18. Oktober 2020 / 18:18 Uhr

Revanche geglückt! Effizientere Egestorfer nach 3:0 gegen Gifhorn Spitzenreiter

Revanche geglückt! Effizientere Egestorfer nach 3:0 gegen Gifhorn Spitzenreiter

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des 1. FC Germania Egestorf/Langreder feiern das 2:0.
Die Spieler des 1. FC Germania Egestorf/Langreder feiern das 2:0. © deisterpics/Stefan Zwing
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"Wir haben vielleicht nicht so gut gespielt wie im Pokal, haben aus unseren Möglichkeiten aber mehr gemacht", sagt Paul Nieber, Trainer des 1. FC Germania Egestorf/Langreder nach dem 3:0 gegen den MTV Gifhorn. Sein Team hat Revanche für das Pokal-Aus genommen - und ist jetzt Oberliga-Spitzenreiter.

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Mit dem 3:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den MTV Gifhorn ist dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder die Revanche für das Pokal-Aus unter der Woche gegen den gleichen Gegner geglückt. Zudem ist es der höchste Saisonsieg gewesen, der dem Team von Trainer Paul Nieber die Tabellenführung in der Oberliga eingebracht hat. Gleich drei Dinge auf einmal – das geht nun wirklich für die Deisterstädter.

„Wir haben vielleicht nicht so gut gespielt wie im Pokal, hatten auch weniger Ballbesitz, haben aus unseren Möglichkeiten aber mehr gemacht“, sagte Nieber – und das ist der entscheidende Unterschied zur Partie am vergangenen Mittwoch gewesen.

Bilder vom Spiel der Oberliga zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und MTV Gifhorn

Gifhorns Mathes Hashagen versucht, mit langem Bein Egestorfs Marko Ilic zu stoppen. Zur Galerie
Gifhorns Mathes Hashagen versucht, mit langem Bein Egestorfs Marko Ilic zu stoppen. ©

Das erste Ausrufezeichen setzte Tobias Kienlin, der auf Vorlage von Wlad Maslyakov knapp verzog (15. Minute). Der Schuss von Marko Ilic (21.) verpasste sein Ziel ebenso wie ein Kopfball von Robin Gaida (24.). Doch bevor das Gefühl aufkam, dass sich das Festival an ungenutzten Torchancen gegen die Gifhorner wiederholen könnte, fiel das 1:0 für die Germania. Marvin Stieler spielte einen Ball auf den langen Pfosten, Lennart Novotny lief ein und verwandelte volley (33.). Mit dem sehenswerten Führungstor wurden die Seiten gewechselt.

Ole Schöttelndreier verhindert Schlimmeres

In den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs erarbeiteten sich die Gäste mehr Feldvorteile. Egestorfs Torhüter Ole Schöttelndreier musste mit einer Glanzparade Schlimmeres verhindern (50.). „Wenn Gifhorn da das 1:1 macht ...“, beendete Nieber seinen Satz nicht.

Doch mit dem Treffer zum 2:0 von Robin Gaida (65.) lösten sich etwaige Bedenken in Luft auf. „Danach hat man gesehen, dass der Gegner konditionell nicht mehr auf der Höhe war“, sagte der Coach der Gastgeber. Der Innenverteidiger des 1. FC Germania hatte einen Freistoß des starken Kapitäns Joshua Siegert per Kopf ins Netz befördert.

Wenige Minuten später erhöhten die Egestorfer auf 3:0: Ein Konter lief über Novotny und Ilic, der die MTV-Defensive mit einer Ablage zurück auf Novotny überlistete. Für sein zweites Tor an diesem Nachmittag musste der Mann aus dem linken offensiven Mittelfeld nur noch einschieben (72.).

Talent Dominik Swientek kann sich zeigen

Erwähnenswert war der erste längere Einsatz von Dominik Swientek. Der aus der U19 aufgerückte Sechser hatte Stieler in der 77. Minute ersetzt, und das laut Nieber „sehr gut“. Am Ende hätten es die Egestorfer noch höher gestalten können, doch sowohl der eingewechselte Nick Bode als auch Novotny scheiterten bei ihren Kontern. Pech hatte Letztgenannter, dessen Schuss erst an den rechten Pfosten ging, auf der Linie lang flog bis zum linken Pfosten, und von dort wieder heraus sprang.

Das 3:0 bescherte dem 1. FC Germania erstmalig in dieser Spielzeit den ersten Platz im Klassement der Oberliga – und die Genugtuung, sich gegen die Gifhorner rehabilitiert zu haben. „Natürlich haben wir Ende der Woche im Training Torabschlüsse geübt. Letztlich ist das aber eine Frage des Selbstvertrauens, und das war heute da“, sagte Nieber.