenführung ist wieder weg.

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Eilenburg. Der FC Eilenburg muss den Platz an der Sonne in der Oberliga Süd nach einem mageren 2:2 (0:2) gegen Wacker Nordhausen wieder räumen. Neuer Spitzenreiter ist jetzt der VfL Halle. Eilenburg hat als Zweiter einen Zähler Rückstand und musste am Samstag die bittere Erkenntnis hinnehmen, dass zu einem echten Spitzenteam aktuell ein ziemliches Stück fehlt.

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Der Traum des Trainers ist bekannt. Nico Knaubel möchte den FCE zum zweiten Aufstieg führen. Die Chance scheint in diesem Jahr größer denn je. Es gibt keinen Überflieger. Jeder lässt Federn. Noch. Deshalb bleibt der FCE auch nach acht Spieltagen dick im Geschäft. Die Leistung hatte streckenweise allerdings mit Oberliga-Spitze wenig zu tun. Natürlich ärgerte sich Co-Trainer Arvid Schröpfer, der Nico Knaubel an der Seitenlinie vertrat. Zu einen über die zwei verschenkten Punkte, zum anderen über den Auftritt in der ersten Halbzeit. Und dennoch musste auch Schröpfer erkennen, dass Nordhausen sich den Punkt durchaus verdient hatte, und Eilenburg mit etwas Pech sogar als Verlierer vom Feld hätte gehen können.

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Der FC Eilenburg kommt gegen Schlusslicht Nordhausen nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus © Thomas Jentzsch

Das Dilemma begann schon vor dem Anpfiff. Dennis Kummer, auf den die Eilenburger Mannschaft aktuell nicht verzichten kann, wollte nach einem Zahneingriff nicht von Beginn an spielen. Philipp Sauer wollte, durfte nach drei Wochen Pause aber nicht. Dazu fand sich Jonas Vetterlein auf der Bank wieder. Stattdessen gab Pascal Sauer sein Startelf-Debüt, Christoph Bartlog rückte ebenso in die Startelf wie Adam Fiedler. Für Letzteren war das Spiel aber nach 180 Sekunden schon wieder vorbei. Mit Schmerzen im Oberschenkel humpelte der Pechvogel, der von einer Verletzung nach der anderen geplagt wird, vom Platz. Vetterlein kam und erlebte prompt die erste von nur zwei guten Eilenburger Chancen im ersten Durchgang: Tim Bunge schoss aus halbrechter Position am Tor vorbei (5.).

Remis unter dem Strich in Ordnung

Danach fehlten den Eilenburgern über die Außen schlichtweg das Tempo und in der Zentrale die Ideen. Nordhausen verteidigte clever und nutzte die erste Chance zur Führung. Nach einem Abstimmungsfehler in der FCE-Defensive traf Marco Ostmann zur Führung für das sieglose Schlusslicht (23.). Das Tor machte die Thüringer mutiger und prompt legte Robert Knopp gegen indisponierte Eilenburger nach. 0:2 gegen das Kellerkind. Wer hätte das gedacht? Zur Pause zog Schröpfer seine beiden Joker und wechselte mit Kummer und Philipp Sauer für Toni Mejtschak und Pascal Sauer frischen Wind ein. Und prompt war Eilenburg da. Torjäger Bunge verkürzte kurz nach dem Wechsel mit einem feinen Heber nach Kopfballvorlage von Kummer auf 1:2 und jubelte wenig später über das 2:2, weil Wacker-Keeper Henning ein strammer Freistoß durch die Arme flutschte.

Der Rückstand war egalisiert und es schien, als könne der FCE jetzt endgültig auf die Siegerstraße einbiegen. Der eingewechselte Kapitän Sebastian Heidel, der gerade in den Abschlussprüfungen steckt, hätte mit seinem ersten Ballkontakt zum Matchwinner werden können, reagierte bei einem freiliegenden Ball sieben Meter vor dem Tor zu langsam. Auch diverse Kopfbälle wurden leichte Beute des Gäste-Torwarts. Auf der Gegenseite musste Andi Naumann zweimal Kopf und Kragen riskieren, um das dritte Gegentor zu verhindern. Unterm Strich eine verdiente Punkteteilung über die sich Wacker mehr freuen durfte. Wer am Ende ganz oben mitspielen will, muss diese Spiele gewinnen, aber vor allem eine andere Leistung als in Hälfte eins auf den Platz bekommen.

FCE: Naumann, Vogel, Danz (85. Luis), Majetschak (46. Philipp Sauer), Trogrlic, Nathe, Pascal Sauer (46. Kummer), Bunge, Böttger, Bartlog (64. Heidel), Fiedler (4. Vetterlein)