11. Februar 2020 / 18:20 Uhr

FC Insel Usedom trotz Niederlage nicht enttäuscht

FC Insel Usedom trotz Niederlage nicht enttäuscht

Detlef Spiller
Ostsee-Zeitung
Rico Gohlke (rotes Trikot) – hier attackiert von zwei Kaminern – setzte im Mittelfeld Akzente. Tore Müller beobachtet die Szene.
Rico Gohlke (rotes Trikot) – hier attackiert von zwei Kaminern – setzte im Mittelfeld Akzente. Tore Müller beobachtet die Szene. © Detlef Spiller
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Team von Roman Maaßen kehrt mit 1:5-Schlappe vom polnischen Viertligisten Gryf Kamien-Pomorski zurück.

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Greifswald. Im ersten Freiluftspiel nach der Winterpause wurde der Landesklasse-Vertreter FC Insel Usedom vom polnischen Viertligisten Gryf Kamien-Pomorski gleich auf Herz und Nieren geprüft.Mit 1:5 (1:3) verloren die Bansiner Fußballer auf dem Swinemünder Kunstrasenplatz zwar deutlich, doch vor allem in der ersten Halbzeit war das Team von Roman Maaßen dem Favoriten beinahe ebenbürtig.

„Das Ergebnis fiel etwas zu hoch aus, doch das war zweitrangig. Vor der Halbzeitpause sah das schon ganz gefällig aus. Wir zeigten gute spielerische Ansätze und kombinierten phasenweise mit System nach vorn. Nur machten wir zu wenig aus unseren Möglichkeiten und in der Abwehr waren zwei der drei Gegentore Geschenke an den Gegner.Nach der Pause zeigte sich, dass wir erst zweimal draußen trainiert hatten“, fasste Maaßen – insgesamt zufrieden – zusammen.

Der Coach musste seine Formation noch kurzfristig ändern, hatte sich doch Mittelfeldspieler Paul Zerbe beim Aufwärmen leicht verletzt. Für ihn rückte Krzysztof Smotryckiin die Elf. „Er füllte seine Rolle auf der Außenbahn ordentlich aus“, lobte Maaßen. Seinen Einstand gab David Trafalski, der ins Zentrum der neuformierten Dreierkette rückte. Die erste brenzlige Situation führte sofort zum 0:1.Eine kaum so gewollte Bogenlampe landete im Tor von Keeper Andrzej Fica.

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Kurz darauf scheiterte Kostyantin Karaman, ehe Krzysztof Hus, von Kornel Pflantz perfekt frei gespielt, den Ausgleich schoss. Auf der Gegenseite parierte Fica in starker Manier. Die Usedomer Antwort folgte jedoch mit einer ungenutzten Doppelchance (28.) für Karaman und Smotrycki.

Ein Patzer Ficas, der den Ball wegen der tief stehenden Sonne nicht sah, brachte Gryf wieder in Front. Anschließend zeigten die Insel-Fußballer ihre spielerisch beste Phase, mit Großchancen für Karaman und Hus, aber auch einigen schlampig gespielten Finalpässen. „Aus diesen Situationen muss man mehr machen. Eine Führung zu diesem Zeitpunkt wäre verdient gewesen“, betont Coach Maaßen. Kamien-Pomorski machte es beim 3:1 besser.

Nach dem Seitentausch kamen die Talente Tristan Adler und Carlo Wieland zum Zuge und schlugen sich wacker. Auch der unverwüstliche Ex-Profi von Hansa Rostock, Steffen Benthin (49), lief später noch auf. Usedom drängte mutig auf das Anschlusstor, doch Adler und Karaman trafen freistehend nicht. Mit dem Abstaubertor zum 4:1 war das Match entschieden. Danach machte sich der Kräfteverschleiß beim FCU akut bemerkbar. Nach dem 5:1 verhinderten der Pfosten und Fica weitere Gegentore, wobei eine noch höhere Niederlage dem Spielverlauf nicht entsprochen hätte.