08. November 2020 / 13:55 Uhr

Köln-Sportchef Heldt begründet Festhalten an Trainer Gisdol: "Geht ums Überleben des Klubs"

Köln-Sportchef Heldt begründet Festhalten an Trainer Gisdol: "Geht ums Überleben des Klubs"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Horst Heldt hat sein Festhalten an Markus Gisdol verteidigt.
Horst Heldt hat sein Festhalten an Markus Gisdol verteidigt. © 2020 Getty Images
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Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln hat sein Festhalten an Trainer Markus Gisdol trotz anhaltender Krise  im Sport1-"Doppelpass" vehement verteidigt. Der Klub sei wegen der Corona-Krise existenziell gefährdet. Es gehe darum, mit so wenig Ausgaben wie möglich den Klassenerhalt zu schaffen.

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Sportchef Horst Heldt vom Bundesligisten 1. FC Köln hat das Festhalten an Trainer Markus Gisdol trotz 17 Ligaspielen ohne Sieg energisch verteidigt. "Wir sind über den Status der kurzfristigen Betrachtung längst hinaus", sagte Heldt im "Doppelpass" bei Sport1: "Wir müssen aufgrund der besonderen Herausforderungen dieser Zeit leider Gottes ein Stück weiterdenken." Er stellte klar: "Es besteht eine existenzielle Bedrohung, es geht um das Überleben das Klubs. Deshalb muss das Ziel sein, mit wenig Geld dauerhaft in der Liga zu bleiben."

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Für Gisdol spreche unter anderem, "dass wir in diesen Zeiten zum Beispiel mehr Jugendspieler einbauen müssen. Und dafür brauchst du einen Trainer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet und sie nach vorne bringt". Der FC spielte schon in der Vorsaison häufig mit den Eigengewächsen Jan Thielmann (heute 18), Noah Katterbach (19) und Ismail Jakobs (21) gleichzeitig in der Startelf und war dabei zwischenzeitlich erfolgreich.

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Vorbild Kohfeldt und Werder: Heldt glaubt an die Wende mit Gisdol

Ein Vorbild für Heldt ist Werder Bremen. "Letzte Saison haben viele gefragt: Wann schmeißt Bremen endlich Florian Kohfeldt raus", sagte Heldt: "Am Ende haben sie es geschafft, und nun hatten sie einen guten Start. Wieso sollten wir das nicht auch durchleben? Wieso muss ich mich rechtfertigen, ob Gisdol der richtige Trainer ist? Ich sage: Er ist der richtige Trainer, weil er einen guten Job macht."

Seine persönlich enge Bindung zu Gisdol spiele dabei keine Rolle, versicherte der Sportchef. "Wenn ich sicher wäre, dass es falsch wäre, an ihm festzuhalten, würde ich die Entscheidung morgen treffen", sagte der 50-Jährige: "Emotionale Begleiterscheinungen kann ich mir in meinem Job nicht erlauben. Und ich habe in der Historie auch nicht dafür gestanden, keine Entscheidungen zu treffen."