04. Oktober 2020 / 14:15 Uhr

„Anders kann er es nicht“: Strafraumstürmer Schwitalla schießt den FC Eldagsen zum unverdienten Sieg

„Anders kann er es nicht“: Strafraumstürmer Schwitalla schießt den FC Eldagsen zum unverdienten Sieg

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eldagsens Lauri Schwitalla und Bavenstedts Sven Reimann kämpfen um den Ball.
Eldagsens Lauri Schwitalla und Bavenstedts Sven Reimann kämpfen um den Ball. © deisterpics/Stefan Zwing
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 „Vielleicht war das nicht verdient“, sagte Holger Gehrmann rückblickend. Drei Punkte gab es für den 3:2 (1:1)-Sieg in der Landesliga Süd gegen den SV Bavenstedt dennoch. Großen Anteil daran hatte zwei Spieler, die der Trainer des FC Eldagsen von seiner früheren Station mitgebracht hatte.

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Das 2:2 irgendwie über die Zeit bringen. Als die letzten Sekunden der Partie zwischen dem ersatzgeschwächten FC Eldagsen und dem SV Bavenstedt anbrachen, nahm FCE-Coach Holger Gehrmann seinen zweiten Wechsel vor. Mit Christian Marx kam ein Stand-by-Akteur. Er sollte mithelfen, den Punkt ins Ziel zu bringen.

Doch das ging schief. Als Linksfuß auf der rechten Seite, das war ungewohnt für den 33-Jährigen, der sich in der Schlussminute nicht anders zu helfen wusste, als einen Ball etwas unkonventionell mit dem „falschen Fuß“ vor das Bavenstedter Tor zu bugsieren.

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem FC Eldagsen und SV Bavenstedt

Eldagsens Björn Graw (links) im Luftduell mit Bavenstedts Daniel Reuter. Zur Galerie
Eldagsens Björn Graw (links) im Luftduell mit Bavenstedts Daniel Reuter. ©

Schlussmann Lukas Broihan bekam ihn zwar zu fassen, doch rutschte ihm die Kugel unter dem Körper durch. Lauri Schwitalla bedankte sich und traf zum 3:2-Endstand. „Vielleicht war das nicht verdient“, sagte Gehrmann. Drei Punkte gab es dennoch.

„Aber das reicht ja auch“

Schwitalla hatte auch für den ersten Treffer des Tages gesorgt, als er von Björn Graw von rechts angespielt worden war und aus kurzer Distanz verwandelte (9. Minute). „Anders als im Sechzehner kann er es nicht“, sagte Gehrmann lachend. „Aber das reicht ja auch.“

Was nicht reichte, war die Darbietung der Gelb-Schwarzen in den zehn Minuten nach dem 1:0 sowie unmittelbar nach der Pause. Diese schlafmützigen Phasen bezahlten sie mit Gegentoren.

Bürst hält, Groth gleicht zum 2:2 aus

Beide Male (15., 50.) weckte Felix Bielicke die Gastgeber unsanft aus ihren Träumen. Aus elf Metern hätte sogar noch ein Gästetor hinzukommen können, doch der Foulstrafstoß, den Sebastian Mende verursacht hatte, landete neben dem Tor, Marcel Bürst musste nicht eingreifen (17.). Dafür hielt er die Seinen in der 70. Minute mit einem Klassereflex im Spiel.

Felix Groth, zu Anfang noch an der Latte gescheitert (5.), traf kurz darauf mit seinem schwächeren rechten Fuß zum wichtigen 2:2 (73.). „Meine beiden Ex-Krähenwinkeler“, sagte Gehrmann erfreut, der beide Torschützen von seiner früheren Station mitgebracht hatte.