15. März 2019 / 07:54 Uhr

FC International erwartet defensive Geraer

FC International erwartet defensive Geraer

Frank Müller
Heiner Backhaus
Inter-Trainer Heiner Backhaus erwartet eine defensiv gut eingestellte Geraer Mannschaft. © Alexander Prautzsch
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Trainer Heiner Backhaus erwartet einen defensiv gut eingestellten Gegner:  „Wir rechnen mit einem harten Kampf.“

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Leipzig. Inter Leipzig ließ vor einer Woche beim Auswärtsspiel in Eilenburg einige gute Torchancen aus und unterlag am Ende mit dem knappsten aller Ergebnisse 0:1. An der Torgefährlichkeit und der Durchschlagskraft müssen die „Orangen“ also weiter arbeiten. Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am Sonnabend, 14 Uhr, gegen Wismut Gera. Der Gast mit respektabler Vergangenheit – die BSG Wismut schaffte sogar kurze Ausflüge in die DDR-Oberliga – kommt ins Torgauer Hafenstadion. Die einstige Wismut-Herrlichkeit ist vorbei, der Verein wird natürlich längst nicht mehr üppig von der „Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut“ gesponsert, wohinter nichts anderes als ein politisch wichtiges Uranbergbau-Unternehmen stand. Aber zumindest in der heutigen, fünftklassigen Oberliga haben sich die wie der FC Inter gern in orange Trikots auflaufenden Geraer etabliert. Sportlich zumindest, doch finanziell bedingt sprach sich der Vorstand des Vereins kürzlich dafür aus, nach der Saison freiwillig in die Thüringenliga zurückzugehen, weil die Ausgaben die Einnahmen in der Oberliga beträchtlich überschreiten. Selbst der Trainer, der Ex-Leipziger (und -Meuselwitzer) Frank Müller, will diesen Schritt mitgehen.

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Für die auf Platz drei rangierenden Leipziger sind die finanziellen Probleme des Tabellenachten nebensächlich. Gegen die Geraer tat sich der FC Inter mitunter recht schwer. „Ich erwarte die Geraer bei uns eher defensiv“, prophezeit Inter-Trainer Heiner Backhaus. „Wir rechnen mit einem harten Kampf.“ Für diesen hat er das komplette Aufgebot zur Verfügung, auch Christos Iereidis und Dongmin Kim sind wieder ganz einsatzfähig.

Vor einem interessanten Trip steht nach dem Samstagspiel Inters Ersatztorwart Hellal Hosseini. Er hat eine Einladung zur afghanischen Nationalmannschaft bekommen. „Ich war überrascht und bin natürlich sehr stolz“, sagte der 21-Jährige, „auch meine Familie in Frankfurt war völlig aus dem Häuschen, als sie davon erfuhr.“ Hosseini wird vom 18. bis 23. März an einem Trainingslager in Malaysia teilnehmen, wo im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers auch zwei Länderspiele für Afghanistan anstehen. Das Ganze dient der Vorbereitung auf den Asien-Cup. „Für ihn ist das eine tolle Sache. Wir sind stolz, so einen Spieler in unseren Reihen zu haben, wünschen ihm alles Gute für die Länderspielreise und hoffen, dass er verletzungsfrei zurückkommt“, sagte Inters Sportdirektor Carsten Hänsel.

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