08. April 2019 / 09:28 Uhr

Neun Dinger!! Lauri-Schwitalla-Torshow beim 10:1 des FC Eldagsen gegen Lenne 

Neun Dinger!! Lauri-Schwitalla-Torshow beim 10:1 des FC Eldagsen gegen Lenne 

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubel beim FC Eldagsen nach dem frühen 1:0 durch Lauri Schwitalla.
Jubel beim FC Eldagsen nach dem frühen 1:0 durch Lauri Schwitalla. © deisterpics/Stefan Zwing
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"Ich habe so etwas noch nicht erlebt". Holger Gehrmann war nach dem Spiel seines FC Eldagsen gegen den TSV Lenne ein wenig konsterniert. Warum? Sein Stürmer Lauri Schwitalla hatte beim 10:1 nicht weniger als neun Tore erzielt. Absoluter Wahnsinn in der Bezirksliga 4.

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In der Spielzeit 2017/18 hat Lauri Schwitalla neun Tore erzielt. Siebenmal traf er seinerzeit in der Hinrunde für Borussia Hannover, nach seinem Vereinswechsel im Winter war er für den damaligen Landesligisten FC Eldagsen auch noch zweimal erfolgreich.

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Schaper "klaut" Schwitalla ein Tor

Nun hat der Mittelstürmer wieder neunfach getroffen – allerdings dafür nicht eine komplette Saison benötigt, sondern gerade einmal 90 Minuten. Beim 10:1 (5:0)-Kantersieg der Eldagser gegen den TSV Lenne hieß der Torschütze sage und schreibe neunmal Schwitalla. Den einzigen Treffer, den der Spieler mit der Rückennummer 7 nicht erzielte, beförderte Gästespieler Erik Schaper zum 5:0 ins eigene Netz (44. Minute). Dahinter lauerte bereits ein einschussbereiter Akteur im gelben Trikot des FC Eldagsen. Sein Name? Lauri Schwitalla.

„Ich habe so was noch nicht erlebt“, sagte der eher konsterniert als euphorisch wirkende FCE-Coach Holger Gehrmann. „Aber er macht die Tore halt.“ Das kann man wohl so sagen – beim Tipp des Spieltags hatte Schwitalla optimistisch ein 4:0 seiner Mannschaft prophezeit. Und lachend „mit zwei Toren von mir“ ergänzt. Es sollten ein paar mehr werden ...

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 4 zwischen dem FC Eldagsen und TSV Lenne

Eldagsens Lucas Brünig (vorn) wird von Lennes Alex Bloch zu Fall gebracht. Zur Galerie
Eldagsens Lucas Brünig (vorn) wird von Lennes Alex Bloch zu Fall gebracht. ©

Bereits früh brachte der Torjäger sein Team per zweifelhaftem Elfmeter mit 1:0 in Front. „Das war überhaupt nichts“, kommentierte Gehrmann den Pfiff. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau legte der 26-jährige Angreifer das 2:0 nach (21.). „Lauri läuft dazwischen, und sonst war von denen da auch keiner mehr“, sagte Gehrmann. Per Kopf fiel das 3:0 aus kurzer Distanz, der Punkt für den Assist ging an Timon Scharmann (29.). Nach Schwitallas 4:0 (41.) sorgte das eingangs geschilderte Eigentor für den Pausenstand.

Sonderapplaus oder weitere Tore?

Den vierfachen Torschützen nun vielleicht auswechseln? Gehrmann stutzte – und lachte. „Nein, warum sollte ich?“ Stimmt, denn Schwitalla war noch lange nicht fertig, erzielte nach einem Standard von André Gehrke das 6:0 (51.) und per Elfmeter (Foul an Lucas Brünig, 55.) Tor Nummer sieben. Nun geriet Gehrmann doch ins Grübeln. „Vor dem Elfmeter habe ich kurz überlegt, ihn runterzunehmen“, sagte der Trainer, verwarf die Idee aber wieder.

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Und sicherte seiner Elf damit den zweistelligen Sieg durch drei weitere Schwitalla-Tore: aus zwölf Metern (61.), nach Umspielen des Keepers Maximilian Verwohlt (81.) sowie völlig frei im Strafraum (84.). Vom Punkt erzielte Stefan Stratmann den Endstand (86.).

Ein Lächeln genügt

Als der Matchwinner vom Feld ging, fiel ihm sein Trainer nicht etwa überschwänglich in die Arme. „Wir haben noch nicht miteinander gesprochen, sondern uns nur angelächelt“, sagte Gehrmann. „Aber das reicht bei uns manchmal auch.“