25. März 2020 / 14:51 Uhr

FC Hansa Rostock: Bei den Profis geht es frühestens am 8. April weiter

FC Hansa Rostock: Bei den Profis geht es frühestens am 8. April weiter

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Trainer Jens Härtel im Kreise seiner Spieler: Dieses Bild wird es bei Hansa Rostock frühestens am 8. April wieder geben. So lange müssen sich die Profis individuell fit halten.
Trainer Jens Härtel im Kreise seiner Spieler: Dieses Bild wird es bei Hansa Rostock frühestens am 8. April wieder geben. So lange müssen sich die Profis individuell fit halten. © Lutz Bongarts
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Am Mittwoch wurden Profis und Betreuerstab des FC Hansa Rostock über die Kurzarbeiter-Regelung informiert. Der Verein möchte sich vom Staat helfen lassen, um die wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise einzudämmen. Coach Jens Härtel hofft, ab 8. April weiterarbeiten zu können. So lange laufen Urlaub und individuelle Vorbereitung weiter.

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Es war ein Tagesausflug, den Jens Härtel am Mittwoch unternahm. Der Trainer des FC Hansa reiste von Potsdam nach Rostock, um sich von der Klubführung um Vorstandschef Robert Marien über die Kurzarbeiterregelung informieren zu lassen.

Der Fußball-Drittligist beabsichtigt, nach Einzelgesprächen mit Profis und Betreuern beim Rostocker Arbeitsamt Kurzarbeit zu beantragen. Hansa Rostock will den gravierenden wirtschaftlichen Schaden, den die Saisonzwangspause wegen der Corona-Pandemie anrichten wird, eindämmen.

„Alle kennen die Situation. Und auch wenn ich nicht mit jedem einzelnen Spieler gesprochen habe, gehe ich davon aus, dass es einen gewissen Grundkonsens gibt und alle Verständnis für das Vorgehen des Vereins haben. Alle müssen Abstriche machen“, sagte Härtel in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

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Wie die Saison weitergeht, weiß der 50-Jährige noch nicht genau. Aber er hat Vorstellungen und einen Plan: „Ich würde mit der Mannschaft gern ab 8. April weiterarbeiten. Für diesen Tag haben wir uns um 10 Uhr verabredet. Ob das so aufgeht, werden wir sehen“, meinte Härtel, der die Urlaubswoche daheim in Brandenburg verbrachte.

„Die ersten ein zwei Tage habe ich noch an Fußball gedacht. Ich habe mir zum Beispiel noch mal das komplette Spiel gegen Eintracht Braunschweig angeschaut.“ Als das erledigt war, habe er sich in seinem Garten abgelenkt. „Da gibt es eine Menge zu tun und ich bin damit auch noch nicht fertig“, berichtete der Hansa-Trainer, der gewohnt gelöst wirkte.

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Ein paar Spieler habe er am Mittwoch im Ostseestadion persönlich getroffen: Max Reinthaler, Nils Butzen und Tanju Öztürk zum Beispiel. „Ich habe die Chance genutzt, um John Verhoek zu seinem Geburtstag zu gratulieren“, erzählte Härtel. Der Hansa-Stürmer aus den Niederlanden wurde am Mittwoch 31 Jahre alt.

Ein spezielles Programm haben der Cheftrainer und seine Assistenten den Spielern für die bevorstehenden Tage nicht verordnet. „Alle sind Profis und wissen, wie wichtig die Fitness ist und welchen Level sie haben müssen – auch wenn sie im Urlaub sind. Das ist ja nichts Neues und in der Sommer- und Winterpause genauso: Die Spieler machen das eigenverantwortlich.“

Härtel geht davon aus, dass sich die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga an der 1. und 2. Liga orientieren wird. Aus seiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn im Mai wieder gespielt werden könnte. „Wenn wir vorher drei Wochen hätten, wäre das eine gute Zeit, um die Mannschaft wieder in einen ordentlichen Zustand zu bringen“, meinte der Hansa-Trainer. Erkrankungen gebe es innerhalb der Mannschaft keine.

Wie der Verein am Nachmittag mitteilte, bleiben alle Spieler und der Trainerstab bis zum 7. April im Urlaub. Jens Härtel, der seinen Erstwohnsitz in Potsdam hat, machte sich am Nachmittag wieder auf den Weg nach Hause. Im Garten wartet noch Arbeit auf ihn.

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