08. Juli 2021 / 17:01 Uhr

FC International Leipzig auf Spielersuche: „Wir sichten ständig“

FC International Leipzig auf Spielersuche: „Wir sichten ständig“

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Wer schnürt seine Schuhe in der kommenden Saison beim FC Inter Leipzig? © Christian Modla
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Der FC Inter bereitet sich auf die kommende Spielzeit vor. Heißt: Es gibt erneut munteres Kommen und Gehen beim Oberligisten aus Leipzig. Chefcoach Carsten Hänsel sieht seinen Club aber „schon relativ weit“.

Leipzig. Seit fast drei Wochen ist Fußball-Oberligist Inter Leipzig im Vorbereitungstraining für die neue Saison. Das ist nicht ganz einfach für so einen wahrhaft bunt, sprich kosmopolitisch zusammengewürfelten „Haufen“, schon gar nicht in Zeiten von Corona. Zudem hat beim FC International, so jung der Verein auch ist, das heftige Kommen und Gehen der Spieler auch schon eine gewisse Tradition. Es sind also eine Menge Akteure weg, darunter auch Kapitän Dongmin Kim, der bislang ein für Inter eher untypischer Stabilisator, weil lange da, war, nun aber zusammen mit Raimison Dos Santos zu Regionalliga-Aufsteiger FC Eilenburg gewechselt ist. Außerdem ist Torwart Antonio Guc ins schöne Vogtland zum VFC Plauen abgewandert und Johannes Pistol hat jetzt bei Optik Rathenow den vollen Durchblick. Noch da sind Alexander Ebert, Robin Glänzel, Niklas Hadaschik, Marek Langer und Georg Böhme. Die restlichen Akteure haben den Verein mit bislang unbekanntem Ziel verlassen – oder sind vom Verein verlassen worden.

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Also testet das Trainer-Duo Carsten Hänsel und Zoran Levnaic derzeit potenzielle Zugänge. Auf Grund seiner „Schaufensterfunktion“ für ausländische Spieler werden dem FC International ganz besonders zur Wechselzeit jede Menge internationaler Kicker angeboten. Erfahrungsgemäß bekommt nur ein Bruchteil davon einen Vertrag bei den Leipzigern. Als Zugänge fest stehen derzeit nur der Finne Toppi Kalle Valtonen sowie der Ire Kevin Williams. Es können aber quasi stündlich weitere Kicker dazukommen. „Wir sichten ständig“, sagt der bisherige Sportdirektor und neue Chefcoach Carsten Hänsel. „Für unsere Verhältnisse sind wir zum jetzigen Zeitpunkt schon relativ weit.“

Der 22-Jährige kommt vom finnischen Zweitligisten FF Jaro. „Toppi ist ein junger Spieler, der es jetzt in Deutschland wissen will. Der 1,91-Meter-Mann wird uns auf der Torwart-Position mit Sicherheit helfen und sich einen produktiven Konkurrenzkampf mit Alexander Ebert um die Nummer eins im Kasten liefern“, erklärt Hänsel zum neuen Keeper aus dem hohen Norden.

Trainiert wird wegen der prekären Lage bezüglich eigener Spielstätte (selbst der Kunstrasen im Mariannenpark harrt noch immer seiner Vollendung) täglich im Sportpark Tresenwald zu Machern, östlich vor den Toren der Stadt. Heimspielstätte ist auch in der neuen Saison das noch weiter weg gelegene Torgauer Hafenstadion. Die „Orangen“ bleiben also Reisende, was die Sache für Hänsel und „Co“ Levnaic natürlich nicht gerade einfach macht.

Das Testspielprogramm bezeichnet der neue Cheftrainer als unspektakulär. Bislang gab es ein 4:4 beim 1. FC Zeitz und einen 2:1-Sieg beim SC Bernburg, der gerade aus Ex-Oberligist Askania Bernburg und zwei weiteren Vereinen der Saalestadt fusioniert wurde. Es folgen noch diese Spiele: am Freitag, 19 Uhr, beim TSV Gera Westvororte, am 17. Juli beim SV Dessau 05, am 21. Juli beim SSV Markranstädt, drei Tage darauf beim FC Erfurt Nord und als letzter Test eine Partie am 30. Juli beim Sachsenligisten Großenhainer FV. Saisonstart in der Oberliga wird das Wochenende 7./8. August sein.