14. August 2020 / 16:10 Uhr

FC Grimma: Den Husaren-Sportpark zur Festung ausbauen

FC Grimma: Den Husaren-Sportpark zur Festung ausbauen

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Die Mannschaft des FC Grimma für die neue Oberliga-Saison.
Die Mannschaft des FC Grimma für die neue Oberliga-Saison. © hanni
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Fußball-Oberligist FC Grimma bestreitet am Samstag gegen den 1. FC Merseburg sein erstes Pflichtspiel nach über fünf Monaten.

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Grimma. So viel dürfte mit Blick auf die am Wochenende beginnende neue Saison in der Fußball-Oberliga feststehen: Sie wird keine normale werden. Unter anderem deshalb nicht, weil alle Vereine den Ball nur auf der Grundlage von Hygienekonzepten rollen lassen dürfen und weil die eh schon eng geschnittenen Budgets der meisten Vereine in der unter ökonomischen Gesichtspunkten wenig lukrativen fünften Liga nach und mit Corona nicht unbedingt üppiger ausgestaltet sein dürften.

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Den Gürtel in der neuen Saison enger zu schnallen gilt es auch beim ersten Gegner des FC Grimma am Sonnabend ab 14 Uhr im heimischen Husarensportpark, dem 1. FC Merseburg. „Deshalb wird es für uns ganz sicher keine einfache Spielzeit“, blickt der sportliche Leiter und Trainer der Oberliga-Mannschaft aus dem Südosten Sachsen-Anhalts, Daniel Ferl, auf die kommenden Wochen und Monate voraus.

„Leicht wird es aber ganz sicher nicht“

Dass der Verein in der Oberliga durchaus mithalten kann, bewies er in seiner wegen Corona vorzeitig beendeten Premierensaison in Liga 5, in der er zum Zeitpunkt des Abbruchs einen Platz ziemlich genau in der Mitte der Tabelle und noch vor den samstäglichen Gastgebern einnahm. „Seitdem haben wir einige Abgänge kompensieren müssen, und ich hoffe, dass uns dies gelungen ist, worauf unsere gute Vorbereitung schließen lässt“, so Ferl, der gegen Grimma ein enges Spiel erwartet. „Die Mannschaft ist für ihre Heimstärke bekannt, weshalb es für uns nicht einfach werden wird. Nichtsdestotrotz wollen wir etwas Zählbares aus dem Spiel mitnehmen.“

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Naheliegend, dass diese Zielvorgabe auch sein Kollege auf Seiten der Gastgeber seinen Schützlingen für den samstäglichen Saison-Eröffnungskick mit auf den Weg geben wird. „Leicht wird es aber ganz sicher nicht, und wir werden Merseburg auch nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Alexander Kunert, der bei seinem Team noch „einigen Sand im Getriebe“ ausgemacht hat. „Diesen herauszubekommen, wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Gegenüber unserem ersten Gegner haben wir aber den Vorteil, über ein weitgehend eingespieltes Team zu verfügen“, so der FC-Coach, der sich im Vorfeld bei seinem ehemaligen und jetzt bei FSV Krostitz kickenden Schützling Stefan Maruhn über den Gegner am Samstag erkundigt hat.

Mission: Festung Husaren-Sportpark

Wen er gegen diesen von seinen Spielern aufs Feld führen und wen er darüber hinaus auf der Bank Platz nehmen lassen wird, dies entscheidet sich dem FC-Coach zufolge nach dem Abschlusstraining am Freitag. „80 Prozent der Startelf habe ich im Kopf, über die restlichen 20 entscheide ich nach dem Training“, erklärt Kunert, dem zufolge die drei Neuzugänge – allen voran Knipser Moritz Griesbach und Abwehrmann Felix Mertes – gute Chancen haben, dem 18-köpfigen Kader anzugehören. Ferner feststehen wird nach dem Abschlusstraining, wer in den kommenden Wochen und Monaten die Kapitänsbinde tragen wird. „Die Mannschaft wird heute wieder drei Kapitäne nominieren, aus denen ich dann vor den Spielen eine Auswahl treffen werde“, so der FC-Coach, der bis auf den in dieser Woche ins individuelle Training eingestiegenen Toni Ziffer personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Gute Voraussetzungen, um am Samstag den ersten Schritt auf dem Weg hin zum selbstgesetzten Saisonziel gehen zu können, den Husarensportpark in der neuen Saison zu einer Festung auszubauen.