02. August 2020 / 18:04 Uhr

FC Eldagsen gegen starke Bremer chancenlos: "Werder hat uns unsere Grenzen aufgezeigt"

FC Eldagsen gegen starke Bremer chancenlos: "Werder hat uns unsere Grenzen aufgezeigt"

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eldagsens Rune Flohr im Luftduell mit Bremens Kyu-Hyun Park (rechts).
Eldagsens Rune Flohr im Luftduell mit Bremens Kyu-Hyun Park (rechts). © deisterpics/Stefan Zwing
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Am Samstag waren der SC Harsum und Regionalligist SV Werder Bremen II zu Gast beim FC Eldagsen. Beim Sommercup spielten die Teams ein Dreierturnier à 60 Minuten. Trotz einer hohen Niederlage gegen die Bremer Reserve zieht FCE-Trainer Holger Gehrmann ein positives Fazit.

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"Das war ein guter Tag – nicht mehr und nicht weniger.“ Das Fazit von Holger Gehrmann zum Sommercup seines FC Eldagsen fiel nüchtern, aber objektiv aus. Aufgrund der Corona-Bestimmungen musste der Trainer zu den je 60-minütigen Partien gegen die Reserve von Werder Bremen aus der Regionalliga (0:6) und den Bezirksligisten SC Harsum (1:0) zwei komplett unterschiedliche Formationen aufbieten. Der Coach des gastgebenden Landesligisten hatte demnach viel Raum zum Ausprobieren – ein Testspielnachmittag im ursprünglichsten Sinne also. „Ich wollte meine Idee jeweils 60 Minuten lang durchspielen – völlig unabhängig davon, wie sich das Resultat entwickelt“, sagte Gehrmann.

Daher stellten sich die Eldagser auch nach dem dritten oder vierten Gegentor gegen die hoch überlegenen Bremer nicht hinten rein. Die U23 des Bundesligisten war neben Trainer Konrad Fünfstück mit Thomas Schaaf angereist, der sich als Technischer Direktor der Grün-Weißen auch um den Nachwuchs kümmert. Mit dem Tempo des Regionalligisten konnte der FCE nicht mithalten. „Werder hat uns unsere Grenzen aufgezeigt“, sagte der Coach des Ausrichters. Seine Mannschaft habe vielleicht etwas zu viel Respekt gezeigt, musste sich gegen die athletischen Hansestädter aber auch extrem viel bewegen. „Da ist uns nach 30 Minuten teilweise schon die Puste ausgegangen“, gab Gehrmann zu.

Die Bilder zum Testspiel des FC Eldagsen gegen den SV Werder Bremen II

Eldagsens Tom Buchmann (rechts) rutscht in die Flanke von Bremens Tim van de Schepop. Keeper Marcel Buerst muss nicht eingreifen. Zur Galerie
Eldagsens Tom Buchmann (rechts) rutscht in die Flanke von Bremens Tim van de Schepop. Keeper Marcel Buerst muss nicht eingreifen. ©

Gegen Harsum läuft´s besser

Zwei Möglichkeiten hatten die Senfstädter, darunter ein Fernschuss von Rune Flohr. Doch die Bremer Reserve stellte die Eldagser durchgängig vor große Probleme. „Im Zentrum klafften bei uns zu große Lücken“, sagte Gehrmann. Am Ende fiel das Ergebnis von 0:6 aus seiner Sicht eventuell um zwei Tore zu hoch aus, doch dass es gegen Werders Zweite kein Duell auf Augenhöhe geben würde, war dem Übungsleiter von vornherein klar gewesen.

Die zweite Partie gegen die Harsumer ging Gehrmann mit einigen Leihgaben aus der Zweitvertretung an, die in der neuen Saison als Aufsteiger in der Kreisliga um Punkte kämpfen wird. „Das hatte aber nichts mit so etwas wie A- und B-Team zu tun. Ich wollte die Spieler aus der Zweiten, die noch nicht mit der Vorbereitung begonnen haben, nur nicht gleich gegen eine Bundesliga-Reserve aus einem Nachwuchsleistungszentrum antreten lassen“, erklärte Gehrmann.

Eine Kombination über Sebastian Schierl, Fabio Gehrmann und Steven Berger landete bei Niklas Dorf, dessen druckvolle Hereingabe von José Rubén Pérez nur noch über die Line gedrückt werden musste. „Das sah schon nach Fußball aus“, sagte Holger Gehrmann, dessen Mischung aus Spielern der Erst- und Zweitvertretung sowie vorherigen U19-Akteuren eine gute Leistung zeigte gegen die Hildesheimer, die gegen die U23 aus Bremen mit 0:4 unterlagen.

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Hygiene- und Abstandsregeln überzeugend eingehalten

Überzeugend waren auch die Zuschauer an der Hindenburgallee, die sich an alle Hygiene- und Abstandsregeln hielten. „Alles war gut vorbereitet und wurde so auch umgesetzt. Schade nur, dass dieses Turnier keinen größeren Rahmen haben durfte“, kommentierte Gehrmann die „nur“ erlaubten 200 Fans. Aber so sind die Bestimmungen zurzeit – nicht mehr, allenfalls weniger.