13. September 2021 / 08:49 Uhr

Nur ein bisschen "lethargisch": Eldagsen mit 3:0 gegen Schlusslicht Bückeburg

Nur ein bisschen "lethargisch": Eldagsen mit 3:0 gegen Schlusslicht Bückeburg

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eldagsens Trainer Holger Gehrmann sieht vielleicht nicht das beste Spiel seiner Mannschaft, aber einen verdienten Heimsieg.
Eldagsens Trainer Holger Gehrmann sieht vielleicht nicht das beste Spiel seiner Mannschaft, aber einen verdienten Heimsieg. © Debbie Jayne Kinsey
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Zweiter Sieg binnen fünf Tagen: Der FC Eldagsen hat das Heimspiel gegen Schlusslicht VfL Bückeburg ungefährdet mit 3:0 gewonnen. Allerdings stotterte die Maschinerie der Gelb-Schwarzen etwas. Coach Holger Gehrmann fand den Auftritt bisweilen "lethargisch".

Der FC Eldagsen hat die Englische Woche mit dem zweiten Sieg binnen fünf Tagen beendet. Dem 1:0-Erfolg beim VfR Evesen am Dienstag ließ das Team von Trainer Holger Gehrmann nun einen letzten Endes ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg gegen den aktuell ziemlich gebeutelten Tabellenletzten VfL Bückeburg folgen, bei dem es kürzlich sogar eine Spielerrevolte gegeben haben soll.

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Trotz des klaren Endergebnisses fiel in der Nachbetrachtung von Gehrmann immer wieder dieses eine Wort: „Lethargisch.“ So recht zufrieden zeigte sich der Coach der Gelb-Schwarzen nicht mit der Darbietung der Seinen, die seit Kurzem anstelle der jahrelang erprobten und bewährten 4-1-4-1-Formation in einem 4-2-3-1 auf den Platz geschickt werden. „Es bestand der Wunsch nach etwas mehr Sicherheit im Zentrum“, erklärte Gehrmann. Diesem sei er gerne nachgekommen, wenngleich der 53-Jährige einräumte, dass die Unterschiede beider Systeme durch dynamische Verschiebungen während der Partie gar nicht mal so groß seien: „Vielleicht ist das eher was für den Kopf.“

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Und der war bei den Eldagsern seit Dienstag ohnehin schon etwas weiter oben als noch nach dem Stotterstart in die Spielzeit, bei dem ihnen in den ersten fünf Partien gerade einmal zwei Unentschieden bei drei mickrigen Törchen geglückt waren. Da hätte die frühe Führung gegen angeschlagene Bückeburger eigentlich für zusätzliche Selbstsicherheit sorgen können. Wie schon in Evesen traf Lucas Brünig zum 1:0, nachdem ihm der Ball diesmal von Timon Scharmann mundgerecht serviert worden war (16.).

Doch anstatt nun vollends die Initiative zu übernehmen und die Vorentscheidung zu erzwingen, stotterte die Eldagser Maschinerie etwas. Brünig zielte vor der Pause neben das Tor. Und Nicolas Grupe verjustierte sich ebenfalls etwas und jagte den Ball etwa einen Meter über die Latte. „Die hätten beide drin sein müssen“, haderte Gehrmann.

Dorf kommt - und legt doppelt nach

Nach dem Wechsel zahlte sich sein glückliches Händchen aus, das er bewies, als Tom-Leon Arlt nach einem Luftzweikampf mit einer Blessur am Kopf vom Feld gemusst hatte und der Trainer für den Rechtsverteidiger Niklas Dorf ins Spiel brachte.

Denn jener Dorf wurde gewissermaßen zum Doppel-Dorf und legte die Tore zwei und drei nach. Zunächst traf er sicher vom Elfmeterpunkt (50., zuvor war er selbst gefoult worden) und war später auch für den Endstand verantwortlich (70.). Das 3:0 war eine Co-Produktion zweier Freunde: Grupe bereitete vor, Dorf vollendete; beide stammen aus Stadtoldendorf und kennen sich schon lange. Der Bückeburger Julian Steierberg flog noch mit Gelb-Rot vom Platz (89.), die Punkte blieben an der Hindenburgallee. Und von „lethargisch“ war irgendwann auch bei Gehrmann keine Rede mehr.