20. Mai 2020 / 17:01 Uhr

FC Hansa Rostock: Landesregierung lässt Spielbetrieb ohne Zuschauer zu

FC Hansa Rostock: Landesregierung lässt Spielbetrieb ohne Zuschauer zu

Rene Warning
Ostsee-Zeitung
Ostseestadion Hansa Rostock
Ostseestadion Hansa Rostock © Horst Schreiber
Anzeige

Der Drittligist bekommt die Freigabe, wieder Pflichtspiele zu absolvieren. Boss Robert Marien wiederholt Forderung nach schnellem Neustart in der 3. Liga.

Anzeige
Anzeige

Für den FC Hansa Rostock ist der Weg für einen Neustart in der 3. Liga geebnet. So gab die Landesregierung über das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes grünes Licht für die Austragung von Pflichtsspielen im Ostseestadion. Zuvor hatte schon das Gesundheitsamt Rostock einen entsprechenden Antrag auf Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings und des Spielbetriebes unter Berücksichtigung sämtlicher Hygiene-Auflagen stattgegeben. Die Genehmigung gilt zunächst nur für Partien ohne Zuschauer.

Hansa-Vorstandsboss Robert Marien ist froh über die Freigabe, da sie überhaupt den Grundpfeiler zur Fortsetzung der dritten Liga darstellt. "Wir freuen uns, dass wir mit unserem medizinischen Konzept, das wir genau auf den Standort Rostock angepasst haben, überzeugen konnten und sowohl aus gesundheitlicher als auch politischer Sicht nichts gegen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes spricht. Wie zahlreiche andere Vereine sind auch wir der Ansicht, dass sich das von der DFL und dem DFB erarbeitete medizinische Konzept bewiesen hat", sagte Marien.

Mehr zum Neustart in Liga 3

Gleichwohl untermauerte er seine Forderung, den Spielbetrieb in der dritten Liga fortzusetzen. "Nun steht der DFB in der Pflicht, nachzuziehen und wie von der Mehrheit der Drittliga-Vereine bereits gefordert, schnellstmöglich und unverzüglich die Terminierung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs festzulegen", betonte Marien.

Die Diskussion über den Re-Start in Liga drei wird schon seit Wochen hitzig geführt. Mehrere Vereine wollen frühstmöglich die Wiederaufnahme der Partien und die Saison damit regulär zu Ende bringen. Unter der Woche landete eine E-Mail bei DFB, in der neun Vereine - darunter der FC Hansa - ihrer Forderung Nachdruck verliehen. Dabei gehen die Klubs in die Vollen, betonen, dass sie bereit sind, ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen. Nun sei der größer Verband des Landes gefordert.

Die andere Hälfte der Liga stellt sich aufgrund behördlicher Einschränkungen und der Möglichkeit, das die regionalen Behörden ein Spiel untersagen könnten, gegen eine Fortführung der Liga. Vor allem der Hallescher FC und der 1. FC Magdeburg, derzeit Tabellenführer, proben den Aufstand.

Das sind die Marktwerte der Hansa-Profis (Werte vom letzten Update 23. April 2020):

Paul Wiese: Zur Galerie
Paul Wiese: ©

Nach derzeitigem Stand könnte die Saison am 30. Mai fortgesetzt werden, sollte zeitnahe eine Einigung der Protagonisten erfolgen.