04. März 2019 / 10:14 Uhr

FC Kilia Kiel tut sich gegen ASV Dersau schwer

FC Kilia Kiel tut sich gegen ASV Dersau schwer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Vorentscheidung: Aus spitzem Winkel überwindet der Preetzer Stürmer Tobias Nehren nach einem präzisen Anspiel und anschließendem Sololauf den Steiner Torwart Riko Wensorra und erzielt das 2:0.
Die Vorentscheidung: Aus spitzem Winkel überwindet der Preetzer Stürmer Tobias Nehren nach einem präzisen Anspiel und anschließendem Sololauf den Steiner Torwart Riko Wensorra und erzielt das 2:0. © (C)2018 Dirk Schneider
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Fußball - Verbandsliga Ost: FC Kilia Kiel ist runderneuert, tut sich aber dennoch schwer - TSV Kronshagen lässt im Titelkampf Punkte liegen - Comet Kiel vergrößert Abstand zu Kronshagen

Nach genau dreimonatiger Winterpause haben sechs Nachholspiele in der Fußball-Verbandsliga Ost die Spannung in der Tabelle erhöht, oben wie unten. Spitzenreiter SVE Comet Kiel (1:0 bei der SG Bornhöved/Schmalensee) baute seinen Vorsprung auf drei Zähler aus, da Verfolger TSV Kronshagen bei der SSG Rot-Schwarz Kiel über ein 2:2 nicht hinaus kam.

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Im Kampf um den Klassenerhalt tat sich der personell runderneuerte FC Kilia Kiel beim 2:1 gegen den ASV Dersau schwer, holte aber einen ebenso wichtigen Dreier wie der Preetzer TSV mit dem 2:0 gegen den TSV Stein. Der 1. FC Schinkel stolperte beim Schlusslicht TSV Malente und steckt jetzt noch tiefer im Abstiegskampf.

FC Kilia Kiel – ASV Dersau 2:1

Zu Beginn musste FC-Keeper Sven Schmedemann schon einen raffiniert ausgeführten Freistoß des Dersauers Marten Biss (4.) über sein Gehäuse lenken. Die mit sieben Neuzugängen in der Anfangsformation gestarteten Kilianer gingen zwar durch Enis Hodaj früh mit 1:0 (14.) in Führung, ließen danach aber mit ihren erfahrenen Spielern Ruhe und Souveränität vermissen.


Sie brachten kaum Spielfluss in ihre Aktionen, und so hatten die kämpferisch engagiert Gäste wenig Mühe, sich zu behaupten. „Bei uns gab es zu viele Lücken, und die Abstände waren zu groß. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, resümierte FC-Coach Astrit Meshekrani, „das Allerwichtigste sind die drei Punkte für uns.“

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Die hingen trotz des 2:0 durch Enis Hodaj (81./FE) am seidenen Faden, nachdem im Gegenzug Philip Popall (83.) die im zweiten Durchgang offensiv mutigeren Dersauer herangebracht hatte. Marten Biss hatte in der Nachspielzeit (90.+2) sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß. ASV-Coach Roy Meinhard war nicht unzufrieden: „Wir haben gut dagegengehalten, nur durch zwei individuelle Fehler die Tore kassiert und am Ende noch eine große Chance vergeben.“ gu

SSG Rot-Schwarz Kiel – TSV Kronshagen 2:2

In einem umkämpften Spiel gingen die Gäste bereits nach sechs Minuten per Kopfball von Niklas Zöchling nach Eckstoß in Führung. Rot-Schwarz brauchte Zeit, um sich zu erholen, hatte beim Ausgleich Glück, als Kronshagen per Eigentor traf, kam aber gegen Ende der ersten Halbzeit auf. „Zur Pause hatten wir uns den Ausgleich verdient“, meinte RS-Trainer Ole Jacobsen, dessen Team gegen aufkommende Gäste alle Hände voll zu tun hatte. Nachdem Rot-Schwarz die erneute TSV-Führung (68.) ausgeglichen konnte (72.), hatten die Kieler Glück, dass den Gästen ein Strafstoß verwehrt wurde (81.). „Den hätte man auch geben können. Aber wir haben eine super Teamleistung gezeigt, die belohnt wurde“, sagte Jacobsen. mcf

Eutin 08 II – MTV Dänischenhagen 0:3

Die Gäste präsentierten sich von ihrer effizienten Seite. Das Team von MTV-Coach Frank Knocke verbuchte während der Partie fünf hochkarätige Torchancen und nutzte davon drei. Der Anfang machte Stephan Wendt, der schon früh per Kopf aus 14 Metern zur Gäste-Führung traf. Noch vor der Pause legte Tony Buck den zweiten Treffer nach. Im zweiten Spielabschnitt bereiteten dann beide Akteure mit einer sehenswerten Kombination das dritte MTV-Tor vor, das der von der rechten Seite eingelaufene Lars Mischak erzielte. Für die Gastgeber hätte es jedoch noch dicker hätte kommen können, wenn der eingewechselte Christian Werner nicht nur den Pfosten getroffen hätte. „Wir waren deutlich kaltschnäuziger als noch in den Vorbereitungsspielen. Dennoch haben wir noch Luft nach oben“, sagte Knocke. jch

Die Fotos des Jahres 2018 aus Deutschlands Amateurfußball:

Autsch! Keeper Maurice Benk vom Lindower SV (Landesklasse Brandenburg West) stößt bei seiner Parade auf Widerstand. Zur Galerie
Autsch! Keeper Maurice Benk vom Lindower SV (Landesklasse Brandenburg West) stößt bei seiner Parade auf Widerstand. ©

SG Bornhöved/Schmalensee – SVE Comet Kiel 0:1

Nicht schön, aber gewonnen. Die Kieler konnten auf dem holprigen Platz ihr Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufziehen und gerieten trotz hoher Ballbesitzquote bei den langen SG-Bällen stets unter Druck. „Gerade zum Schluss, als die weiten Flanken in den Strafraum segelten, war es immer brenzlig“, sagte SVE-Trainer Mark Hungerecker, dessen Team die Partie aber weitgehend beherrschte. Das Tor des Tages erzielte Robin Schubert, der nach einem Eckstoß von Melvin Tombul einköpfte (63.). mcf

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Preetzer TSV – TSV Stein 2:0

Der PTSV stellte bereits in der zweiten Minute alle Weichen auf Sieg, als Finn Logemann auf Pass von Daniel Kolbe zum 1:0 eindrückte. Über die gesamte Spieldauer beherrschten die neuformierten Preetzer die Partie und ließen durch Maximilian Zimmermann (25. 37.) und Tobias Nehren (46., 62.) einen höheren Sieg liegen. Entschädigt wurden die 150 Fans durch einen sehenswerten 50-Meter-Pass von Kolbe, den Nehren souverän zum 2:0 abschloss (40.). „Wir waren flexibler, ideenreicher, einfach besser“, sprach PTSV-Pressesprecher Jörg Wentorp von einem verdienten Sieg. mcf

TSV Malente – 1. FC Schinkel 3:0

Die Gäste hätten die Partie frühzeitig zu ihren Gunsten entscheiden müssen. Allein in der ersten Viertelstunde scheiterten sie dreimal freistehend vor dem Malenter Gehäuse, zweimal verhinderte das Aluminium eine Schinkeler Führung. Dies rächte sich prompt. Ein Abstimmungsfehler hatte nach einer Viertelstunde auf der Gegenseite den Rückstand zur Folge.

„Wir sind heute in erster Linie an uns selbst gescheitert. Normalerweise müssen wir hier schon frühzeitig mit 3:0 oder 4:0 führen“, sagte Schinkels Trainer Mario Schülke später. Trotz 70 Prozent Balbesitz und ansprechender Leitung sollte es für seine Elf auch im zweiten Spielabschnitt nicht besser laufen. Zehn Minuten vor dem Ende hatte ein unnötiger Rückpass einen indirekten Freistoß zur Folge, den der TSV zum 2:0 verwerten konnte. In der Nachspielzeit nutzte das Tabellenschlusslicht die freien Räume zum 3:0-Endstand.