25. Oktober 2021 / 10:03 Uhr

FC Grimma gegen FC An der Fahner Höhe torlos, aber mit Hoffnung

FC Grimma gegen FC An der Fahner Höhe torlos, aber mit Hoffnung

Tom Rietschel
Leipziger Volkszeitung
Kein Weg führte für den FC Grimma an Gästetorhüter Max Reinwald vorbei, auch Moritz Griesbach scheiterte artistisch.
Kein Weg führte für den FC Grimma an Gästetorhüter Max Reinwald vorbei, auch Moritz Griesbach scheiterte artistisch. © Karsten Hannover
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Der FC Grimma verpasst in der Oberliga (Staffel Süd) durch das 0:0 gegen den thüringischen FC An der Fahner Höhe den zweiten Sieg in Folge. Trotzdem kann Coach Kunert mit der Leistungssteigerung seiner Mannschaft insbesondere in der zweiten Spielhälfte zufrieden sein.

Grimma. „Es war ein Spiel, welches auch 4:4 hätte ausgehen können. Einerseits bin ich froh über den Punkt, andererseits war hinten raus sogar ein Sieg möglich“, resümiert Alexander Kunert, Trainer des FC Grimma, das torlose Unentschieden in der Oberliga (Staffel Süd) im Husaren-Sportpark gegen den FC An der Fahner Höhe am Samstag. „Ich denke, letztlich geht das Ergebnis in Ordnung.“

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FC Grimma begann wie die Feuerwehr

Die 100 Zuschauer sahen eine Begegnung mit zwei verschiedenen Halbzeiten. Dabei gehörten die ersten 45 Minuten den Gästen aus Thüringen, die es allerdings versäumten, ihre Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Nach dem Wechsel steigerten sich die Muldestädter und erarbeiteten sich eine gewisse Feldüberlegenheit. Allerdings blieben auch die Gastgeber im Torabschluss glücklos. „Natürlich ärgern wir uns etwas, dass wir mit der ausgelassenen Großchance von Moritz Griesbach kurz vor Spielende nicht auf die Siegerstraße gelangen“, sagt der Grimmaer Coach. „Doch schlussendlich können wir mit dem Punkt leben und nehmen diesen auch mit.“

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Das Oberliga-Duell zwischen dem FC Grimma und dem FC An der Fahner Höhe endet torlos. Zur Galerie
Das Oberliga-Duell zwischen dem FC Grimma und dem FC An der Fahner Höhe endet torlos. ©

Dabei begannen die Gastgeber wie die Feuerwehr. Bereits nach zwei Minuten hatte der frei durchgebrochene Jan Hübner den Führungstreffer auf dem Fuß, doch reagierte Gäste-Schlussmann Max Reinwald glänzend. Die Anfangsminuten gehörten klar den Muldestädtern. Doch nach gut einer Viertelstunde fanden sich die Thüringer besser zurecht und deuteten in der Folgezeit gleich mehrfach ihre Torgefährlichkeit an. Zunächst verlängerte Jens Möckel einen Eckball von Elshan Aliyev gefährlich in Richtung des zweiten Pfostens, doch fand sich kein Abnehmer, um davon Profil zu schlagen (14.).

Kunert mit Leistungssteigerung zufrieden

Fahner Höhe erlangte nun eine gewisse Feldüberlegenheit, wobei die Gäste immer wieder vom sehr fehlerhaften Passspiel der Kunert-Schützlinge profitierten. „In der Trainingswoche müssen wir diesbezüglich gewaltig zulegen“, sprach der Grimmaer Trainer die Defizite im Ballvortrag seiner Elf offen an. „Hier müssen wir die Qualität extrem nach oben schrauben.“ Trotzdem erarbeiteten sich die Gastgeber auch in der Folgezeit die eine oder andere Möglichkeit, doch resultierten diese fast ausschließlich nach Einzelaktionen. „Trotz des Sieges in Merseburg hat man meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit etwas die Verunsicherung angesehen“, berichtet Kunert. „Aber es ist eben eine junge Truppe, der man sicherlich ab und an die nicht einfache gegenwärtige Situation anmerkt.“

Mit fortlaufender Spielzeit war unverkennbar, dass die Muldestädter das Heft des Handelns in Halbzeit zwei immer mehr an sich rissen. So kamen die Gäste in der Schlussphase kaum noch zu Entlastungsangriffen, doch schafften es die Muldestädter nicht, ihre Überlegenheit auf der Anzeigetafel auszudrücken. Kunert zeigt sich in der Analyse insbesondere von der Leistungssteigerung jedes Einzelnen im zweiten Durchgang sehr erfreut. „Für uns gilt es nun, nach dem letztwöchigen Sieg in Merseburg und dem heutigen Zähler gegen Faher Höhe, eine kleine Serie zu starten.“ Die Trauben am kommenden Samstag beim FC Oberlausitz Neugersdorf (Anstoß 13.30 Uhr) hängen wiederum sehr hoch.