15. April 2021 / 18:20 Uhr

Zehn U19-Spieler rücken in die Reserve auf: Der radikale Jugendstil des FC Eldagsen

Zehn U19-Spieler rücken in die Reserve auf: Der radikale Jugendstil des FC Eldagsen

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Setzen auf Talente aus dem eigenen Unterbau: Karsten Bürst (links), Trainer der FCE-Reserve, und Justin Grube (rechts), Jugendleiter und neuer Co-Trainer des Kreisligisten.
Setzen auf Talente aus dem eigenen Unterbau: Karsten Bürst (links), Trainer der FCE-Reserve, und Justin Grube (rechts), Jugendleiter und neuer Co-Trainer des Kreisligisten. © privat
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Der FC Eldagsen II setzt in der neuen Saison verstärkt auf seinen eigenen Nachwuchs. Mindestens zehn Spieler sollen aus der aktuellen A-Jugend in die Landesligareserve aufrücken. Jugendleiter Grube verstärkt außerdem das Trainerteam.

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Am Montag ist Herbert Grönemeyer 65 Jahre alt geworden. Einer seiner großen Hits stammt aus den Achtzigerjahren und heißt „Kinder an die Macht“. Zwar ist der in Göttingen geborene Sänger bekennender Anhänger des Zweitligisten VfL Bochum, doch auch beim FC Eldagsen hat man sich nun an die Textzeilen des Barden erinnert.

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Denn mindestens zehn Spieler rücken im Sommer aus der aktuellen ­A-Jugendmannschaft (zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs Tabellenfünfter der Kreisliga 2) in die Männerreserve auf. „Da kommen einige Kicker raus, die richtig gut gegen den Ball treten können“, sagt Jugendleiter Justin Grube. Und gibt sogleich ein paar Beispiele.

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Das sind die Eldagser Talente

So lobt er Luca Trindade als „schnellsten Mann der A-Jugend-Kreisliga“, der Großes erreichen könne, „wenn er am Ball ähnlich stark wird“. Linksfuß Felix Symolka ließe sich als Außenverteidiger wie im Angriff aufbieten. Ähnlich flexibel präsentiere sich Mannschaftskapitän Norick Temps („fast überall einsetzbar“, so Grube).

Mit Nico Bauer könne sich das Team, das in der Kreisliga 4 zuletzt eher im hinteren Bereich feststeckte, auf einen feinen Techniker für die Innenverteidigung freuen. Jung, aber dennoch alles andere als klein zeigt sich Manuel Kunze. „Mit 1,90 Meter eine Rakete im Zentrum“, schwärmt Grube.

Grube unterstützt Bürst als Co-Trainer

Er selbst wird den Weg des gezüchteten Nachwuchses weiter aus nächster Nähe begutachten können. Denn – irgendwie folgerichtig: Der bisherige ­A-Juniorencoach wird künftig zum Trainerteam der 2. Herren um den alten und neuen Chef Karsten Bürst gehören. „Für sein Alter bringt Justin sehr viel Fachwissen sowie Engagement mit und hat zu seinen Jungs einen guten Draht, den sich der Verein auch in Zukunft wünscht“, sagt Präsident Karl-Heinz Westenfeld. „Er wird mit Karsten Bürst ein tolles Duo bilden.“

"Ziel, die Spieler über die zweite Mannschaft für das Landesligateam zu entwickeln"

Und der Cheftrainer ergänzt: „Für die Spieler, die in den nächsten Jahren die Jugend verlassen werden, ist es ein klares Zeichen, dass wir auf den Nachwuchs setzen und langfristig arbeiten möchten. Ziel soll es sein, die Spieler über die zweite Mannschaft für das Landesligateam von Holger Gehrmann zu entwickeln.“

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Die Gelb-Schwarzen, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern würden, wenn Corona nicht dazwischengefunkt hätte, scheinen damit ihren Weg für die Zukunft gefunden zu haben. „Der Weg“ – übrigens ein weiterer Grönemeyer-Song, wenn auch ursprünglich aus einem komplett anderen Kontext.