03. März 2019 / 13:50 Uhr

Erzgebirge-Aue-Trainer macht „Liebeserklärung“ an sein Team

Erzgebirge-Aue-Trainer macht „Liebeserklärung“ an sein Team

dpa
Trainer Daniel Meyer (r)vom FC Erzgebirge Aue freut sich nach Spielende mit Tom Baumgart über den 3:0-Sieg gegen den SV Sandhausen. 
Trainer Daniel Meyer (r)vom FC Erzgebirge Aue freut sich nach Spielende mit Tom Baumgart über den 3:0-Sieg gegen den SV Sandhausen.  © dpa
Anzeige

Sie rannten über 118 Kilometer und belohnten sich mit drei Toren und drei Punkten: Erzgebirge Aue gelang in Sandhausen ein wichtiger Sieg. Trainer Daniel Meyer war stolz auf seine Mannschaft, aus der Doppeltorschütze Testroet herausragte.

Anzeige
Anzeige

Sandhausen/Aue (dpa) – Nach dem Schlusspfiff lagen sich einige Auer Spieler jubelnd in den Armen, andere sanken völlig erschöpft zu Boden. Zum Abschluss einer kräftezehrenden Woche mit drei Partien in sechs Tagen war dem FC Erzgebirge Aue beim Tabellenletzten SV Sandhausen ein enorm wichtiger Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga gelungen.

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom Rückrundenspiel in Sandhausen!

SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue (0:3) Zur Galerie
SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue (0:3) ©
Anzeige

„Ich muss eine Liebeserklärung an meine Mannschaft machen. Was die Spieler in dieser Woche geleistet haben, ist brutal. Sie waren müde und sind weit über ihren Schmerzpunkt gegangen. Das Spiel dann so klar zu gewinnen, war großes Kino“, sagte Trainer Daniel Meyer nach dem 3:0-Erfolg.

FC Erzgebirge Aue geht in erster Minute in Führung

In Sandhausen gelangen den Auer vor allem die Dinge, für die sie nach dem bisherigen Rückrundenverlauf noch kritisiert worden waren. Hervorzuheben ist die enorme Laufleistung. Beeindruckende 118,59 Kilometer legten die FCE-Profis als Team zurück. An erster Stelle stand aber das Toreschießen. In vier der ersten fünf Partien nach der Winterpause blieben die „Veilchen“ ohne Treffer. In Sandhausen klingelte es schon nach 47 Sekunden im gegnerischen Kasten.

💜⚒️💪 @ PicturePoint

Gepostet von FC Erzgebirge Aue am Samstag, 2. März 2019

Pascal Testroet traf aus 15 Metern mit einem satten Schuss in den rechten Winkel, nachdem SV-Kapitän Denis Linsmayer den Ball im Mittelfeld an Jan Hochscheidt verloren hatte. „Dass man schon nach einer Minute so ein Geschenk bekommt, passiert nicht sehr oft. Wir haben das ausgenutzt und danach ein bärenstarkes Spiel gemacht“, erklärte Testroet.

FC Erzgebirge Aue mit 29 Punkten im sicheren Tabellenmittelfeld

Für den Mittelstürmer war es der erste Treffer 2019 – und damit auch eine mentale Befreiung. Plötzlich war bei Testroet die Leichtigkeit aus der Hinrunde zurück. Mit seinem zweiten Tor des Tages in der 69. Minute sorgte der Angreifer für die Vorentscheidung. „Ich bin ein Kopfmensch und habe mir in den letzten Tagen schon Gedanken gemacht. Aber Trainer und Mitspieler hatten nie an mir gezweifelt, sondern immer an mich geglaubt. Deswegen haben die Tore enorm gut getan. Ich bin froh, dass ich wieder etwas zurückgeben konnte“, sagte Testroet, der nun schon 13 Saisontreffer auf seinem Konto stehen hat.

Mehr aus der 2. Bundesliga

Nach dem souveränen Sieg in Sandhausen konnte sich der FC Erzgebirge mit aktuell 29 Punkten ins gesicherte Tabellenmittelfeld absetzen. Bedenken, dass in Aue aufgrund der komfortablen Situation wieder der Schlendrian einkehren könnte, haben weder Trainer Meyer noch Torjäger Testroet. „Um für den Klassenverbleib auf Nummer sicher zu gehen, brauchen wir 40 Punkte. Die Marke wollen wir so schnell wie möglich erreichen, um in ruhiges Fahrwasser zu kommen“, betonte Meyer.

Aue will gegen SC Paderborn 07 nächsten Dreier holen

„Wir haben unsere gute Situation, die wir zur Winterpause hatten, in den ersten Spielen der Rückrunde etwas eingebüßt. Aber jetzt sind wir gestärkt zurückgekommen und werden hoffentlich so weitermachen. Es macht doch Spaß, so erfolgreich Fußball zu spielen“, sagte Testroet, für den in den kommenden beiden trainingsfreien Tagen jedoch nur eins zählt: „Einfach nur ausruhen, ausruhen und nochmals ausruhen. Denn am Samstag kommt Paderborn, da wollen wir mit frischen Kräften den nächsten Dreier holen.“

Ob Robin Lenk dann wieder neben Chefcoach Meyer auf der Bank Platz nimmt, ist sehr fraglich. In Sandhausen fehlte der Co-Trainer wiederholt. Laut einer Vereinsmitteilung vom Samstagabend sei der 34 Jahre alte Lenk erkrankt und befinde sich in ärztlicher Behandlung. Über die genauen Hintergründe der Erkrankung machten die Auer keine Angaben.

ANZEIGE: #GABFAF-T-Shirt plus gratis Gymbag! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt