09. Dezember 2019 / 17:03 Uhr

FC Grimma liegt nach Unentschieden gegen Nordhausen im Plan

FC Grimma liegt nach Unentschieden gegen Nordhausen im Plan

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Großes Glück für die Grimmaer, Felix Schwerdt (Nordhausen/r.) Schuss geht am Tor vorbei.
Großes Glück für die Grimmaer, Felix Schwerdts Schuss geht am Tor vorbei. © hanni
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Fußball-Oberliga: Die Kunert-Elf trennt sich von der Reserve des FSV Wacker Nordhausen 1:1-Unentschieden und hat nun 20 Zähler auf dem Konto. Am nächsten Wochenende empfangen die Muldestädter noch Askania Bernburg. 

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Nordhausen/Grimma. Mit einem Punkt im Gepäck kehrte der FC Grimma am Sonntag vom letzten Hinrundenspiel der Fußball-Oberliga aus Nordhausen zurück. Chefcoach Alexander Kunert wusste nach dem Schlusspfiff nicht so recht, welche Gefühle bei ihm die Oberhand gewinnen sollten.

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„Grundsätzlich war ich mir mit meinem Nordhausener Trainerkollegen darin einig, dass die Punkteteilung in Ordnung geht. Nach der Chancenverteilung insbesondere in Halbzeit zwei wären für uns aber auch durchaus ein Sieg und damit drei Punkte drin gewesen“, so der Pomßener. In den zweiten 45 Minuten erspielte sich der Liga-Neuling nämlich einige mehr oder weniger gute Chancen, bei deren konsequenterer Verwertung mit etwas Glück auch Zählbares in Form zweier weiterer Punkte hätte herauskommen können.

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Der FC Grimma bringt vom Gastspiel in Nordhausen einen Punkt mit zurück nach Hause. Christoph Jackisch erzielte das Tor für die Muldestädter. Zur Galerie
Der FC Grimma bringt vom Gastspiel in Nordhausen einen Punkt mit zurück nach Hause. Christoph Jackisch erzielte das Tor für die Muldestädter. © Karsten Hannover

Eine der besten Möglichkeiten hatte dabei Kevin Wiegner, der nach einem Durchbruch in den gegnerischen Strafraum eindrang, dann aber mit dem Einsatz seines schwächeren linken Fußes zögerte und bei dem Versuch, das Leder auf rechts zu legen, die Chance vergab. „Der Gegner hatte im entscheidenden Moment immer noch ein Bein dazwischen“, schildert Alexander Kunert seine Sicht der Dinge in der zweiten Halbzeit und gestand zugleich, dass zum Ende der Hinrunde hin beim Gros seiner Schützlinge die notwendige Lockerheit fehle, die nötig sei, ein solches Match siegreich zu gestalten.

Sogar Co Engler muss ran

Dass nurmehr sehr wenige dieser Schützlinge, nämlich gerade Mal deren 13 von spielberechtigten 23, die Fahrt nach Thüringen anzutreten in der Lage waren und sogar Co-Trainer Rico Engler von seinem Chef-Coach zum Spielende hin für zehn Minuten auf den Nordhausener Rasen entsandt wurde, zeigt eindrücklich, dass man bei den Muldestädtern so ziemlich auf dem Zahnfleisch kriecht.


„Wir sehnen die Winterpause herbei, wobei sich jetzt immerhin unser recht umfangreicher Kader bezahlt macht, für den ich vor Saisonbeginn von manch einem belächelt worden bin“, so der FC-Coach, der wie die 100 Zuschauer eine an Höhepunkten arme erste Spielzeit sah. Zwei Situationen immerhin hielt die Partie in Halbzeit eins bereit, die auch zu den Toren führten. Der Führung in der 53. Minute ging ein Einwurf für die Muldestädter auf Höhe der Mittellinie voraus, in dessen Folge der Ball schnell über zwei bis drei Stationen zu Christoph Jackisch kam, der sehenswert einnetzte.

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Und der damit in der Oberliga-Torschützen-Rangliste aktuell mit 13 Toren auf Platz zwei hinter dem Krieschower Andy Hebler (14) rangiert. „Das hat er sehr gut gemacht“, verteilte Alexander Kunert ein Sonderlob für seinen Mittelfeldmann. Doch die Freude des Grimmaer Coaches und seiner mit nach Nordhausen gereisten 13 Schützlinge über die Führung währte nur kurz, da nur wenige Minuten später Oliver Kurzbach im eigenen Elfer zu ungestüm zu Werke ging und der fällige Strafstoß vom Nordhausener Felix Schwerdt in Spielminute 59 sicher verwandelt werden konnte.

Kick gegen Askania in der Schwebe

Weniger sicher ist, ob es am nächsten Sonnabend ab 13 Uhr zur letzten Partie der Muldestädter vor der Winterpause gegen die Saalestädter vom TV Askania Bernburg kommen wird. Diese nämlich hatten am vergangenen Wochenende keine Mannschaft zusammen bekommen und mussten folgerichtig die Heimpartie gegen den VfL 96 Halle absagen. „Wir hoffen, dass das Spiel stattfindet, da wir keine Nachholpartie bis Februar vor uns herschieben möchten“, kommentierte Coach Kunert die unklare Situation.

Und geht davon aus, in Bernburg – so das Spiel stattfindet – wieder zwei bis drei zusätzliche Spieler zur Verfügung zu haben. „Aus dem Nordhausen-Spiel sind wir abgesehen von Max Salomon, der einen Stollenabdruck als Andenken mit nach Hause genommen hat, ohne nennenswerte Blessuren herausgekommen“, so der FC-Coach, der das Erreichen der 20 Punkte-Marke als wichtige Zwischenstation betrachtet. „Wohl wissend, dass wir noch mindestens 20 weitere Punkte in der Rückrunde für den Klassenerhalt benötigen, ist dies ein schöner Erfolg, auf den sich aufbauen lässt.“

Am Besten mit einem Dreier gegen den Tabellenvorletzten aus Bernburg, der erst sechs Punkte auf seinem Konto anzuhäufen in der Lage war. „Im Hinspiel haben wir bereits nach wenigen Sekunden das erste Tor erzielen können, und wenn uns erneut ein früher Treffer gelingen würde, sollte ein Sieg in Bernburg möglich sein“, blickt Coach Alexander Kunert optimistisch auf den letzten Spieltag vor der ersehnten Winterpause.