13. Dezember 2019 / 13:03 Uhr

FC Grimma gegen Askania Bernburg findet statt

FC Grimma gegen Askania Bernburg findet statt

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
FC Grimma - Askania Bernburg.
FC Grimma - Askania Bernburg. © Karsten Hannover
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Am Freitagvormittag wurde bekannt gegeben, dass Bernburg genug Spieler zusammen bekommt und das erste Rückrundenspiel ausgetragen werden kann.

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Bernburg/Grimma. Spielen sie, oder spielen sie nicht? Diese Frage stand in dieser Woche über dem am Sonnabend um 13 Uhr angesetzten ersten Spiel der Oberliga-Rückrunde des FC Grimma beim TV Askania Bernburg, das zugleich das letzte vor der Winterpause gewesen wäre. Und es auch sein wird. Denn seit Freitagvormittag steht definitiv fest, dass die Saalestädter ein Team zusammen bekommen werden und auf das heimische Kunstrasen-Geläuf entsenden können. Vor Wochenfrist war dies nicht gelungen mit der Konsequenz, dass Bernburg sein Heimspiel gegen den VfL 96 Halle aufgrund akuten Spielermangels absagen musste. „Dem Bernburger Trainer zufolge könnten das Spiel gegen Grimma nurmehr ein Erdrutsch oder 30 Zentimeter Neuschnee verhindern“, informierte am Freitag Detlef Liedmann, Sportredakteur bei der Mitteldeutschen Zeitung.

An der Mulde dürfte man die Kunde positiv aufgenommen haben, hatte doch FC Grimma-Coach Alexander Kunert bereits nach dem 1:1 ausgegangenen Nordhausen-Spiel angedeutet, kein Interesse daran zu haben, ein Nachholspiel bis in den Februar vor sich herzuschieben. Zumal mit einem Sieg in der Ferne die 20 Punkte-Marke deutlich übersprungen werden und der Staffelneuling mit etwas Glück von aktuell Rang 10 auf 8 und damit punktgenau in die Mitte der Tabelle der Oberliga-Südstaffel springen könnte.

Grimma-Coach erwartet hoch motivierten Gegner

Der größere Druck dürfte in jedem Fall beim Gastgeber liegen. Denn vom Ergebnis der Saison 2017/18, als die Bernburger mit Tabellenrang 6 ihr bislang bestes Ergebnis seit ihrem 2014 realisierten Oberliga-Aufstieg ablieferten, ist der 1879 als Turnverein gegründete TV Askania derzeit Lichtjahre weit entfernt. Gerade mal zwei Siegen stehen in der zu Ende gegangenen Oberliga-Hinrunde zwölf Niederlagen gegenüber, die ihren Niederschlag im vorletzten Tabellenplatz gefunden haben. Und es könnte noch dicker kommen: Denn das Sportgericht wird eine Entscheidung über die abgesetzte Partie gegen den VfL 96 Halle fällen, wobei aus Bernburger Sicht im schlimmsten Fall die drei Punkte dem Club aus der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt gutgeschrieben werden könnten.

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FC Grimma-Coach Kunert erwartet aus diesen Gründen einen hoch motivierten Gegner und verspricht seinerseits den FC-Fans, dass sich seine Kicker ebenfalls ins Zeug legen werden. „Ein lockeres Auslaufen im letzten Spiel vor der Winterpause wird es mit mir an der Seitenlinie nicht geben, die Hinrunde ist Geschichte, jetzt muss unser Fokus auf die Rückrunde gerichtet sein.“ Mit dabei helfen wird Mittelfeldmann Jan Hübner nach Absitzen seiner Gelb-Sperre sowie der wieder genesene Max Weber. „Hinter dem Einsatz von Routinier Stefan Maruhn steht demgegenüber noch ein Fragezeichen, aber mit zwei Rückkehrern werden wir mit einem quantitativ soliden Kader die reise nach Bernburg antreten können“, so Alexander Kunert, dessen Team wie schon in Nordhausen ein Kunstrasenplatz erwarten wird. „Das ist für uns kein Thema, wir trainieren in Grimma auf Kunstrasen und haben uns in Nordhausen diesbezüglich am letzten Spieltag 90 Minuten einspielen können.“