03. April 2018 / 13:50 Uhr

FC Kilia Kiel feiert vier Punkte im Osternest

FC Kilia Kiel feiert vier Punkte im Osternest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kilias Torschütze Mehrez Laacoubi (2. von re.) bleibt Kopfballsieger gegen den Schleswiger Georg Gaschka (re.).
Kilias Torschütze Mehrez Laacoubi (2. von re.) bleibt Kopfballsieger gegen den Schleswiger Georg Gaschka (re.). © Reinhard Gusner
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Eckernförder SV ärgert sich über Schiedsrichter: "Ich fühle mich betrogen"

Es war nur ein spärliches Nachholprogramm, das in der Fußball-Landesliga Schleswig ausgetragen wurde. Dennoch darf sich der FC Kilia Kiel als ein Sieger des Osterwochenendes betrachten, denn durch den Gewinn von vier Punkten verkürzte er den Abstand auf den vor ihm liegenden Eckernförder SV bis auf zwei Punkte. Der ESV unterlag auf eigenem Platz dem Husumer SV trotz einer 2:0-Führung mit 2:3. Ohne Sieger blieb das Spitzenspiel zwischen dem TSV Kropp und dem TSV Klausdorf. Über das 1:1 seiner beiden Verfolger dürfte sich in erster Linie der spielfreie Tabellenführer Gettorfer SC gefreut haben, der am kommenden Sonnabend in Kropp zu Gast ist.

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Von der Oberliga bis zur Kreisliga: Das sind die Top-Torjäger in der Region (Stand: 28. Mai 2018):

OBERLIGA – Seit Jahren ist er ein absoluter Erfolgsgarant für den NTSV Strand 08: Marco Pajonk (li.). Und auch in dieser Saison ist er mit 35 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Liga.  Zur Galerie
OBERLIGA – Seit Jahren ist er ein absoluter Erfolgsgarant für den NTSV Strand 08: Marco Pajonk (li.). Und auch in dieser Saison ist er mit 35 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Liga.  ©

FC Kilia Kiel – Schleswig 06 1:0

Jubelszenen wie nach einer gewonnenen Meisterschaft gab es gestern auf dem Kilia-Platz. Nachdem es zwei Tage zuvor im ersten Kellerduell gegen die SG Geest 05 nur zu einem 1:1 gereicht hatte, klappte es mit einer weiteren kämpferischen Bravourleistung im zweiten Anlauf gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten 06er mit dem ersehnten Dreier. Klare Torchancen spielten sich beide Kontrahenten kaum heraus und so fiel das goldene Kilia-Tor aus einer Chance, die von den Gästen offenbar gedanklich schon abgehakt war. Mehrez Laacoubi hatte sich geschickt in den Rücken der Schleswiger Abwehrspieler geschlichen und drückte im Fallen eine Hereingabe von Timur Yilmaz zum Siegtreffer (70.) ins Netz. „In Halbzeit eins hatten wir wohl noch Angst vor dem Versagen. Dann haben sich aber alle in den Kampf gebissen und sich ein großes Kompliment verdient“, war FC-Coach Thommy Schwantes „überglücklich“ nach dem Schlusspfiff.

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Eckernförder SV – Husumer SV 2:3

Obwohl die Gastgeber einen Traumstart erwischten und nach Treffern von Leon Engelbrecht (4.) sowie Nicolas Lietz (21.) früh mit 2:0 in Führung lagen, standen sie am Ende mit leeren Händen da. „Ich fühle mich betrogen“, nahm ESV-Trainer Töns Dohrn nach dem Schlusspfiff kein Blatt vor den Mund. Vielmehr suchte er die Schuld für die Niederlage beim Lübecker Schiedsrichter Tobias Drever. Nach dem Anschlusstreffer durch einen von Hendrik Fleige verwandelten und auch nach Eckernförder Ansicht berechtigten Foulelfmeter (29.) hatte der Unparteiische in der 74. Minute auf den nächsten Strafstoß zugunsten der Gäste entschieden: Aus kurzer Distanz war Kevin Vollmer das Leder an Oberarm oder Schulter geschossen worden – und Drever pfiff. „Eine unmögliche Entscheidung“, regte sich Dohrn später auf, denn Fleige hatte auch die Chance genutzt. Mit einem Traumtor markierte dann Valentin Godt fünf Minuten später das 2:3. Bei dem blieb es, weil Schiri Drever in der Schlussminute einen Treffer von Lars Puphal wegen einer Abseitsstellung nicht gab. „Nie im Leben hat Lars im Abseits gestanden“, wetterte Dohrn.

TSV Kropp – TSV Klausdorf 1:1

Drei Spieler verletzt, drei Stammkräfte kurzfristig erkrankt und ab der 30. Minute in Unterzahl: Für Klausdorf begann die Partie wie ein Alptraum. Als die Gastgeber zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Lennard Plaga in Führung gingen, waren alle Klausdorfer Verteidigungsstrategien dahin. Kropp schien auf der Siegerstraße. Doch mit dem Mute der Verzweiflung entblösten die Gäste ihre Abwehr, stellten auf drei Stürmer um und setzten auf Attacke. „Wir hatten plötzlich die Räume“, wunderte sich Klausdorfs Coach Dennis Trociewicz, dessen Team nun ebenbürtig war und in der 82. Minute den verdienten Ausgleich erzielte. Nach einem Eckball von Yannik Imm köpfte Klausdorfs kleinster Spieler Jonas Hillmer zum umjubelten 1:1 ins Tor. „Wir haben gekämpft wie die Löwen. Es war eine pure Freude, diese Jungs von draußen zu sehen. Eine tolle Einstellung“, lobte Trociewicz.

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TSV Rantrum – Osterrönfelder TSV 2:1

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Von einer unglücklichen 1:2-Niederlage sprach OTSV-Obmann Kay Nacken-Hoffmann. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Auf jeden Fall. Das Gegentor so kurz vor Schluss zu fangen, ist bitter“, so Nacken-Hoffmann, der seine Osterrönfelder auf Augenhöhe mit den Gastgebern sah. „Beide Teams schenkten sich nichts“, konstatierte der Obmann. Rantrum-Joker Lars Michalski brachte seine Farben in der 63. Minute in Front. OTSV-Akteur Kevin Rathjen glich zum verdienten 1:1 fünf Minuten vor Schlusspfiff aus, doch Ron Reichardt schockte den OTSV vier Minuten später mit dem Siegtreffer.

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