11. April 2022 / 14:31 Uhr

FC Grimma landet Befreiungsschlag - Ronneburg im Krankenhaus

FC Grimma landet Befreiungsschlag - Ronneburg im Krankenhaus

Tom Rietzschel / lvz
Leipziger Volkszeitung
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Der FC Grimma landet gegen Martinroda einen wichtigen Sieg. © Hanni
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Die Elf von Trainer Alexander Kunert holt mit einem Sieg gegen den FSV Martinroda drei dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga. Dabei musste die Elf schon frühzeitig einen Schockmoment verkraften, Abwehrmann Stefan Ronneburg musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Grimma. Nach vier Niederlagen in Folge hat der FC Grimma endlich den Bock umgestoßen. Vor 117 Zuschauern im heimischen Husaren-Sportpark gewannen die Muldestädter den Abstiegs-Thriller gegen den FSV Martinroda mit 3:1 (2:1) und machten damit den ersten kleinen Schritt in Sachen Realisierung des Klassenerhalts. Zweifelsohne brannten die Einheimischen in den 90 Minuten nicht wirklich ein Feuerwerk ab, doch war dies angesichts der jüngsten negativen Ergebnisse und des daraus resultierenden fehlenden Selbstvertrauens auch nicht zu erwarten.

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Frühe Führung

Über die gesamte Spielzeit waren die Grimmaer die bessere Mannschaft, so dass letztlich ein verdienter Sieg eingefahren wurde. „Ich denke, dass unser Sieg völlig in Ordnung geht“, resümierte Coach Alexander Kunert. „Heute haben wir uns für den Aufwand belohnt. Diese drei Punkte sind für uns im Kampf um den Klassenerhalt eminent wichtig. Entscheidend wird es sein, dass wir fortan weiter von Spiel zu Spiel denken und nun dranbleiben.“ Dabei begann die Partie aus Grimmaer Sicht erst einmal mit einem Schockmoment. Nach einer Zweikampf-Situation blieb Innenverteidiger Stefan Ronneburg im Anschluss bewusstlos auf dem Boden liegen, so dass man zunächst Schlimmes befürchten musste (5.). Wieder bei Bewusstsein wurde der Winter-Neuzugang aus Merseburg daraufhin vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, welches er nach gründlichen Untersuchungen am späten Nachmittag glücklicherweise wieder verlassen konnte.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum 3:1-Sieg

Der FC Grimma gewinnt das Kellerduell gegen den FSV Martinroda mit 3:1. Zur Galerie
Der FC Grimma gewinnt das Kellerduell gegen den FSV Martinroda mit 3:1. ©

Doch auch von dieser frühen Schrecksekunde ließen sich die Muldestädter nicht aus der Bahn werfen und begannen die Partie recht vielversprechend. Engagement, Wille und Leidenschaft waren von Beginn an zu sehen, so dass man die Thüringer in der Defensive immer wieder beschäftigen konnte.

Daher kam es nicht von ungefähr, dass man den Lohn für den Anfangsschwung recht bald einfahren konnte. Gäste-Kapitän Tom Nowak ließ sich im eigenen Strafraum an der Torauslinie zu einem Foulspiel gegen Moritz Griesbach hinreißen – Schiedsrichter Toni Bauer (Joachimsthal) entschied sofort auf Strafstoß. Michel Schwarz ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen und nagelte die Kugel zum 1:0 unters Tordach (13.). Die frühe Führung setzte bei der Kunert-Elf zusätzliche Kräfte frei. Vier Minuten später servierte Felix Beiersdorf einen Eckball auf den ersten Pfosten, der frühzeitig für Ronneburg ins Spiel gekommene Tim Mattheus lief perfekt ein und köpfte zum 2:0 in die Maschen (17.).

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„Nach den letzten Negativ-Ergebnissen tut uns dieser Sieg extrem gut“

Damit war Martinroda frühzeitig kalt erwischt, doch bewiesen die stark ersatzgeschwächten Mittelthüringer fortan Stehvermögen und fanden wenig später den Wiedereintritt in die Begegnung. Mit ihrer ersten Offensiv-Aktion kam der FSV zum 2:1-Anschlusstreffer, als Liam Floßmann eine unübersichtliche Situation im Grimmaer Strafraum als Erster durchschaute und die Kugel flach ins Gehäuse stocherte (25.). „Den Anschlusstreffer vor der Halbzeit zu kassieren, war psychologisch sicherlich nicht ganz so einfach“, so Kunert. „Demzufolge haben wir zur Pause explizit darauf hingewiesen, dass wir das dritte Tor machen müssen, um wieder etwas Ruhe in unsere Aktionen zu bekommen.“ Und genau dies beherzigte seine Mannschaft sofort nach Wiederanpfiff. 30 Sekunden waren in den zweiten 45 Minuten absolviert, als eine Eingabe von Griesbach bis zum zweiten Pfosten durchrutschte – Funken ließ sich nicht zweimal bitten und ließ FSV-Keeper Felix Nicolai mit einem platzierten Abschluss zum 3:1 nicht die Spur einer Chance (46.). Mit diesem fulminanten Auftakt stellten die Muldestädter frühzeitig die Weichen in Richtung Heimsieg.

Grimmas Michel Schwarz zeigte bei einem zweiten Elfmeter Nerven, als er sowohl beim Strafstoß als auch beim Nachschuss am glänzend reagierenden Nicolai scheiterte (65.). „Nach den letzten Negativ-Ergebnissen tut uns dieser Sieg extrem gut“, so Coach Kunert. „Entscheidend wird nun sein, dass wir dieses Ergebnis richtig einordnen, denn es war nicht mehr als der erste kleine Schritt. In Zorbau steht für uns am Samstag das nächste Endspiel an. Da müssen wir nachlegen.“

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