28. Mai 2020 / 11:30 Uhr

Nach dem "Go" von Vater Holger: FC Eldagsen holt Fabio Gehrmann aus Garbsen 

Nach dem "Go" von Vater Holger: FC Eldagsen holt Fabio Gehrmann aus Garbsen 

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Fabio Gehrmann (Mitte) wechselt zum FC Eldagsen, eingefädelt hat den Transfer Teammanager Sebastian Westenfeld (links). Zusammenarbeiten wird er auch mit Co-Trainer Ali Ibrahim (rechts).
Fabio Gehrmann (Mitte) wechselt zum FC Eldagsen, eingefädelt hat den Transfer Teammanager Sebastian Westenfeld (links). Zusammenarbeiten wird er auch mit Co-Trainer Ali Ibrahim (rechts). © privat
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Fabio Gehrmann schnürt künftig seine Schuhe für den FC Eldagsen. Der 17-jährige Defensivspieler wechselt von den A-Junioren des TuS Garbsen zum Landesligisten, dessen Trainer sein Vater Holger Gehrmann ist. Der fädelte den Wechsel nicht ein, musste aber natürlich sein "Go" geben.

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Auch Trainer müssen Abstand halten. Abklatschen zur Begrüßung, kumpelhafte Umarmung nach gelungener Aktion oder zum Trost? Alles nicht drin derzeit. Davon ausgenommen sind allerdings ausdrücklich Angehörige desselben Haushalts.

Nun täte man Fabio Gehrmann allerdings unrecht, würde man sagen, dass der FC Eldagsen den defensiven A-Junior vom TuS Garbsen vor allem deshalb für die neue Saison verpflichtet hat, damit sein Vater – und bald nun auch Trainer – Holger Gehrmann mal wieder jemanden zum legalen in die Seite Knuffen hat. Nein – denn vor allem sportlich soll der 17-Jährige dem Landesligisten weiterhelfen. „Ich traue ihm das zu“, sagt Holger Gehrmann.

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Beim Wechsel des Filius, der in den vergangenen Jahren bereits des Öfteren als Trainingsgast an der Hindenburgallee gesichtet worden ist, war Gehrmann senior jedoch gar nicht die treibende Kraft. „Angeleiert hat das Basti Westenfeld“, erklärt Holger Gehrmann. Erst als Fabio und der Teammanager sich geeinigt hatten, kam der Vater aka Coach dazu: „Ich musste nur noch mein Go geben.“ Der Trainer freut sich auf einen „ehrgeizigen Jungen“ und darauf, die 35 Kilometer aus Letter nun nicht mehr allein zurücklegen zu müssen.

Auf jeden Fall weiter in der Landesliga

Die Planung des Aufsteigers, der als Zehnter – egal, auf welche Abbruchvariante die Wahl fällt – ein weiteres Jahr Landesliga vor der Brust hat („Einfrieren der Tabelle, Quotientenregel oder Stand zur Winterpause – wir sind immer über dem Strich“, so Gehrmann), ist damit praktisch abgeschlossen. Fabio Gehrmann ist der fünfte Neue. Abgesehen von Jan Flügge (nach Egestorf) und Mark Jeske, der sich aus beruflichen Gründen zurückziehen wird, sind keine schmerzhaften Abgänge zu erwarten.

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Auch in der Schaltzentrale mit Westenfeld, dem Cheftrainer sowie Assistent Ali Ibrahim bleibt alles beim Alten. „Sowas kann sich nach drei Jahren ja schon mal abnudeln“, sagt Holger Gehrmann. „Doch wir haben immer wieder spannende Projekte. Da ist unser Manager der Ausschlaggebende.“

Neueste Idee: Eine aus Europaletten selbstgezimmerte Lounge neben dem Platz für Spieler und Zuschauer. „Die wird noch in Schwarz-Gelb bepolstert und darüber ein Sonnensegel gespannt“, kündigt Westenfeld an. Anfangs kann man die Möbel ja noch etwas auseinanderrücken.