14. August 2017 / 12:56 Uhr

FC Insel Usedom kommt mit 0:9 unter die Räder

FC Insel Usedom kommt mit 0:9 unter die Räder

Gert Nitzsche
Ostsee-Zeitung
FCU-Kapitän Martin Schmidt (M.) und Justin Bahr bremsen einen Torgelower Angreifer aus.
FCU-Kapitän Martin Schmidt (M.) und Justin Bahr bremsen einen Torgelower Angreifer aus. © Gert Nitzsche
Anzeige

Usedomer Kicker mit guter erster Hälfte / Oberligist Torgelower FC Greif trifft danach achtmal.

Anzeige

Bansin. 170 Zuschauer hat das Pokalspiel zwischen dem Fußball- Landesklasse-Team des FC Insel Usedom und dem Oberligisten Torgelower FC Greif angelockt. Sie sahen eine vor allem in der zweiten Halbzeit komplett überlegene Gästemannschaft, die das Spiel am Ende deutlich mit 9:0 (1:0) für sich entschied. Zumindest vom Spiel der Hausherren in Halbzeit eins war auch Gästetrainer Tomasz Grzegorczyk beeindruckt: „Der FC Insel Usedom hat uns echt gefordert. Doch dann haben wir mit schnellen Toren zu Beginn des zweiten Durchgangs das Spiel entschieden. Wir fanden unseren Rhythmus und spielten effektiv.“

Anzeige

Die Erwartungshaltung bei den einheimischen Kickern war klar abgesteckt. „Wir wollten aus einer sicheren Deckung heraus spielen, uns nicht verstecken und mit Konterstößen den Gegner beeindrucken. Die erste Halbzeit war dann auch Klasse, später kamen wir von unserer Linie ab. Auch die Kraft ließ nach. Einige Treffer waren unnötig“, sagte Co-Trainer Roman Maaßen.

Vor dem Spiel hatte Rico Gohlke versucht, seine Mitspieler heiß zu machen: „Es ist Pokal, da ist alles drin. Lasst uns kämpfen und erfolgreich spielen.“ Zunächst jedoch übernahmen die Torgelower die Regie, ohne aber ernsthaft in den Strafraum des FCU zu gelangen. Die Abwehrformation des Gastgebers stand recht gut. Davor machten Gohlke, Grambow-Knuth, Marynowski und Hus die Räume eng. Schnelle Flügelangriffe der Gäste führten zu mehreren Eckbällen, aus denen die Torgelower aber noch kein Kapital schlugen.

Bei einigen Gegenangriffen über Gohlke und Hus fehlte es an Genauigkeit, zumal die einzige Angriffsspitze des FCU, Rodenhagen, eng beschattet wurde und zumeist abgemeldet war. So war ein satter Fernschuss von Hus die einzige Chance der Hausherren. Der Abwehrriegel der Usedomer hielt bis zur 44. Minute. Dann erst gelang den Torgelowern die Führung. „Schade. Wir hatten die Gäste-Angreifer bis dahin recht gut im Griff“, ärgerte sich Verteidiger Justin Bahr.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte schien es, als hätten die Usedomer das Fußballspielen eingestellt. Viel zu einfach kamen die Gäste innerhalb von acht Minuten zu drei Toren. Natürlich machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, doch auch bei eigenem Ballbesitz gingen die Bälle viel zu schnell wieder verloren. Die Torgelower kamen immer wieder erfolgreich über die linke Angriffsseite vor das Usedomer Tor. Auch wenn FCU-Keeper Wolff hielt, was zu halten war, so konnte er weitere Einschläge nicht vermeiden. Der fünfte Gegentreffer war ein schöner Fernschuss, ansonsten wurden die weiteren Tore klar herausgespielt. Die Gäste agierten nun mit schnellen Aktionen und nahezu alle Aktiven trugen sich in die Torschützenliste ein. Die FCU-Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse und mit dem Schlusspfiff war man im Bansiner Lager froh, um eine zweistellige Niederlage herumgekommen zu sein.

FC Insel Usedom: Wolff – Bahr (56.Ernst), Grambow-Knuth (67. Hügel), Rodenhagen, Schmidt, Hus, Gohlke, Rüh, Wozny (63. Pröhl), Marynowsky, Kulikowski.
Torgelower FC Greif: Machola – Sobolczyk, Riechert, Jager, Schmidt, Stövesand, Wojach (39. Nawotke), Jandt (57. Bylicki), Cicek, Mista, Trzebiatowski (63. Runge).
Tore: 0:1 Trzebiatowski (44.), 0:2 Jager (47.), 0:3 Cicek (49.), 0:4 Schmidt (55.), 0:5 Sobolczyk (67.), 0:6 Stövesand (72.), 0:7/ 0:8 Nawotke (73./85.), 0:9 Riechert (89.).