09. Juni 2021 / 14:57 Uhr

FC Höherberg meldet wieder eine Mannschaft in der Kreisliga

FC Höherberg meldet wieder eine Mannschaft in der Kreisliga

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Johannes Sobiech (2.v.r.) und Simon Kluß (vorn) haben beim FC Höherberg auch für die kommende Saison zugesagt.
Johannes Sobiech (2.v.r.) und Simon Kluß (vorn) haben beim FC Höherberg auch für die kommende Saison zugesagt. © Helge Schneemann
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Zwischenzeitlich stand schon einmal eine Fusion im Raum – die ist jetzt aber vom Tisch. Der FC Höherberg bleibt eigenständig und geht auch in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga an den Start. Als neuer Herren-Trainer hat Matthias Jünemann schon die ersten Einheiten geleitet.

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Beim FC Höherberg geht es sportlich in bewährter Form weiter. Auch im 25. Jahr ihres Bestehens wird die Spielgemeinschaft, deren Stammvereine der SC Wollbrandshausen und VfB Bodensee sind, eine Fußballmannschaft für den Spielbetrieb melden. Beim ersten lockeren Training am vergangenen Sonnabend waren 18 Spieler dabei. Matthias Jünemann hat das Traineramt übernommen, sein Vorgänger Stefan Claus hatte seinen Rückzug nach dem Abbruch der Saison 2020/21 im Frühjahr bekannt gegeben.

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Große Bereitschaft

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Jünemann. Vor etwa acht Wochen habe er „die Jungs zusammengetrommelt“ und mit ihnen per Zoom-Meeting online über die Zukunft gesprochen. Die Bereitschaft, weiterhin zusammen zu spielen sei groß gewesen. „Der Kader ist nominell mit 18 Spielern erst einmal gut besetzt. Wir müssen sehen, dass wir ohne Verletzungen und Abgänge durch berufliche Veränderungen durch die Saison kommen.“ Dabei setzt er auch auf die Kreisliga-Spielform mit zwei Gruppen, die aus je acht Teams bestehen. „Das ist überschaubar, da können wir besser planen.“ Ein Rückzug in die 1. Kreisklasse sei für die Spieler keine Option gewesen. Das Amt des Co-Trainers wird der ehemalige A-Jugendtrainer Fabian Nordmann übernehmen. Die B-Jugend der JSG HöhBernSee wechselt in die A-Jugend und spielt dort auf Bezirksebene.

Als eine Fusion mit einer der benachbarten Spielgemeinschaften zur Diskussion stand, habe Jünemann nicht lange überlegen müssen. „Ich habe viele persönliche Gespräche geführt, alle hatten Lust weiter für den FC Höherberg zu spielen. Einen Großteil habe ich ja schon in der Jugend trainiert. Wir haben gut im Bezirk gespielt, waren beim VGH-Cup in der Lokhalle dabei“, sagt der Coach, der mit seinen Söhnen Linus und Max (studienbedingt nur bis Oktober) zwei Spieler aus der Familie in seinem Kader haben wird. „Es ist eine sehr junge Mannschaft, der älteste Spieler ist 25 Jahre alt. Sie werden noch lange zusammen antreten können.“



Truppe mit Entwicklungspotenzial

Jünemann ist es wichtig, dass die Spieler wieder zusammen etwas unternehmen können. „Die Jungs haben jetzt ein Jahr zu Hause gesessen. Irgendwie war der soziale Druck auch da, weiter mit zu dieser Mannschaft zu gehören.“ Fußballerisch sei es eine gute Truppe mit Entwicklungspotenzial vor allem bei den jungen Spielern. „Wir werden aus einer starken Defensive heraus spielen müssen. Die Innenverteidigung und das Mittelfeld sind gut besetzt. Über das Spielsystem müssen wir dann die Defizite im Sturm auffangen. Aber ich habe auch noch ein, zwei Leute auf der Liste, mit denen ich sprechen werde“, verrät der Trainer.

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Ab sofort werde regelmäßig trainiert. Trainingszeiten und Spieltermine sollen zwischen den Plätzen in Wollbrandshausen und Bodensee aufgeteilt werden. Der Einstiegszeitpunkt sei bewusst so früh gewählt worden, damit die Belastung nach der langen Pause langsam gesteigert werden könne. Die intensiveren Einheiten beginnen erst später, schließlich sei noch viel Zeit bis zum Saisonstart. Jünemann ist es wichtig, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. „Die Jungs sollen ihr altes Leben wieder bekommen“, setzt er auf die allmähliche Rückkehr zur Normalität.